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AEMET warnt vor „ungewöhnlicher“ Wetterlage: Hitze, Kalima und Wind prägen den Samstag auf den Kanaren

Vor allem im Inselinneren und in höheren Lagen treffen Hitze, Saharastaub und böiger Wind zusammen und sorgen für deutlich belastendere Bedingungen.

Die Kanarischen Inseln stehen vor einer für die Jahreszeit außergewöhnlichen Wetterentwicklung, die den gesamten Archipel erfasst. Meteorologen warnen vor einer Kombination aus intensiver Hitze, Saharastaub und teils kräftigem Wind, die im Zusammenspiel für belastende und teils schwierige Bedingungen sorgen dürfte. Die AEMET stuft die Lage ausdrücklich als „ungewöhnlich“ ein und hebt hervor, dass mehrere Faktoren gleichzeitig auftreten, die typischerweise eher in den Sommermonaten zu beobachten sind.


Deutlicher Temperaturanstieg weit über dem April-Niveau

Nach aktuellen Prognosen ist mit einem markanten Anstieg der Temperaturen zu rechnen, der deutlich über den üblichen Werten für den Frühling liegt. In vielen Regionen, insbesondere im Landesinneren sowie in mittleren Höhenlagen, werden Höchstwerte von über 30 °C erwartet. Lokal sind sogar Spitzenwerte von bis zu 34 °C möglich, was für April als außergewöhnlich gilt.

In den beiden Provinzhauptstädten bleiben die Temperaturen etwas moderater, bewegen sich jedoch ebenfalls auf einem erhöhten Niveau. In Santa Cruz de Tenerife werden rund 29 °C erwartet, während Las Palmas de Gran Canaria etwa 27 °C erreichen dürfte. Die stärkste Hitze konzentriert sich jedoch auf die westlichen Inselbereiche sowie auf windgeschützte Zonen im Inselinneren, wo sich die warme Luft besonders stauen kann.

AEMET warnt vor ungewöhnlicher Wetterlage: Hitze, Kalima und Wind prägen den Samstag auf den Kanaren

Meteorologen sprechen in diesem Zusammenhang von einem „bemerkenswerten“ bis „außergewöhnlichen“ Ereignis, das die typischen klimatischen Muster dieser Jahreszeit deutlich überschreitet.

Saharastaub und Wind verstärken die Belastung

Neben den hohen Temperaturen trägt auch die Ausbreitung von Kalima wesentlich zur Verschärfung der Situation bei. Der aus der Sahara stammende Feinstaub wird sich im Tagesverlauf zunehmend über den Inseln ausbreiten, vor allem in mittleren und höheren Lagen. Dies führt nicht nur zu einer Eintrübung des Himmels und eingeschränkter Sicht, sondern wirkt sich auch negativ auf die Luftqualität aus und verstärkt das Hitzeempfinden.

Hinzu kommt eine lebhafte bis kräftige Windtätigkeit. Die Strömung dreht auf östliche bis südliche Richtungen und bringt zeitweise starke Böen mit sich. Besonders in exponierten und höher gelegenen Gebieten, etwa auf Teneriffa und Gran Canaria, sind sogar sehr starke Windböen möglich. Dies kann Risiken für Aktivitäten im Freien sowie für den Verkehr in offenen Lagen mit sich bringen.

Auch auf See werden sich die Bedingungen verschlechtern: Windstärken zwischen 4 und 6 sowie ein entsprechend zunehmender Seegang könnten den Schiffsverkehr beeinträchtigen.

Unterschiedliche Auswirkungen je nach Insel

AEMET warnt vor „ungewöhnlicher“ Wetterlage: Hitze, Kalima und Wind prägen den Samstag auf den Kanaren

  • Lanzarote und Fuerteventura: Hier wird ein deutlicher Temperaturanstieg erwartet, vor allem in westlichen und inneren Regionen. Die 30-Grad-Marke wird vielerorts überschritten, mit möglichen Spitzen bis 34 °C. Die Kalima nimmt im Tagesverlauf zu.
  • Gran Canaria: Besonders betroffen sind die mittleren Höhenlagen sowie die Südwestküste. In westlichen Gebieten sind Höchstwerte von bis zu 34 °C möglich. Zudem besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit für aufziehende Bewölkung mit vereinzelten Schauern oder Gewittern.
  • Teneriffa: Auf der Insel steigen die Temperaturen vor allem an den Nord- und Südwesthängen deutlich an. Die westlichen Mittelgebirgsregionen zählen zu den heißesten Zonen. Zusätzlich sind starke Südwinde in den Gipfellagen zu erwarten.
  • La Palma, La Gomera und El Hierro: Auch wenn die Auswirkungen hier etwas abgeschwächt sind, steigen die Temperaturen in mittleren Höhenlagen auf etwa 30 °C. In höheren Lagen tritt am Nachmittag ebenfalls Kalima auf.

Behörden rufen zur Vorsicht auf

Angesichts dieser außergewöhnlichen Wetterlage empfehlen die Behörden, entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Dazu gehören eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, das Meiden körperlicher Anstrengung während der heißesten Tagesstunden sowie besondere Aufmerksamkeit gegenüber gefährdeten Personengruppen wie älteren Menschen, Kindern und Personen mit Vorerkrankungen.

Für Menschen mit Atemwegserkrankungen wird zudem geraten, während Phasen intensiver Kalima Fenster und Türen geschlossen zu halten, um die Belastung durch Feinstaub zu reduzieren.

Markanter Wetterumschwung nach milden Tagen

Die aktuelle Entwicklung stellt einen abrupten Wechsel gegenüber den zuvor überwiegend milden Bedingungen dar. Der Samstag wird von starken Kontrasten geprägt sein: Während die Sonne scheint, sorgen gleichzeitig Saharastaub, Hitze und Wind für eine insgesamt ungewöhnlich raue und belastende Wetterlage.

Die Experten der AEMET beobachten die Situation weiterhin genau, insbesondere im Hinblick auf mögliche Veränderungen bei der Windintensität in höheren Lagen sowie auf weitere Temperaturschwankungen im Tagesverlauf.


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