Eine warme Luftmasse aus der Sahara, die mit feinen Staubpartikeln beladen ist, wird in den kommenden Tagen für einen deutlichen Wetterwechsel auf den Kanarischen Inseln sorgen. Diese Entwicklung führt nicht nur zu einem spürbaren Temperaturanstieg, sondern dürfte auch die Sichtverhältnisse in Teilen des Archipels beeinträchtigen und die Luftqualität vorübergehend verschlechtern.
Nach Angaben der Agencia Estatal de Meteorología (Aemet) steht den Inseln ein rascher Übergang von milden und stabilen Frühlingsbedingungen hin zu deutlich wärmerem, von Dunst geprägtem Wetter bevor. Der Höhepunkt dieser Entwicklung wird für das Wochenende erwartet, wenn die Temperaturen in einigen Regionen auf bis zu 34 °C steigen könnten.
Ruhiger Wochenbeginn mit stabilen Bedingungen
Zur Wochenmitte präsentiert sich das Wetter zunächst noch vergleichsweise ruhig. Für Mittwoch, den 15. April 2026, sind keine nennenswerten Wettergefahren angekündigt. Während im Norden der Inseln zeitweise dichtere Bewölkung auftritt, zeigt sich der Himmel in den übrigen Regionen meist heiter bis leicht bewölkt.
Vereinzelt kann es in mittleren Höhenlagen zu leichtem, unergiebigem Regen kommen, der jedoch lokal begrenzt bleibt. Die Temperaturen bewegen sich weiterhin auf einem stabilen Niveau, mit Höchstwerten um 22 °C in Santa Cruz de Tenerife und etwa 21 °C in Las Palmas de Gran Canaria.
Erste Erwärmung ab Donnerstag

Am Donnerstag, dem 16. April, setzt sich dieses insgesamt ruhige Wetter zunächst fort. Über weiten Teilen des Archipels dominieren freundliche Bedingungen mit überwiegend klarem Himmel. Lediglich an den Nordhängen können sich erneut Wolkenfelder bilden, begleitet von gelegentlichem Nieselregen.
Während die nächtlichen Tiefstwerte kaum Veränderungen zeigen, steigen die Tageshöchsttemperaturen leicht an und erreichen in Santa Cruz de Tenerife etwa 23 °C. Dieser moderate Anstieg markiert den Beginn einer Entwicklung, die sich in den folgenden Tagen deutlich verstärken wird.
Freitag: Dunst und steigende Temperaturen
Am Freitag zeichnet sich eine spürbar veränderte Wetterlage ab. Zwar bleibt der Himmel größtenteils klar bis leicht bewölkt, doch zunehmend ziehen auch hohe Wolkenfelder auf.
Entscheidend ist jedoch das Auftreten von Dunst, der durch in der Atmosphäre schwebende Saharastaubpartikel verursacht wird. Dieser wird sich zunächst in höheren Lagen und auf den Gipfeln bemerkbar machen. Gleichzeitig steigen die Temperaturen weiter an, insbesondere im Inselinneren und in höheren Regionen. In Santa Cruz de Tenerife werden bereits Höchstwerte von etwa 24 °C erwartet.
Wochenende bringt Hitze und intensiven Dunst
Am Samstag wird sich der Wetterumschwung voll entfalten. Trotz überwiegend klarer oder nur leicht bewölkter Himmel wird der Dunst deutlich intensiver, insbesondere in den Höhenlagen. Dies kann zu eingeschränkter Sicht und einem insgesamt drückenderen Wärmeempfinden führen.

Die Temperaturen steigen auf allen Inseln deutlich an. In weiten Teilen des Archipels werden Werte über 30 °C erreicht, während in einzelnen Regionen – vor allem im Landesinneren oder in windgeschützten Lagen – sogar Spitzenwerte von bis zu 34 °C möglich sind.
Winddrehung verstärkt die Entwicklung
Begleitend zu diesem Temperaturanstieg wird sich auch die Windrichtung verändern. In höheren Lagen setzen sich zunehmend Südwinde durch, die zeitweise mit kräftigen Böen auftreten können. Diese südliche Strömung begünstigt sowohl den Zustrom warmer Luftmassen als auch die anhaltende Dunstbildung über den Inseln.
Übergang zu sommerlichen Verhältnissen
Insgesamt deutet die Prognose auf einen schnellen Übergang von frühlingshaft mildem Wetter hin zu deutlich sommerlicheren Bedingungen. Die Kombination aus steigenden Temperaturen, saharischem Dunst und veränderten Windverhältnissen unterstreicht die Dynamik des Klimas auf den Kanarischen Inseln, wo sich Wetterlagen innerhalb weniger Tage grundlegend wandeln können.
Einwohner und Besucher werden gebeten, die aktuellen Wetterhinweise aufmerksam zu verfolgen. Insbesondere die erhöhte Wärmebelastung und die durch den Dunst beeinträchtigte Luftqualität könnten Auswirkungen auf Aktivitäten im Freien und das allgemeine Wohlbefinden haben.






