Die unbeständige Wetterlage über dem Atlantik prägt weiterhin den Alltag auf den Kanarischen Inseln und sorgt auch am Freitag, dem 10. April, für erhebliche Einschränkungen. Anhaltender Regen, kräftige Windböen und gefährliche Bedingungen auf See führen dazu, dass in weiten Teilen des Archipels weiterhin offizielle Warnstufen gelten. Eine kurzfristige Entspannung ist derzeit nicht in Sicht.
Nach Angaben der spanischen Wetterbehörde Aemet wurde für große Teile der Provinz Santa Cruz de Tenerife eine gelbe Warnung herausgegeben. Grund dafür sind vorhergesagte Windböen von bis zu 70 Kilometern pro Stunde. Begleitet wird die Wetterlage von dichten Wolkenfeldern und wiederkehrenden Niederschlägen, die vor allem die Nordhänge der höher gelegenen Inseln betreffen.
Starke Winde insbesondere auf den westlichen Inseln
Besonders betroffen von den starken Nordwinden sind die Inseln La Palma, La Gomera und El Hierro. In diesen Regionen konzentrieren sich die Warnungen vor allem auf höhere Lagen sowie mittlere Höhenstufen entlang der Ost- und Westhänge, wo die Windgeschwindigkeiten am stärksten ausfallen dürften. In tiefer gelegenen Gebieten ist hingegen mit einer geringeren Intensität zu rechnen.

Auch auf Tenerife gelten Warnungen für Küstenabschnitte, insbesondere an der Ost-, Süd- und Westküste. Erwartet werden Nordwinde der Stärke 7, was Geschwindigkeiten zwischen 50 und 61 km/h entspricht. Besonders betroffen ist der Seeabschnitt südlich der Meerenge zwischen Teneriffa und La Gomera, wobei die südwestliche Spitze Teneriffas voraussichtlich die stärksten Auswirkungen zu spüren bekommt.
Regen vor allem im Norden der Inseln
Die Niederschläge konzentrieren sich vor allem auf die nördlichen Regionen der höher gelegenen Inseln. Dort ist mit anhaltend bewölktem Himmel und teils länger andauerndem Regen zu rechnen. In anderen Gebieten wechseln sich Wolken und kurze Auflockerungen ab, während vereinzelte Schauer nicht ausgeschlossen sind.
Auf Gran Canaria zeigt sich das Wetter insbesondere im Norden und Westen der Insel von seiner unbeständigen Seite, wo es zeitweise zu anhaltenden Regenfällen kommen kann. Auf den östlichen Inseln Lanzarote und Fuerteventura dominieren überwiegend bewölkte Bedingungen. Hier kann es vor allem in den frühen Morgenstunden zu leichtem Regen kommen, bevor sich im Tagesverlauf eine wechselhafte Bewölkung durchsetzt.
Kaum Temperaturveränderungen, Frost in den Höhenlagen
Die Temperaturen bleiben im gesamten Archipel weitgehend stabil. In Städten wie Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria werden Höchstwerte um die 21 Grad erwartet. Deutlich kälter wird es jedoch in höheren Lagen: Auf dem Mount Teide ist mit Frost zu rechnen, während die Temperaturen auf El Hierro nachts auf etwa 9 Grad sinken können.
Verschärfung der Lage am Samstag erwartet

Auch in den kommenden Tagen bleibt die Wetterlage angespannt. Für Samstag hat Aemet die bestehenden Warnungen nicht nur bestätigt, sondern zusätzlich ausgeweitet. Starke Windböen von bis zu 70 km/h werden dann auch für Gran Canaria – insbesondere in den Bergregionen sowie an den Ost- und Westhängen – sowie für Lanzarote und Fuerteventura erwartet.
Auf Teneriffa dürften sich die Bedingungen vor allem in den Hochlagen und entlang der südlichen Hänge der Metropolregion weiter verschärfen. In den zentralen Bergregionen könnten die Windgeschwindigkeiten in den frühen Morgenstunden des Samstags sogar 90 km/h überschreiten.
Angesichts der weiterhin angespannten Lage rufen die Behörden zur Vorsicht auf – insbesondere in Küstengebieten und exponierten Höhenlagen, wo die Kombination aus starkem Wind und rauer See erhebliche Gefahren mit sich bringen kann.






