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Wetter auf den Kanarischen Inseln: Waldbrandalarm, Kalima und Temperaturen nahe 40 °C in mehreren Regionen

Gran Canaria wird am Dienstag besonders stark von Hitze betroffen sein, während Kalima, niedrige Luftfeuchtigkeit und Wind die Waldbrandgefahr auf mehreren Inseln erhöhen.

Auf den Kanarischen Inseln wird an diesem Dienstag, dem 8. September 2026, eine besonders heiße und trockene Wetterlage erwartet. Neben einem deutlichen Temperaturanstieg tritt erneut Kalima auf. Gleichzeitig bleibt auf mehreren Inseln eine erhöhte Waldbrandgefahr bestehen.


Nach Angaben der staatlichen Wetterbehörde Aemet wird der Himmel teilweise bewölkt sein. In den nördlichen Bereichen des Archipels können sich niedrige Wolken halten, während sich die Wetterbedingungen im Inselinneren zur Mittagszeit etwas wechselhafter entwickeln können.

Das auffälligste Merkmal der Vorhersage ist jedoch der Temperaturanstieg. Besonders betroffen sind die mittleren Höhenlagen und die Gipfelregionen. In der Provinz Las Palmas könnte die Hitze in einigen Gebieten Werte nahe 40 °C erreichen.

In der Provinz Santa Cruz de Tenerife werden auf Teneriffa Höchstwerte von rund 32 °C erwartet. Auf El Hierro dürften die niedrigsten Temperaturen der Provinz auftreten, mit Tiefstwerten um 16 °C.

Dazu kommt ein mäßiger Passatwind, der in einigen Bereichen zeitweise sehr starke Böen bringen kann. Besonders betroffen sind der Südosten, der Nordwesten, mittlere Höhenlagen und die Gipfel. Im Laufe des Tages soll der Wind voraussichtlich nachlassen.

Gran Canaria erwartet die höchsten Temperaturen

Gran Canaria dürfte an diesem Dienstag zu den am stärksten von der Hitze betroffenen Inseln gehören. In den nördlichen mittleren Höhenlagen werden Höchsttemperaturen zwischen 32 °C und 34 °C erwartet. Im Becken von Tejeda könnten die Werte auf etwa 36 °C steigen.

Noch höhere Temperaturen werden an den West-, Süd- und Osthängen vorhergesagt. Dort können die Thermometer bis auf 38 °C klettern. In einzelnen Bereichen könnten die Werte sogar nahe an 40 °C heranreichen.

Wetter auf den Kanarischen Inseln: Waldbrandalarm, Kalima und Temperaturen nahe 40 °C in mehreren Regionen

Auch in der Nacht bleibt die Lage belastend. In den am stärksten betroffenen Zonen dürften die Tiefsttemperaturen kaum unter 26 °C bis 28 °C sinken. Damit ist in mehreren Gebieten mit sehr warmen Nächten zu rechnen.

Auf Lanzarote und Fuerteventura wird der Himmel überwiegend klar sein. Allerdings bleibt Staub in der Luft, was zu diesigen Sichtverhältnissen führen kann.

Regierung erhöht die Waldbrandwarnstufe

Angesichts der Verschärfung der Hitzewelle und des deutlichen Rückgangs der relativen Luftfeuchtigkeit hat die Generaldirektion für Notfälle der Regierung der Kanarischen Inseln die Waldbrandwarnstufe erhöht.

Die Maßnahme tritt an diesem Dienstag um 10:00 Uhr in Kraft und betrifft Teneriffa, El Hierro, La Gomera und La Palma. Auf Gran Canaria gilt die Warnung an den Nordhängen ab 600 Metern Höhe sowie an den West-, Süd- und Osthängen ab 400 Metern über dem Meeresspiegel.

Die Behörden warnen vor einer besonders ungünstigen Kombination mehrerer Faktoren. Dazu gehören hohe Temperaturen, eine relative Luftfeuchtigkeit von unter 30 Prozent, Windgeschwindigkeiten von stellenweise mehr als 30 Kilometern pro Stunde und eine nur geringe nächtliche Abkühlung.

Diese Bedingungen können dazu führen, dass trockene Vegetation leichter entzündbar wird. Gleichzeitig steigt das Risiko, dass sich ein Feuer im Fall eines Ausbruchs schnell ausbreitet.

Hitze auch auf den westlichen Inseln

Auch die westlichen Inseln werden von der Hitze betroffen sein. Auf La Palma werden in der Caldera de Taburiente Temperaturen von bis zu 35 °C erwartet. Auf den Gipfeln Nueva und Vieja können die Werte bei etwa 34 °C liegen.

Auf La Gomera könnten die Temperaturen in den südlichen mittleren Höhenlagen bis auf 37 °C steigen. Auf El Hierro werden in den Gipfelregionen und im Süden der Insel Höchstwerte von über 35 °C vorhergesagt.

Wegen der Kombination aus Hitze, niedriger Luftfeuchtigkeit und Wind rufen die Behörden die Bevölkerung zu besonderer Vorsicht auf. Dies gilt vor allem für Waldgebiete, mittlere Höhenlagen und alle Bereiche, in denen trockene Vegetation vorhanden ist.

Einschränkungen der Stufe 1 auf ganz Teneriffa

Wetter auf den Kanarischen Inseln: Waldbrandalarm, Kalima und Temperaturen nahe 40 °C in mehreren Regionen

Aufgrund der regionalen Warnung aktiviert der Cabildo von Teneriffa auf der gesamten Insel vorbeugende Maßnahmen der Stufe 1 zur Verringerung der Waldbrandgefahr. Der Beschluss untersagt Tätigkeiten, die in gefährdeten Gebieten Flammen, Funken, Hitze oder elektrische Entladungen verursachen können.

Verboten sind unter anderem das Verbrennen land- oder forstwirtschaftlicher Abfälle, das Entzünden von Feuer im Freien, das Abbrennen von Feuerwerkskörpern und das Rauchen in Waldgebieten.

Ebenfalls untersagt ist der Einsatz von Maschinen oder Werkzeugen, die Funken erzeugen können. Dazu gehören etwa Schweißgeräte, Freischneider und andere Maschinen, die unter den derzeitigen Bedingungen ein Brandrisiko darstellen könnten.

Naturgebiete bleiben vorerst geöffnet

Die Einschränkungen der Stufe 1 bedeuten derzeit keine allgemeine Schließung der Naturgebiete auf Teneriffa. Wanderungen auf ausgewiesenen Wegen bleiben erlaubt. Auch das Befahren von Waldwegen, die Nutzung öffentlicher Erholungsbereiche und der Zugang zu Aussichtspunkten sind weiterhin möglich.

Die Behörden bitten Einwohner und Besucher jedoch, äußerste Vorsicht walten zu lassen und jedes Verhalten zu vermeiden, das einen Brand auslösen könnte.

Die Generaldirektion für Notfälle erinnert zudem daran, dass bei jedem Hinweis auf ein Feuer sofort die Notrufnummer 112 verständigt werden sollte. Dabei sollte der genaue Standort so präzise wie möglich angegeben werden.

Insgesamt bringt der Dienstag eine Wetterlage mit erhöhtem Risiko für mehrere Teile der Kanarischen Inseln. Intensive Hitze, Kalima, sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, Wind und vorbeugende Brandschutzmaßnahmen treffen zusammen. Besonders Gran Canaria dürfte die höchsten Temperaturen verzeichnen.


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