Die Regierung der Kanarischen Inseln hat für Lanzarote, Fuerteventura und Gran Canaria eine Vorwarnung wegen hoher Höchsttemperaturen ausgerufen. Die Maßnahme gilt ab Dienstag, dem 22. September, um 11:00 Uhr.
Der Schritt erfolgt zu Beginn einer neuen Hitzeepisode, die den Archipel in den kommenden Stunden zunehmend beeinflussen wird. Ab Mittwoch wird mit einem weiteren Temperaturanstieg gerechnet. In einigen Bereichen der östlichen Inseln können die Thermometer bis auf 38 °C steigen.
Die Generaldirektion für Notfälle traf die Entscheidung auf Grundlage von Informationen der staatlichen Wetterbehörde Aemet und weiterer verfügbarer Quellen. Die Maßnahme erfolgt im Rahmen des spezifischen Notfallplans der Kanarischen Inseln für Risiken durch widrige meteorologische Phänomene, bekannt als PEFMA.
Nach den ausgewerteten Modellen erreicht eine warme Luftmasse afrikanischen Ursprungs die Inseln. Die Hitzeepisode beginnt voraussichtlich am Dienstag auf den östlichen Inseln und breitet sich ab Mittwoch schrittweise auf den übrigen Archipel aus.
Gran Canaria am Dienstag besonders betroffen
Die ersten spürbaren Auswirkungen der Hitze werden bereits an diesem Dienstag erwartet. Gran Canaria dürfte dabei zunächst die höchsten Temperaturen verzeichnen.

Die Notfalldienste rechnen auf der Insel mit Höchstwerten von rund 34 °C. Lokal können jedoch bis zu 36 °C erreicht werden, vor allem im südlichen Inselinneren und in den tiefer gelegenen Gebieten des Südostens.
Auf Fuerteventura werden Höchsttemperaturen von etwa 32 °C erwartet. In einzelnen Bereichen, insbesondere im Inselinneren und im Südosten, können die Werte auf bis zu 34 °C steigen.
Auf Lanzarote liegen die vorhergesagten Höchstwerte bei rund 30 °C. Lokal sind jedoch bis zu 32 °C möglich. Begleitet wird die Hitze von leichter Kalima, vor allem über den östlichen Inseln. Zudem werden in mittleren und höheren Lagen trockene Bedingungen erwartet.
Hitze verschärft sich ab Mittwoch
Ab Mittwoch, dem 23. September, wird sich die Wetterlage weiter verschärfen. Für Lanzarote und Fuerteventura werden Höchsttemperaturen von rund 36 °C vorhergesagt. Lokal können die Werte jedoch bis auf 38 °C steigen, insbesondere im Inselinneren und in südlichen Gebieten.
Auf Gran Canaria werden Höchsttemperaturen um 34 °C erwartet. An den Süd- und Westhängen können örtlich bis zu 36 °C erreicht werden. Auch im Tejeda-Becken und im Agaete-Tal bleibt es voraussichtlich sehr heiß. Dort dürften die Temperaturen bei etwa 34 °C liegen.
Der Temperaturanstieg betrifft nicht nur die Tageshöchstwerte. Auch die Nächte werden in einigen Gebieten sehr warm bleiben. Auf Gran Canaria können die Tiefsttemperaturen lokal zwischen 26 °C und 28 °C liegen. Auf Teneriffa, Fuerteventura und Lanzarote könnten die nächtlichen Werte bei etwa 24 °C bis 26 °C bleiben.
Donnerstag bringt stärkere Erwärmung im Westen

Das heiße Wetter soll auch am Donnerstag anhalten. Dann wird besonders auf Teneriffa und den westlichen Inseln ein deutlicherer Temperaturanstieg erwartet. Damit dürfte sich die Hitzeepisode, die zunächst vor allem die östlichen Inseln betrifft, im Laufe der Woche auf weitere Teile des Archipels ausweiten.
Die Regierung der Kanarischen Inseln wird die Entwicklung weiter beobachten. Je nach neuen Vorhersagen könnte die Warnstufe angepasst oder auf weitere Gebiete ausgedehnt werden.
Die Behörden achten dabei auch auf die kombinierte Wirkung von Hitze, Kalima, niedriger Luftfeuchtigkeit und hohen Nachttemperaturen. Diese Faktoren können die gesundheitliche Belastung erhöhen, insbesondere für gefährdete Personen.
Empfehlungen bei hohen Temperaturen
Die Notfalldienste raten dazu, direkte Sonneneinstrahlung möglichst zu vermeiden, vor allem während der zentralen Stunden des Tages. Körperliche Aktivitäten sollten bei den höchsten Temperaturen reduziert werden. Außerdem wird empfohlen, regelmäßig Wasser zu trinken, leichte Kleidung zu tragen und sich nach Möglichkeit an kühlen oder klimatisierten Orten aufzuhalten.
Besondere Aufmerksamkeit sollte älteren Menschen, kranken Personen und Menschen gelten, die allein leben. Sie sind während Hitzeepisoden besonders gefährdet. Die Regierung erinnert außerdem daran, dass Kinder und ältere Menschen niemals in geschlossenen Fahrzeugen zurückgelassen werden dürfen, auch nicht für kurze Zeit.
Die neue Vorwarnung folgt auf die Aufhebung der vorherigen Vorwarnung wegen hoher Höchsttemperaturen auf den Kanarischen Inseln am 16. September, wie aus dem offiziellen Notfallprotokoll hervorgeht.






