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Das IGN registriert in den letzten Stunden mehr als 60 Erdbeben am Teide

Der jüngste Erdbebenschwarm hat die Zahl der seit Freitag rund um den Teide registrierten Erdbeben auf über 200 erhöht, während Experten weiterhin keine Anzeichen für ein erhöhtes Vulkanrisiko sehen.

Im Umfeld des Teide-Nationalparks hat sich in den frühen Morgenstunden des Montags eine neue Phase seismischer Aktivität ereignet. Nach Angaben des Nationalen Geografischen Instituts (IGN) wurden innerhalb weniger Stunden mehr als 60 Erdbeben unter dem Gebiet der Las Cañadas del Teide registriert.


Die jüngsten Erschütterungen setzen die Erdbebenserie fort, die bereits am vergangenen Freitag begonnen hatte. Damit ist die Gesamtzahl der auf Teneriffa aufgezeichneten Erdbeben im Verlauf des Wochenendes und bis zum Montagmorgen auf mehr als 200 angestiegen.

Nach Angaben des IGN handelte es sich bei nahezu allen registrierten Beben um Ereignisse sehr geringer Magnitude, die dem normalen seismisch-vulkanischen Verhalten einer geologisch aktiven Vulkaninsel wie Teneriffa entsprechen. Die Erdbeben konzentrierten sich überwiegend unter dem zentralen Teil der Insel, insbesondere im Bereich des Teide-Nationalparks, wo ähnliche seismische Episoden bereits in der Vergangenheit mehrfach beobachtet wurden.

Das bislang jüngste Erdbeben dieser Serie wurde am Montag um 04:45:33 Uhr registriert. Es erreichte eine Magnitude von 1,0 und hatte sein Hypozentrum in einer Tiefe von rund 19 Kilometern, sodass es von der Bevölkerung praktisch nicht wahrgenommen werden konnte.

IGN schließt erhöhtes Eruptionsrisiko aus

Das IGN registriert in den letzten Stunden mehr als 60 Erdbeben am Teide

Trotz der deutlich gestiegenen Zahl registrierter Erdbeben hat das Nationale Geografische Institut erneut betont, dass derzeit keine Anzeichen für eine erhöhte vulkanische Gefährdung vorliegen. Nach Einschätzung der Fachleute deutet die aktuelle Aktivität weder kurz- noch mittelfristig auf eine steigende Wahrscheinlichkeit eines Vulkanausbruchs hin.

Vulkanologen weisen darauf hin, dass seismische Schwärme dieser Art in aktiven Vulkansystemen keine Seltenheit sind. Auf Teneriffa treten Folgen kleiner Erdbeben in regelmässigen Abständen auf und gehören zum natürlichen geologischen Verhalten der Insel. Für sich allein genommen lassen sie keinen Rückschluss auf einen unmittelbar bevorstehenden Vulkanausbruch zu.

Die Wissenschaftler unterstreichen ausserdem, dass die Bewertung vulkanischer Aktivität auf einer Vielzahl unterschiedlicher Messgrössen basiert. Neben der Seismizität werden kontinuierlich Bodenverformungen, vulkanische Gasemissionen, Temperaturveränderungen sowie weitere geophysikalische Parameter überwacht. Erst das Zusammenspiel all dieser Daten erlaubt eine fundierte Einschätzung möglicher Veränderungen des Vulkansystems.

Permanente Überwachung des Vulkansystems

Das IGN registriert in den letzten Stunden mehr als 60 Erdbeben am Teide

Die vulkanische Aktivität auf Teneriffa wird rund um die Uhr durch ein Netz von mehr als 100 Messstationen überwacht, die über die gesamte Insel verteilt sind. Diese Stationen erfassen kontinuierlich seismische Bewegungen, Bodenhebungen und -senkungen sowie zahlreiche weitere geophysikalische Messwerte.

Alle registrierten Erdbeben werden anschliessend von spezialisierten Seismologen detailliert ausgewertet. Dabei werden sowohl die Eigenschaften jedes einzelnen Bebens als auch dessen Zusammenhang mit dem gesamten Vulkansystem Teneriffas analysiert. Nach derzeitigem Stand bewegen sich sämtliche Beobachtungen innerhalb der bereits aus früheren Jahren bekannten Aktivitätsmuster.

Ein Wochenende mit verstärkter seismischer Aktivität

Das IGN registriert in den letzten Stunden mehr als 60 Erdbeben am Teide

Das vergangene Wochenende gehörte zu den seismisch aktivsten Phasen der letzten Monate im Bereich der Las Cañadas del Teide. Unterhalb des zentralen Vulkankomplexes wurden Hunderte kleiner Erdbeben registriert. Trotz der gestiegenen Anzahl der Ereignisse blieben sowohl ihre Magnituden als auch ihre Herdtiefen im Bereich früherer, vergleichbarer Erdbebenschwärme.

Das IGN wird die Entwicklung der Lage weiterhin engmaschig überwachen und die Öffentlichkeit umgehend informieren, sollten sich wesentliche Veränderungen ergeben. Nach derzeitigem Kenntnisstand gibt es jedoch keinerlei Hinweise darauf, dass die aktuelle Aktivität eine Gefahr für die Bevölkerung darstellt.

Die Behörden appellieren deshalb an Einwohner und Besucher, sich ausschliesslich auf Informationen offizieller wissenschaftlicher Einrichtungen zu verlassen und alarmistische Spekulationen in sozialen Netzwerken zu vermeiden. Fachleute erinnern daran, dass Teneriffa eine vulkanisch aktive Insel ist und Phasen geringer seismischer Aktivität einen normalen Bestandteil ihrer geologischen Entwicklung darstellen.


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