Die staatliche Wetterbehörde Aemet prognostiziert ab diesem Mittwoch, dem 15. Juli, das Eintreffen von Kalima auf den Kanarischen Inseln. Die Staubpartikel werden sich zunächst vor allem in den oberen Schichten der Atmosphäre befinden und gleichzeitig mit einem Temperaturanstieg in Teilen des Archipels einhergehen.
Nach der offiziellen Vorhersage wird sich der Staub zunächst in höheren Luftschichten halten. Dadurch kann der Himmel in einigen Gebieten trüb, milchig oder leicht verschleiert erscheinen. Eine schwere Kalima-Episode oder eine weitreichende Einschränkung der Sicht in Küstennähe wird zunächst jedoch nicht erwartet.
Das Eintreffen der Kalima fällt mit wärmeren Wetterbedingungen zusammen. Die Temperaturen können lokal bis zu 34 °C erreichen, insbesondere in den mittleren Höhenlagen im Südosten, Süden und Westen Gran Canarias. Diese Bereiche dürften zu den am stärksten vom Temperaturanstieg betroffenen Gebieten gehören.
Staub könnte auch in den kommenden Tagen anhalten

Die aktuelle Vorhersage deutet darauf hin, dass die Staubpartikel in der Luft nicht nur am Mittwoch auftreten könnten. Das Phänomen kann sich auch am Donnerstag und Freitag fortsetzen, besonders in höheren Lagen sowie an Süd- und Osthängen.
Aemet hat bislang allerdings keine schwere oder weit verbreitete Kalima-Episode in Bodennähe für den gesamten Archipel bestätigt. Die Staubkonzentration, die genaue Entwicklung und die am stärksten betroffenen Inseln hängen von den atmosphärischen Bedingungen ab und werden in den täglichen Aktualisierungen der Wetterbehörde präzisiert.
Für das Wochenende deutet die Vorhersage auf allgemein stabiles Wetter auf den Kanarischen Inseln hin. Die Passatwinde werden voraussichtlich vorherrschen, während kaum Niederschlag erwartet wird. Ab Samstag ist die weitere Entwicklung der Kalima jedoch unsicherer, weshalb nicht davon ausgegangen werden sollte, dass der Staub bis Sonntag mit gleicher Intensität anhält.
Aemet hat seine Vorhersage für die Kanarischen Inseln bereits bis Sonntag, den 19. Juli, veröffentlicht. Die Lage kann sich jedoch je nach Bewegung der Luftmasse aus Nordafrika und der Entwicklung der Windverhältnisse noch verändern.
Gran Canaria erwartet die höchsten Temperaturen

Der Temperaturanstieg wird vor allem im Landesinneren und in mittleren Höhenlagen spürbar sein. Die höchsten Werte werden auf Gran Canaria erwartet, mit lokalen Höchsttemperaturen von rund 34 °C an den Süd-, Südost- und Westhängen.
Auch auf den anderen Inseln können die Temperaturen steigen. An den Küsten, die stärker dem Einfluss der Passatwinde ausgesetzt sind, dürfte der Anstieg jedoch moderater ausfallen. In den tiefer gelegenen nördlichen Gebieten der gebirgigeren Inseln kann es in den frühen und späten Tagesstunden zeitweise zu Bewölkung kommen.
Die Kombination aus höheren Temperaturen, trockener Luft und Staubpartikeln in der Atmosphäre kann das Hitzeempfinden verstärken. Das gilt besonders für mittlere Höhenlagen und für Bereiche, die weniger vom kühlenden Einfluss der Passatwinde profitieren.
Vorerst nur eine leichte Kalima-Episode

Derzeit deutet die Vorhersage eher auf leichten Dunst als auf ein starkes Eindringen von Saharastaub hin. Es gibt auch keine offizielle Bestätigung dafür, dass der Staub auf allen Inseln in nennenswertem Umfang den Boden erreichen wird.
Dennoch können sich Kalima-Episoden je nach Windrichtung, atmosphärischer Stabilität und Bewegung staubbeladener Luftmassen aus Nordafrika verändern. Deshalb sollten die betroffenen Gebiete und die genaue Dauer der Episode anhand der kommenden Aemet-Aktualisierungen weiter beobachtet werden.
Insgesamt müssen sich die Kanarischen Inseln in den kommenden Tagen auf trübere Himmel, wärmere Temperaturen und eine mögliche Fortsetzung der Staubpartikel in der Atmosphäre einstellen. Die Intensität der Episode dürfte vorerst jedoch begrenzt bleiben.






