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IGN registriert innerhalb von 24 Stunden mehr als 60 seismische Ereignisse auf Teneriffa

Die Aktivität konzentrierte sich vor allem auf das Gebiet westlich von Las Cañadas del Teide. Die Beben waren tief, energiearm und für die Bevölkerung nicht spürbar.

Das Nationale Geografische Institut (IGN) hat eine neue Episode seismischer Aktivität unter der Insel Teneriffa gemeldet. Innerhalb von 24 Stunden wurden dort mehr als 60 seismische Ereignisse registriert. Die Aktivität konzentrierte sich hauptsächlich auf das Gebiet westlich von Las Cañadas del Teide, eine Zone, in der diese Art von seismisch-vulkanischer Aktivität häufiger vorkommt.


Nach Angaben des Instituts handelte es sich um mehrere Schübe niederfrequenter seismischer Aktivität. Diese wurden unter der Insel aufgezeichnet und traten in unregelmäßigen Abständen auf. Für die Bevölkerung waren die Erschütterungen zu keinem Zeitpunkt wahrnehmbar.

Der erste Aktivitätsschub wurde am Donnerstag um 05:14 Uhr registriert und dauerte nur elf Minuten. In diesem kurzen Zeitraum zeichnete das IGN 16 Erdbeben auf. Sie lagen in Tiefen zwischen 8 und 17 Kilometern unter dem Meeresspiegel und wiesen sehr geringe Magnituden zwischen 0,6 und 1 mbLg auf.

Weitere Aktivität am Nachmittag und in der Nacht

IGN registriert innerhalb von 24 Stunden mehr als 60 seismische Ereignisse auf Teneriffa

Nach dieser ersten kurzen Episode setzte die seismische Aktivität später am Nachmittag erneut ein und hielt über Nacht an. Das automatische Erfassungssystem des IGN registrierte 63 weitere seismische Ereignisse. Zum Zeitpunkt des Berichts konnten die Fachleute davon bereits 14 genauer lokalisieren.

Auch diese neuen Ereignisse lagen in größerer Tiefe und hatten nur sehr geringe Magnituden. Sie wurden in Tiefen zwischen 8 und 15 Kilometern registriert, mit Werten zwischen 0,4 und 0,8 mbLg.

Die meisten Hypozentren befanden sich im westlichen Bereich von Las Cañadas, wo ähnliche seismische Episoden relativ häufig auftreten. Zusätzlich zu dieser Häufung wurde auch ein einzelnes mikroseismisches Ereignis in der Gemeinde Icod de los Vinos registriert. Dieses hatte eine Magnitude von 0,3 mbLg und ereignete sich in einer Tiefe von etwa 2 Kilometern.

Tiefe und energiearme Beben ohne Auswirkungen auf die Bevölkerung

Die Fachleute des IGN betonen, dass es sich um tiefe und energiearme Erschütterungen handelte, die von den Anwohnern nicht wahrgenommen wurden. Die registrierte Aktivität entspricht sogenannten niederfrequenten Hybridereignissen. Solche Signale können mit vulkanischen Systemen in Verbindung stehen, bedeuten jedoch nicht automatisch eine unmittelbare Gefahr.

Das Institut bemüht sich daher um eine klare Botschaft der Beruhigung. Die aktuelle Episode ähnelt nach Angaben des IGN anderen seismischen Sequenzen, die bereits im Februar und März dieses Jahres auf Teneriffa aufgezeichnet wurden. Im Vergleich zu diesen früheren Episoden weist die aktuelle Aktivität jedoch deutlich weniger Energie auf.

Kein erhöhtes Eruptionsrisiko kurz- oder mittelfristig

IGN registriert innerhalb von 24 Stunden mehr als 60 seismische Ereignisse auf Teneriffa

Das IGN weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Art von seismisch-vulkanischer Aktivität auf einer geologisch aktiven Insel wie Teneriffa zu erwarten ist. Nach Einschätzung des Instituts bedeutet die jüngste Aktivität keine Zunahme des Risikos eines Vulkanausbruchs, weder kurzfristig noch mittelfristig.

Teneriffa bleibt weiterhin unter ständiger Beobachtung des nationalen Vulkanüberwachungsnetzes. Dieses verfügt auf der Insel über mehr als 100 Messstationen, die kontinuierlich Daten erfassen. Diese Informationen werden laufend von spezialisierten Teams aus Seismologen und Vulkanologen ausgewertet.

Die Botschaft der Behörden lautet daher derzeit: Die Aktivität wird genau überwacht, es gibt jedoch keine Hinweise auf einen unmittelbar bevorstehenden vulkanischen Prozess.


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