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Wo man die Sonnenfinsternis auf den Kanarischen Inseln beobachten kann: Die besten Orte auf jeder Insel für den 12. August

Acht offizielle Beobachtungspunkte ermöglichen am 12. August eine sichere Beobachtung der Sonnenfinsternis auf den Kanarischen Inseln.

Die Regierung der Kanarischen Inseln und das Elder-Museum für Wissenschaft und Technologie organisieren an diesem Mittwoch, dem 12. August, eine besondere öffentliche Beobachtungsveranstaltung zur Sonnenfinsternis. Das astronomische Ereignis wird auf den Inseln eine maximale Bedeckung von bis zu 77 Prozent erreichen.


Damit Einwohner und Besucher die Sonnenfinsternis sicher verfolgen können, wurde ein Netzwerk aus acht offiziellen Beobachtungspunkten eingerichtet. Diese sogenannten „kosmischen Aussichtspunkte“ verteilen sich auf alle acht Inseln des Archipels, einschließlich La Graciosa.

Die Sonnenfinsternis beginnt um 19:06 Uhr, erreicht ihren Höhepunkt um 19:54 Uhr und endet voraussichtlich gegen 20:42 Uhr. Insgesamt wird das Phänomen etwa zwei Stunden dauern und zeitlich mit dem Sonnenuntergang zusammenfallen. Deshalb ist ein freier Blick auf den westlichen Horizont besonders wichtig.

Anders als in einigen Gebieten des spanischen Festlands, wo der Mond die Sonnenscheibe vollständig verdecken wird, handelt es sich auf den Kanarischen Inseln um eine partielle Sonnenfinsternis. Dennoch wird auf dem gesamten Archipel ein hoher Bedeckungsgrad sichtbar sein.

Zeitplan der Sonnenfinsternis auf den Kanarischen Inseln

Die Sonnenfinsternis beginnt um 19:06 Uhr, wenn der Mond vor die Sonne tritt. Die maximale Bedeckung von bis zu 77 Prozent wird um 19:54 Uhr erwartet. Gegen 20:42 Uhr soll das Ereignis enden. Die gesamte Beobachtungsdauer beträgt damit rund zwei Stunden.

Die acht offiziellen Beobachtungspunkte auf den Inseln

Wo man die Sonnenfinsternis auf den Kanarischen Inseln beobachten kann: Die besten Orte auf jeder Insel für den 12. August

Das Elder-Museum richtet auf jeder Insel einen offiziellen Beobachtungspunkt ein. Diese Standorte sind von 18:30 Uhr bis 21:30 Uhr geöffnet und werden jeweils von zwei Wissenschaftsvermittlern betreut. Neben der Beobachtung selbst sind auch pädagogische Aktivitäten geplant. Außerdem werden zugelassene Schutzbrillen kostenlos verteilt, damit die Öffentlichkeit das Ereignis sicher verfolgen kann.

Auf Teneriffa befindet sich der Beobachtungspunkt an der Avenida del Emigrante in Guía de Isora.

Auf Gran Canaria wird der Beobachtungspunkt in der Calle Doctor Domingo Hernández Guerra in Tejeda eingerichtet.

Auf Lanzarote ist die Promenade von La Santa in Tinajo als offizieller Standort vorgesehen.

Auf Fuerteventura findet die Beobachtung an der Burg El Tostón in El Cotillo statt.

Auf La Palma wird der Beobachtungspunkt am Strand Los Tarajales in Tazacorte eingerichtet.

Auf La Gomera befindet sich der Standort auf der Plaza de San Pedro in Valle Gran Rey.

Auf El Hierro wurde La Maceta in La Frontera ausgewählt.

Auf La Graciosa wird die Beobachtung auf der Plaza del Puerto de Caleta de Sebo stattfinden.

Der Leiter des Elder-Museums, José Gilberto Moreno, erklärte, dass die Orte vor allem auf der Westseite der jeweiligen Inseln ausgewählt wurden. So soll in den Stunden vor Sonnenuntergang ein direkter Blick auf die Sonne gewährleistet werden.

Die Sonnenfinsternis kann jedoch grundsätzlich von jedem Ort des Archipels aus beobachtet werden, sofern der westliche Horizont frei ist und keine Gebäude, Berge oder andere Hindernisse die Sicht versperren.

Die Regionalministerin für Tourismus und Beschäftigung, Jessica de León, betonte, dass das Ereignis eine wichtige Gelegenheit sei, die Kanarischen Inseln als einzigartiges Reiseziel zu positionieren und die Qualität des Himmels in der Autonomen Gemeinschaft hervorzuheben.

Offizielle Beobachtungspunkte: die „Cosmic Watchtowers“

Die offiziellen Beobachtungspunkte werden von 18:30 Uhr bis 21:30 Uhr betreut. An jedem Standort sollen voraussichtlich zwischen 2.000 und 3.000 Paar zugelassene Schutzbrillen bereitgestellt werden.Zusätzlich werden über die ONCE insgesamt 125.000 zertifizierte Schutzbrillen auf den Inseln verteilt.

Sicherheitsprotokoll und Risiko von Augenverletzungen

Veranstalter und Gesundheitsbehörden erinnern daran, dass der direkte Blick auf eine Sonnenfinsternis ohne geeigneten Schutz irreversible Schäden an der Netzhaut verursachen kann. Gewöhnliche Sonnenbrillen sind für die Beobachtung einer Sonnenfinsternis nicht geeignet. Sie bieten keinen ausreichenden Schutz vor Infrarot- und Ultraviolettstrahlung, die bei direkter Sonnenbeobachtung gefährlich für die Augen sein kann.

Das Elder-Museum empfiehlt deshalb, ausschließlich zertifizierte Filter und zugelassene Sonnenfinsternisbrillen zu verwenden, die den entsprechenden Sicherheitsstandards entsprechen. Auch die Beobachtungsdauer sollte begrenzt werden. Die Öffentlichkeit wird gebeten, die Sonne jeweils nur für kurze Zeiträume von weniger als 30 Sekunden zu betrachten und zwischen den Beobachtungen Pausen von etwa 15 Minuten einzulegen.

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Wichtig ist außerdem, die Schutzbrille korrekt aufzusetzen, bevor man sich der Sonne zuwendet. Beobachter sollten sich zunächst mit dem Rücken zur Sonne stellen, die Brille sicher anpassen und sich erst danach in Richtung der Sonnenfinsternis drehen. Wer Kontaktlinsen oder eine Korrekturbrille trägt, sollte den Schutzfilter über der Brille verwenden.

Kinder müssen während der Beobachtung durchgehend beaufsichtigt werden. Erwachsene sollten sicherstellen, dass die Schutzbrille richtig sitzt und nicht versehentlich verrutscht.

Moreno warnte, dass Schäden an der Netzhaut nicht unbedingt sofort Schmerzen verursachen. Genau das mache sie besonders gefährlich. Bei früheren astronomischen Ereignissen seien schwere Verbrennungen teilweise erst 48 Stunden später in ärztlichen Untersuchungen festgestellt worden.

Um dieses Risiko zu reduzieren, wird das Elder-Museum an jedem offiziellen Beobachtungspunkt zwischen 2.000 und 3.000 Spezialbrillen verteilen. Hinzu kommen die 125.000 Schutzbrillen, die von der ONCE auf den Kanarischen Inseln bereitgestellt werden.

Barrierefreiheit für Menschen mit Sehbehinderungen

Am Beobachtungspunkt in Tejeda auf Gran Canaria wird das LightSound-System eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein technisches Gerät, das Veränderungen der Lichtintensität in Echtzeit in hörbare Töne umwandelt.

Diese Technologie ermöglicht es blinden und sehbehinderten Menschen, den Verlauf der Sonnenfinsternis akustisch mitzuerleben, während der Mond vor der Sonnenscheibe vorbeizieht.

Das Ereignis markiert außerdem den Beginn eines Zyklus von Sonnenfinsternissen, die zwischen 2026 und 2028 von spanischem Gebiet aus sichtbar sein werden. Die Organisation begleitet diesen Zyklus unter anderem mit dem Dokumentarfilm „3CLIPSE“, der in Planetarien in Spanien und Europa gezeigt wird.


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