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Die Arbeitslosigkeit auf den Kanarischen Inseln sinkt im Juni um 2.189 Personen und liegt 5,5 % unter dem Vorjahreswert

Die Arbeitslosigkeit auf den Kanarischen Inseln ging im Juni weiter zurück, während Neueinstellungen und unbefristete Verträge deutlich zunahmen.

Die Arbeitslosigkeit auf den Kanarischen Inseln ist im Juni erneut zurückgegangen und bestätigt damit die positive Entwicklung auf dem regionalen Arbeitsmarkt. Nach den jüngsten Zahlen des Ministeriums für Arbeit und Sozialwirtschaft schloss der Archipel den Monat mit 142.409 registrierten Arbeitslosen ab. Das sind 2.189 Personen weniger als im Mai.


Dieser Rückgang entspricht einem Minus von 1,51 % innerhalb eines Monats. Auch im Jahresvergleich zeigt sich eine deutliche Verbesserung. Gegenüber Juni 2025 wurden auf den Kanarischen Inseln 8.295 Arbeitslose weniger registriert, was einem Rückgang von 5,50 % in den Registern der öffentlichen Arbeitsvermittlung entspricht.

Damit setzt sich der Abwärtstrend der Arbeitslosigkeit sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich fort. Der Archipel beendet die erste Hälfte des Jahres 2026 mit einer günstigeren Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.

Santa Cruz de Tenerife verzeichnet den stärksten monatlichen Rückgang

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit wurde in beiden Provinzen der Kanarischen Inseln verzeichnet. Den größten Beitrag zur monatlichen Verbesserung leistete jedoch die westliche Provinz.

In der Provinz Santa Cruz de Tenerife, zu der Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro gehören, lag die Zahl der Arbeitslosen Ende Juni bei 68.859 Personen. Das sind 1.291 Arbeitslose weniger als im Mai, was einem monatlichen Rückgang von 1,84 % entspricht.

Im Vergleich zum Juni 2025 ist die Arbeitslosigkeit in dieser Provinz um 3.092 Personen gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 4,30 % innerhalb eines Jahres.

In der Provinz Las Palmas, zu der Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura gehören, wurden Ende Juni 73.550 Arbeitslose registriert. Das sind 898 Personen weniger als im Vormonat, was einem Rückgang von 1,21 % entspricht.

Im Jahresvergleich fiel der Rückgang in der östlichen Provinz noch deutlicher aus. Gegenüber Juni 2025 wurden dort 5.203 Arbeitslose weniger gezählt, was einem Minus von 6,61 % entspricht.

Frauen stellen weiterhin die Mehrheit der registrierten Arbeitslosen

Die Arbeitslosigkeit auf den Kanarischen Inseln sinkt im Juni um 2.189 Personen und liegt 5,5 % unter dem Vorjahreswert

Die Daten zeigen auch, dass das Geschlechtergefälle auf dem Arbeitsmarkt weiterhin besteht. Von den insgesamt 142.409 registrierten Arbeitslosen auf den Kanarischen Inseln sind 82.136 Frauen und 60.273 Männer.

Nach Altersgruppen betrachtet entfallen 7.266 Arbeitslose auf junge Menschen unter 25 Jahren. Die übrigen 135.143 Personen gehören anderen Altersgruppen an.

Arbeitslosigkeit sinkt in allen Wirtschaftsbereichen

Nach Wirtschaftssektoren betrachtet ging die Arbeitslosigkeit im Juni in allen Bereichen zurück. Den größten Anteil am monatlichen Rückgang hatte der Dienstleistungssektor, der auf den Kanarischen Inseln weiterhin der wichtigste Beschäftigungsmotor ist. Dies hängt vor allem mit der Bedeutung von Tourismus, Gastgewerbe, Handel und weiteren damit verbundenen Tätigkeiten zusammen.

Im Dienstleistungssektor wurden 1.826 Arbeitslose weniger registriert. Damit liegt die Gesamtzahl der Arbeitslosen in diesem Bereich bei 112.757 Personen.

Im Baugewerbe sank die Zahl der Arbeitslosen um 172 Personen auf insgesamt 11.460. In der Landwirtschaft wurde ein Rückgang um 86 Personen verzeichnet, wodurch die Gesamtzahl auf 2.243 fiel. In der Industrie ging die Arbeitslosigkeit um 66 Personen zurück und liegt nun bei 5.224.

Auch die Gruppe der Personen ohne vorherige Beschäftigung verzeichnete einen leichten Rückgang. Hier wurden 39 Arbeitssuchende weniger registriert, sodass die Gesamtzahl auf 10.725 sank.

Fast 64.000 Arbeitsverträge im Juni unterzeichnet

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ging mit einem deutlichen Anstieg der Neueinstellungen einher. Im Juni wurden auf den Kanarischen Inseln insgesamt 63.947 Arbeitsverträge unterzeichnet.

Das entspricht einem Anstieg von 23,15 % gegenüber Mai und einem Plus von 4,45 % gegenüber Juni 2025. Die Zahlen deuten auf eine spürbare Beschleunigung der Einstellungstätigkeit zu Beginn der Sommersaison hin.

Von allen im Juni abgeschlossenen Verträgen waren 27.757 unbefristete Arbeitsverträge. Diese Kategorie stieg im Vergleich zum Vormonat um 21,70 % und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14,62 %.

Die Arbeitslosigkeit auf den Kanarischen Inseln sinkt im Juni um 2.189 Personen und liegt 5,5 % unter dem Vorjahreswert

Auch die Zahl der befristeten Verträge nahm im Monatsvergleich zu. Insgesamt wurden 36.190 befristete Arbeitsverträge unterzeichnet, was einem Anstieg von 24,29 % gegenüber Mai entspricht. Im Vergleich zu Juni 2025 gingen befristete Verträge jedoch um 2,21 % zurück.

Die Daten zeigen damit nicht nur eine allgemeine Zunahme der Neueinstellungen, sondern auch eine stärkere Entwicklung bei den unbefristeten Arbeitsverträgen im Jahresvergleich.

Mehr als 217.000 Arbeitssuchende auf dem Archipel registriert

Zum Ende des ersten Halbjahres 2026 waren auf den Kanarischen Inseln insgesamt 217.041 Arbeitssuchende registriert.

Davon wurden 41.067 Personen als beschäftigte Arbeitssuchende eingestuft. Dabei handelt es sich um Menschen, die bereits arbeiten, aber nach besseren Beschäftigungsmöglichkeiten suchen. Weitere 22.779 Personen wurden unter besonderen Arbeitsbedingungen geführt.

Die Zahl der arbeitslosen Arbeitssuchenden lag bei 153.195 Personen. Zu dieser Kategorie gehören die 142.409 offiziell registrierten Arbeitslosen sowie 10.786 subventionierte saisonale Landarbeiter.

Ausgaben für Arbeitslosengeld übersteigen 101 Millionen Euro

Der Bericht des Ministeriums enthält auch Angaben zu den Anträgen auf Arbeitslosengeld. Bis Ende Mai wurden auf den Kanarischen Inseln 28.294 Anträge eingereicht.

Davon genehmigte die öffentliche Arbeitsvermittlung 26.450 Anträge. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit lag bei 0,44 Tagen. Die Gesamtausgaben für Arbeitslosengeld auf dem Archipel beliefen sich auf 101,2 Millionen Euro.

Insgesamt zeigen die Juni-Daten eine weitere Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt der Kanarischen Inseln. Die Zahl der Arbeitslosen sinkt, die Neueinstellungen nehmen zu, und unbefristete Verträge gewinnen weiter an Bedeutung. Gleichzeitig machen die Zahlen deutlich, dass weiterhin Herausforderungen bestehen, insbesondere der hohe Anteil arbeitslos gemeldeter Frauen und die starke Abhängigkeit des regionalen Arbeitsmarktes vom Dienstleistungssektor.


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