Die Kanarischen Inseln stehen an diesem Freitag vor einer schwierigen Wetterlage. Auf dem gesamten Archipel gelten mehrere gelbe Warnungen und Vorwarnungen. Die staatliche Wetterbehörde Aemet und die Generaldirektion für Notfälle der Regierung der Kanarischen Inseln warnen vor starken Winden, rauer See und einem deutlichen Temperaturanstieg in mehreren Gebieten.
Der Tag wird von Windböen von bis zu 80 km/h, einer spürbaren Verschlechterung der Seebedingungen und Höchstwerten geprägt sein, die in Teilen Gran Canarias bis zu 37 °C erreichen können.
Die widrigen Wetterbedingungen betreffen sowohl das Landesinnere als auch die Küstengebiete. Verantwortlich sind vor allem die Verstärkung der nordöstlichen Passatwinde und der Einfluss einer warmen Luftmasse, die die Temperaturen im Landesinneren, in mittleren Höhenlagen und in den Gipfelregionen des Archipels ansteigen lässt. Vor diesem Hintergrund hat die kanarische Regionalregierung den spezifischen Notfallplan für meteorologische Risikophänomene, den PEFMA, aktiviert.
Für welche Inseln gilt eine Warnung vor starken Windböen?

Die Passatwinde wehen mit mäßiger bis starker Intensität. Die kräftigsten Böen werden jedoch in exponierten Gebieten erwartet, vor allem an den Südost- und Nordwesthängen sowie in tiefer gelegenen Bereichen der gebirgigen Inseln.
Aemet hat gelbe Warnungen vor starken Windböen von bis zu 70 km/h für den Osten, Süden und Westen von Teneriffa und Gran Canaria sowie für Lanzarote und El Hierro herausgegeben. Auf La Gomera können die stärksten Böen örtlich sogar 80 km/h überschreiten.
Auch die Generaldirektion für Notfälle warnt vor ähnlichen Windverhältnissen in mehreren besonders betroffenen Gebieten. Dazu gehören der Süden des Anaga-Gebirges und die südliche Seite des Ballungsraums von Teneriffa, das Landesinnere von Lanzarote sowie die West- und Südküste von Jandía auf Fuerteventura.
Die Behörden mahnen in windexponierten Bereichen zu besonderer Vorsicht, vor allem auf Straßen, in offenen Zonen und an Orten, an denen lose Gegenstände, Äste oder leichte Konstruktionen von starken Böen erfasst werden könnten.
Vier Meter hohe Wellen und raue See

Auch an der Küste ist erhöhte Vorsicht geboten. Aemet hält eine gelbe Warnung wegen Küstenphänomenen für El Hierro, La Gomera, den Westen von La Palma sowie für die Ost-, Süd- und Westküste von Teneriffa und Gran Canaria aufrecht.
Auf See werden Nordostwinde der Stärke 7 erwartet, was Windgeschwindigkeiten zwischen 50 und 61 km/h entspricht. Diese Bedingungen werden sich direkt auf die Meereskanäle zwischen den Inseln auswirken, insbesondere auf die Verbindung zwischen Teneriffa und Gran Canaria.
Die See wird rau bis sehr rau sein. Die kombinierte Wellenhöhe kann auf 3,5 bis 3,75 Meter ansteigen. In den Gewässern südlich der Inseln sind örtlich sogar Wellen von 4 bis 4,25 Metern möglich.
Diese Lage kann ein Risiko für Aktivitäten an der Küste, kleine Boote, exponierte Strände und felsige Küstenabschnitte darstellen. Die Behörden empfehlen, unnötige Risiken in Meeresnähe zu vermeiden und die offiziellen Warnungen sowie die örtlichen Sicherheitshinweise aufmerksam zu verfolgen.
Temperaturen steigen: bis zu 37 °C auf Gran Canaria

Parallel zum Wind nimmt auch die Hitze zu, vor allem in mittleren und höheren Lagen. Die Vorwarnung der kanarischen Regionalregierung wegen hoher Temperaturen betrifft die südliche Hälfte von Fuerteventura, die Süd-, Ost- und Westhänge sowie die Gipfel von Gran Canaria und die Tiefland- und Mittelgebirgszonen im Süden von Teneriffa sowie im Ballungsraum der Insel.
Auf Fuerteventura und Teneriffa werden Temperaturen zwischen 30 °C und 32 °C erwartet, mit lokalen Spitzenwerten von bis zu 34 °C.
Die intensivste Hitze wird jedoch auf Gran Canaria erwartet. In den höheren und mittleren Lagen oberhalb von 500 Metern können die Temperaturen 34 °C überschreiten, besonders im Tejeda-Becken. In tiefer gelegenen, nach Südosten ausgerichteten Gebieten sind örtlich sogar bis zu 37 °C möglich.
Die Kombination aus Hitze, Wind und trockenen Bedingungen kann das Wärmeempfinden zusätzlich verstärken, besonders im Landesinneren und in Gebieten, die weniger vom kühlenden Einfluss der Meeresbrise profitieren. Die Behörden raten dazu, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, körperliche Anstrengungen während der heißesten Stunden zu vermeiden und besonders auf gefährdete Personen zu achten.
Ein Freitag mit mehreren Wetterrisiken

Das Wetter auf den Kanarischen Inseln wird an diesem Freitag von drei Hauptfaktoren bestimmt: starken Passatwinden, sehr rauer See und steigenden Temperaturen. Auch wenn die Bedingungen nicht alle Inseln gleichermaßen treffen, werden mehrere Gebiete im Laufe des Tages von einer Kombination widriger Wetterphänomene betroffen sein.
Zu den am stärksten betroffenen Bereichen gehören exponierte Küstenabschnitte, die Meereskanäle zwischen den Inseln, das Landesinnere und die mittleren Höhenlagen Gran Canarias sowie windanfällige Hänge auf mehreren Inseln.
Die Regierung der Kanarischen Inseln und Aemet empfehlen, die offiziellen Meldungen zu verfolgen, an der Küste und auf den Straßen besonders vorsichtig zu sein und Aktivitäten zu vermeiden, die durch starke Böen, hohe Temperaturen oder raue See gefährlich werden könnten.






