Das Wetter auf den Kanarischen Inseln zeigt an diesem Samstag deutliche Gegensätze. Während an vielen Küstenabschnitten relativ stabile Bedingungen mit überwiegend klarem Himmel erwartet werden, wird die Lage im Landesinneren, in den Bergen und in windausgesetzten Zonen deutlich anspruchsvoller.
Nach Angaben der staatlichen Wetterbehörde Aemet wird das wichtigste Wettermerkmal des Tages die Verstärkung der Passatwinde sein. Diese werden auf mehreren Inseln stark wehen und in einigen Gebieten sehr starke Böen verursachen. Einwohner und Besucher sollten daher besonders in Bergregionen, auf offenen Straßen, an exponierten Küstenabschnitten und in Gebieten, in denen das Gelände den Wind beschleunigt, vorsichtig sein.
Passatwinde mit Böen über 80 km/h
Das größte Wetterrisiko an diesem Samstag geht vom Wind aus. Die Passatwinde werden in den üblichen Beschleunigungszonen des Archipels deutlich zunehmen.
Die stärksten Böen werden auf den Gipfeln sowie an den Nordwest- und Südosthängen der bergigeren Inseln erwartet. Dort können Windgeschwindigkeiten von 80 km/h erreicht oder lokal sogar überschritten werden.
Diese Gebiete sind besonders anfällig, weil das Relief der Inseln den Wind in bestimmten Korridoren verstärkt. Hänge, Schluchten, Hochlagen und offene Straßen können dadurch deutlich stärkeren Böen ausgesetzt sein als geschütztere Bereiche.
Der starke Wind betrifft jedoch nicht nur die Gipfel und höheren Lagen. Auch im Landesinneren von Lanzarote sowie im Süden von Fuerteventura, insbesondere auf der Halbinsel Jandía, werden kräftige Winde erwartet. Dort können Aktivitäten im Freien, Arbeiten im Außenbereich und Fahrten auf offenen Straßen beeinträchtigt werden.
Im Gegensatz dazu bleiben die Südwestküsten der westlichen Inseln und Gran Canarias besser geschützt. Dort werden eher Küstenbrisen vorherrschen, sodass die Bedingungen ruhiger ausfallen dürften als in den besonders exponierten Zonen.
Temperaturen: stabil an der Küste, wärmer im Landesinneren

Die Temperaturen werden je nach Lage unterschiedlich ausfallen. An den Küsten bleiben die Werte im Allgemeinen stabil und zeigen kaum Veränderungen im Vergleich zu den Vortagen.
Im Landesinneren und in mittleren Höhenlagen wird jedoch ein leichter bis mäßiger Anstieg der Höchsttemperaturen erwartet. Besonders betroffen sind Gebiete mit Süd- und Südostausrichtung, wo sich die Wärme in den zentralen Tagesstunden besser aufbauen kann.
Dort ist der kühlende Einfluss des Meeres weniger spürbar, und die Sonneneinstrahlung fällt stärker ins Gewicht. Dadurch kann sich das Wetter in diesen Zonen wärmer anfühlen als an den Küsten. Die Tiefsttemperaturen bleiben weitgehend unverändert. Die Nächte werden daher im Vergleich zu den wärmeren Tagesstunden im Landesinneren weiterhin relativ kühl bleiben.
Meist klarer Himmel, aber tiefe Wolken im Norden
In weiten Teilen der Kanarischen Inseln wird der Himmel überwiegend klar oder nahezu wolkenlos sein. Besonders in südlichen Gebieten und an vielen Küstenabschnitten ist mit freundlichem Wetter zu rechnen.
Im Norden des Archipels werden jedoch tiefe Wolkenfelder erwartet. Diese bilden sich vor allem unterhalb von etwa 800 bis 1.000 Metern und treten besonders in den frühen Morgenstunden auf. Gegen Abend können sie erneut dichter werden.
Dieses Muster ist typisch für eine Passatwindlage auf den Kanarischen Inseln. Die feuchtere Luft staut sich an den Nordseiten der Inseln, während im Süden häufiger klarerer Himmel vorherrscht.
Teneriffa: starke Böen im Westen, Südosten und in Las Cañadas

Auf Teneriffa wird der Tag überwiegend klar verlaufen. Im Nordosten können jedoch am frühen Morgen und am späten Nachmittag zeitweise Wolken auftreten. Die Höchsttemperaturen steigen vor allem in den südlichen mittleren Höhenlagen. In Santa Cruz de Tenerife werden Werte von rund 28 Grad erwartet.
Der Wind wird auf der Insel eine besonders wichtige Rolle spielen. Sehr starke Böen werden im äußersten Westen, im unteren Südosten, am südlichen Rand des Ballungsraums sowie im Nationalpark Las Cañadas erwartet, vor allem am Nachmittag. In diesen Bereichen sollten Autofahrer, Wanderer und Personen, die sich im Freien aufhalten, besonders vorsichtig sein.
Gran Canaria: klarer Himmel, aber sehr starker Wind auf den Gipfeln
Auf Gran Canaria bleibt der Himmel überwiegend klar. Eine Ausnahme bilden tiefe Wolken im Norden unterhalb von etwa 1.100 Metern. Die Höchsttemperaturen steigen in den mittleren Höhenlagen und im Südosten. In Las Palmas de Gran Canaria wird eine Höchsttemperatur von etwa 23 Grad erwartet.
Besonders relevant ist jedoch der Wind. Die Passatwinde werden an den West- und Südosthängen stark wehen. Gegen Ende des Tages können die Böen auf den Gipfeln 80 km/h überschreiten. Dadurch können höher gelegene Gebiete und exponierte Straßen besonders betroffen sein.
Lanzarote: kräftiger Wind im Landesinneren und an den Südhängen
Auf Lanzarote wird es im Norden und Westen in den frühen Morgenstunden sowie gegen Abend zeitweise bewölkt sein. In den übrigen Gebieten überwiegt klareres Wetter. Die Höchsttemperaturen steigen im Süden und Osten leicht an. In Arrecife werden rund 27 Grad erwartet.
Das wichtigste Wetterthema auf der Insel bleibt der Wind. Im Landesinneren und an den Südhängen wird er kräftig wehen, mit der Möglichkeit intensiver Böen. In offenen Gebieten und auf exponierten Straßen ist daher besondere Vorsicht geboten.
Fuerteventura: viel Sonne, aber starker Wind in Jandía

Auf Fuerteventura wird der Himmel überwiegend sonnig sein. Im Norden können gegen Ende des Nachmittags tiefe Wolken aufziehen. In Puerto del Rosario werden Höchstwerte von etwa 27 Grad erwartet.
Der Wind wird im Landesinneren und auf der Halbinsel Jandía stark wehen. Diese Zone gehört zu den Bereichen, die besonders stark dem Passatwind ausgesetzt sind. Aktivitäten im Freien können dort durch böige Bedingungen erschwert werden.
La Palma: sehr starke Böen im Nordwesten, Südosten und in El Paso
Auf La Palma wird überwiegend klarer Himmel erwartet, mit einigen Wolken im Norden und Osten. Die Temperaturen steigen in mittleren Höhenlagen mäßig an. In Santa Cruz de La Palma werden etwa 25 Grad erwartet.
Sehr starke Passatwinde werden am Vormittag im äußersten Nordwesten, im Südosten, in den Berggebieten und in der Gemeinde El Paso prognostiziert. Besonders in exponierten Lagen und auf höher gelegenen Straßen kann es dort zu schwierigen Bedingungen kommen.
La Gomera: Wind in den Bergen und an exponierten Hängen
Auf La Gomera bleibt der Himmel überwiegend klar, mit zeitweisen Wolken im Norden. Die Höchsttemperaturen steigen im Süden leicht an. In San Sebastián de La Gomera werden rund 26 Grad erwartet.
Starke Winde konzentrieren sich auf den Osten, den Nordwesten und die Berggebiete. Am Nachmittag werden dort sehr starke Böen erwartet, insbesondere an exponierten Stellen.
El Hierro: kühler, aber windig in höheren Lagen

Auf El Hierro bleibt es überwiegend klar, abgesehen von tiefer Bewölkung im Norden. In Valverde werden kühlere Temperaturen zwischen 14 und 19 Grad erwartet.
Das größte Wetterrisiko ist auch hier der Wind. Sehr starke Böen können höhere Gipfelbereiche sowie einen sehr lokal begrenzten Bereich in der Gemeinde El Pinar betreffen.
Auch auf See ist Vorsicht geboten
Nicht nur an Land, sondern auch auf See ist besondere Aufmerksamkeit erforderlich. Aemet erwartet Nord- oder Nordostwinde der Stärke 5 bis 6. Dadurch entsteht in vielen Gewässern zwischen den Inseln mäßiger bis starker Seegang. Zusätzlich bringt ein Nordseegang Wellen von 1 bis 2 Metern Höhe.
In ungeschützten Badebereichen im Norden und Nordosten kann das Schwimmen daher riskant sein, besonders dort, wo Wind und Wellengang zusammenwirken.
Insgesamt wird das Wetter auf den Kanarischen Inseln an diesem Samstag von überwiegend klarem Himmel, tiefer Bewölkung im Norden, leicht steigenden Temperaturen im Landesinneren und einer deutlichen Verstärkung der Passatwinde geprägt. Besonders betroffen von den starken Böen sind Gipfel, exponierte Hänge, Teile von Lanzarote, der Süden Fuerteventuras und mehrere Berggebiete des Archipels.






