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Aemet hält Hitzewarnungen auf den Kanarischen Inseln aufrecht: Temperaturen bis 37 Grad, Kalima und tropische Nächte

Kalima, tropische Nächte und Temperaturen bis 37 Grad sorgen auf den Kanarischen Inseln weiter für hohe Hitzebelastung.

Die Kanarischen Inseln bleiben weiterhin unter dem Einfluss einer intensiven Hitzewelle, die für Ende Mai ungewöhnlich hohe Temperaturen mit sich bringt. Die staatliche Wetterbehörde Aemet hat ihre Prognose aktualisiert und hält die gelben Warnungen in der östlichen Provinz aufrecht. In mehreren Gebieten werden weiterhin Werte von mehr als 34 Grad erwartet, lokal können die Thermometer sogar 37 Grad erreichen.


Die aktuelle Wetterlage wird durch eine warme subtropische Luftmasse verursacht, die über den Archipel gezogen ist und in vielen Teilen der Inseln für einen deutlichen Temperaturanstieg sorgt. Besonders betroffen sind die östlichen Inseln, mittlere Höhenlagen sowie die nach Süden und Westen ausgerichteten Hänge.

Neben der Hitze prägen auch leichte Kalima, mittlere und hohe Bewölkung sowie ungewöhnlich warme Nächte das Wetterbild. Dadurch wird die Hitzewelle nicht nur tagsüber spürbar, sondern auch in den Nachtstunden belastend.

Gelbe Warnungen für Lanzarote, Fuerteventura und Gran Canaria

Die stärkste Hitze konzentriert sich weiterhin auf Lanzarote, Fuerteventura und Gran Canaria. Für Lanzarote und Fuerteventura gelten gelbe Warnungen auf den gesamten Inseln. Auf Gran Canaria betreffen die Warnungen die Gipfelregionen sowie die östlichen, südlichen und westlichen Teile der Insel.

Die höchsten Temperaturen werden vor allem während der zentralen Tagesstunden erwartet, also vom späten Vormittag bis in den frühen Abend. In dieser Zeit ist die thermische Belastung am größten, besonders in Gebieten abseits der Küsten und in Regionen, in denen sich heiße Luft stauen kann.

Lokal bis zu 37 Grad möglich

Aemet hält Hitzewarnungen auf den Kanarischen Inseln aufrecht: Temperaturen bis 37 Grad, Kalima und tropische Nächte

Die extremsten Werte werden im Landesinneren von Gran Canaria und Fuerteventura erwartet. Dort können die Temperaturen örtlich bis auf 37 Grad steigen. In weiten Teilen der östlichen Provinz werden Werte von 34 Grad oder mehr prognostiziert.

Auf Lanzarote und Fuerteventura wird die Hitze besonders in südlichen Gebieten und im Landesinneren spürbar sein. Küstenbereiche können durch den Einfluss des Meeres etwas abgemildert werden, doch auch dort bleibt das Wetter sehr warm.

Auf Gran Canaria werden in mittleren Höhenlagen sowie auf den südlichen und westlichen Gipfeln Werte von etwa 34 Grad erwartet. In den nördlichen mittleren Höhenlagen können die Temperaturen etwas niedriger bleiben, an einzelnen Orten jedoch ebenfalls nahe an diese Marke heranreichen.

Auch Teneriffa und La Gomera spüren die Hitzewelle

Obwohl die stärksten Warnungen auf die östliche Provinz beschränkt sind, bleibt auch die westliche Provinz nicht von der Hitzewelle verschont. Auf Teneriffa und La Gomera können die Temperaturen an den Südhängen deutlich ansteigen, vor allem in sonnigen und windgeschützten Gebieten.

Auf Teneriffa könnten die Höchstwerte in mittleren Höhenlagen die Marke von 30 Grad überschreiten. Im Nordosten sowie an den Süd- und Westhängen sind lokal Werte um 34 Grad möglich. In Santa Cruz de Tenerife werden Temperaturen im Bereich der niedrigen 30 Grad erwartet.

Auf La Gomera steigen sowohl die Tages- als auch die Nachttemperaturen. An den Südhängen der Insel können ebenfalls Werte von bis zu 34 Grad erreicht werden.

Auf La Palma und El Hierro fällt der Temperaturanstieg weniger extrem aus, bleibt aber deutlich spürbar. In westlichen, südlichen und östlichen Gebieten können die Temperaturen lokal 30 Grad erreichen oder überschreiten.

Tropische Nächte erschweren die Erholung

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Ein besonders belastender Faktor dieser Hitzewelle sind die hohen Nachttemperaturen. In mehreren Gemeinden auf den sieben Inseln könnten sogenannte tropische Nächte auftreten. Dabei fallen die Mindesttemperaturen nicht unter 20 Grad.

Noch unangenehmer wird die Lage in einigen Bereichen von Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote. Dort könnten die nächtlichen Temperaturen sogar über 25 Grad bleiben. Solche Nächte werden oft als schwül-heiß empfunden und erschweren die körperliche Erholung.

Für ältere Menschen, Kleinkinder sowie Personen mit Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen können diese Bedingungen besonders belastend sein. Die fehlende nächtliche Abkühlung erhöht das Risiko gesundheitlicher Probleme, vor allem wenn die Hitze über mehrere Tage anhält.

Kalima verschlechtert Sicht und Luftqualität

Zur Hitze kommt leichte Kalima hinzu. Der feine Staub in der Luft kann die Sichtverhältnisse beeinträchtigen und die Luftqualität verschlechtern. Besonders spürbar wird die Kalima in den Gebieten, die direkt unter dem Einfluss der warmen Luftmasse stehen.

Über dem Archipel treten außerdem zeitweise mittlere und hohe Wolkenfelder auf. An den Nordküsten kann es in den frühen und späten Tagesstunden zu niedriger Bewölkung kommen. Diese Wolken werden jedoch nicht ausreichen, um den Temperaturanstieg in den besonders betroffenen Gebieten deutlich zu bremsen.

Aemet weist zudem auf die Möglichkeit vereinzelter Gewitter hin. Diese könnten mit dem Eintreffen einer kleinen atmosphärischen Tiefdruckrinne tropischen Ursprungs zusammenhängen. Dennoch bleiben Hitze, Dunst und warme Luft die dominierenden Wettermerkmale.

Mäßiger Nordwind und starke Böen in exponierten Lagen

Aemet hält Hitzewarnungen auf den Kanarischen Inseln aufrecht: Temperaturen bis 37 Grad, Kalima und tropische Nächte

Der Wind weht im Allgemeinen mäßig aus nördlicher Richtung. In einigen exponierten Bereichen können jedoch zeitweise starke Böen auftreten, vor allem an den östlichen und westlichen Hängen der bergigeren Inseln.

In mittleren und höheren Lagen wird der Wind tendenziell auf West drehen. Dadurch können sich die Bedingungen lokal verändern, insbesondere in Gebieten, in denen Gelände und Windrichtung die Hitze zusätzlich beeinflussen.

Auf See werden Nordostwinde der Stärke 2 bis 3 erwartet. An den Südost- und Nordwestküsten können sie auf Stärke 3 bis 4 zunehmen. Dadurch ist mit unruhiger oder lokal rauer See zu rechnen. Hinzu kommt ein nördlicher Seegang mit Wellen zwischen einem und zwei Metern.

Ab Donnerstag soll die Hitze nachlassen

Nach aktuellen Wettermodellen dürfte sich die subtropische Warmluftzufuhr ab Donnerstag allmählich zurückziehen. Danach soll eine mildere Luftmasse über die Kanarischen Inseln ziehen und die Temperaturen Schritt für Schritt wieder näher an die für die Jahreszeit üblichen Werte bringen.

Bis dahin empfehlen die Behörden Einwohnern und Besuchern, während der heißesten Stunden des Tages besondere Vorsicht walten zu lassen. Dazu gehören regelmäßiges Trinken, das Vermeiden längerer direkter Sonneneinstrahlung, die Reduzierung intensiver körperlicher Aktivitäten im Freien und besondere Aufmerksamkeit für gefährdete Personen.

Die aktuelle Hitzewelle zeigt, wie deutlich sich die Wetterlage auf den Kanarischen Inseln verändert hat. Temperaturen weit über den Normalwerten für Ende Mai, Kalima über dem Archipel, tropische Nächte und gelbe Warnungen machen die kommenden Stunden besonders belastend für viele Teile der Inseln.


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