Die Hitzewelle betrifft auch an diesem Freitag, dem 31. Juli, weiterhin große Teile der Kanarischen Inseln. Auf mehreren Inseln werden sehr hohe Temperaturen, Kalima, warme Nächte und eine hohe Waldbrandgefahr erwartet.
Die höchsten Temperaturen werden auf Gran Canaria vorhergesagt. Dort könnten die Thermometer in den am stärksten exponierten Gebieten 37 °C erreichen oder sogar überschreiten. Die staatliche Wetterbehörde Aemet hält deshalb die orangefarbene Warnung vor Höchsttemperaturen auf der Insel weiterhin aufrecht.
Gelbe Warnungen gelten zudem auf Teneriffa, La Palma, La Gomera, El Hierro und Fuerteventura. Dort können die Temperaturen in mittleren Höhenlagen, im Landesinneren, auf den Gipfeln und an den Südhängen auf bis zu 35 °C steigen.
Darüber hinaus hält die Regierung der Kanarischen Inseln die Warnung wegen Waldbrandgefahr auf den westlichen Inseln und auf Gran Canaria aufrecht. Grund dafür ist die Kombination aus Hitze, trockener Luft, Kalima und ungünstigen Wetterbedingungen.
Wo es an diesem Freitag auf den Kanarischen Inseln am heißesten wird

Nach der Vorhersage von Aemet werden die höchsten Werte auf den Gipfeln und an den Südhängen Gran Canarias erwartet. Dort könnten die Temperaturen 37 °C erreichen oder überschreiten. Auch in den mittleren Höhenlagen im Westen, Süden und Osten Teneriffas sowie auf den Gipfeln und an den Südhängen von La Gomera und El Hierro werden Temperaturen zwischen 34 °C und 35 °C erwartet.
Die Hitze wird außerdem die Gipfel von La Palma sowie das Landesinnere und die südöstlichen Gebiete Fuerteventuras betreffen. Dort dürften die Temperaturen vor allem während der Mittagsstunden besonders hoch bleiben. In weiten Teilen der mittleren Höhenlagen und auf den Gipfeln, insbesondere an Süd- und Westhängen, werden Werte zwischen 30 °C und 32 °C erwartet.
Auch die Tiefsttemperaturen bleiben in den Gebieten, die dem aktuellen Wettersystem am stärksten ausgesetzt sind, ungewöhnlich hoch. Besonders auf Gran Canaria dürfte die nächtliche Hitze kaum für spürbare Abkühlung sorgen.
Starke Kalima in mittleren Höhenlagen und auf den Gipfeln

Der Himmel über den Kanarischen Inseln bleibt überwiegend klar oder nur teilweise bewölkt, mit zeitweise hohen Wolkenfeldern. An den Nordküsten der gebirgigen Inseln kann es in den frühen und späten Tagesstunden zu niedriger Bewölkung kommen.
Eines der auffälligsten Wetterphänomene wird die Kalima in höheren Lagen sein. Der Schwebstaub kann in den mittleren Höhenlagen und auf den Gipfeln der gebirgigen Inseln deutlich spürbar werden. Dadurch können Sichtverhältnisse eingeschränkt und die Luftqualität an einigen Orten verschlechtert werden.
Aemet erklärt, dass das allmähliche Absinken der feuchten Luftschicht zusammen mit warmen und stabilen atmosphärischen Bedingungen zu einem deutlichen Temperaturanstieg führen wird. Die höchsten Werte werden sich vor allem auf die windärmeren Gebiete an den Südhängen konzentrieren, wo die mäßigende Wirkung der Passatwinde schwächer ausfällt.
Der Wind weht mäßig aus Nordost. An den Südost- und Nordwesthängen der gebirgigen Inseln sind starke Böen möglich. In den frühen Morgenstunden können örtlich auch sehr starke Böen nicht ausgeschlossen werden.
Hitzewelle lässt in Teilen Spaniens nach

Während die Kanarischen Inseln weiterhin unter hohen Temperaturen leiden, wird die Hitzewelle in einigen Teilen des spanischen Festlands allmählich an Kraft verlieren. Auf der Iberischen Halbinsel sorgt das Eintreffen einer kühleren Luftmasse aus dem Norden an diesem Freitag für sinkende Temperaturen im oberen und mittleren Ebro-Tal, auf der Nordhochebene sowie in den zentralen Gebieten der Halbinsel.
In anderen Regionen Spaniens bleiben die Temperaturen jedoch weiterhin sehr hoch. Im mittleren und unteren Ebro-Tal, in den nordöstlichen Senken und in den Pyrenäentälern werden weiterhin Werte von über 38 °C oder 40 °C erwartet. Noch extremer wird die Lage im Guadalquivir-Tal, im Genil-Becken und im Landesinneren des Südostens der Halbinsel ausfallen. Dort könnten die Höchsttemperaturen zwischen 39 °C und 41 °C liegen.
Am Samstag wird die Hitze voraussichtlich besonders intensiv im Guadalquivir-Tal und in den umliegenden Gebieten sein. Dort werden Höchstwerte zwischen 40 °C und 42 °C erwartet.
Aemet geht davon aus, dass die Hitzewelle ab Sonntagmittag mit dem Eintreffen einer atlantischen Tiefdruckrinne und einem allgemeinen Temperaturrückgang im Südwesten der Halbinsel nachlassen wird. Auf den Kanarischen Inseln mahnen die Behörden jedoch weiterhin zur Vorsicht. Dort sorgen hohe Temperaturen, Kalima, sehr warme Nächte und die anhaltende Waldbrandgefahr weiterhin für eine angespannte Wetterlage.






