Die Frage ist derzeit auf den Kanarischen Inseln allgegenwärtig: Wann wird sich die Kalima endlich auflösen? Von El Hierro bis Lanzarote richtet sich der Blick vieler Menschen auf den Himmel, nachdem eine dichte Staubschicht aus der Sahara zu Beginn der Woche die Luftqualität deutlich verschlechtert hat. Gleichzeitig haben Temperaturen von bis zu 27 °C mitten im März die ungewöhnliche Wetterlage zusätzlich verstärkt.
Eine Wetterumstellung zeichnet sich ab
Aktuell befindet sich das Archipel in einer Übergangsphase. Die warme und trockene Saharaluft, die vor allem die südlichen und östlichen Küstenbereiche stark beeinflusst hat, wird nach und nach von westlichen und nördlichen Luftströmungen verdrängt. Diese wirken wie ein natürlicher Reinigungsprozess der Atmosphäre, indem sie die Staubpartikel in Richtung Atlantik abtransportieren.
Der Wendepunkt: Wann sich die Luft spürbar verbessert
Nach den neuesten Prognosen wird sich die Kalima nicht plötzlich auflösen, sondern allmählich abschwächen. Erste Anzeichen einer Verbesserung werden bereits in den späten Stunden des Dienstags erwartet, wenn sich die Windverhältnisse ändern und kräftigere Böen einsetzen.
Der deutlichste Umschwung dürfte jedoch am Mittwoch eintreten, insbesondere in der westlichen Provinz, wo sich die Sichtverhältnisse merklich verbessern und die Staubkonzentration spürbar zurückgehen wird.

Dennoch weist die AEMET darauf hin, dass sich der Dunst am Dienstag weiterhin in mittleren Höhenlagen sowie in den Gebirgsregionen halten kann. Erst mit einer Veränderung der Windrichtungen in den mittleren Atmosphärenschichten wird die Staubmasse effektiv hinaus aufs Meer gedrängt. Zudem gilt: Der Höhepunkt der Temperaturen ist bereits erreicht – ein typisches Indiz dafür, dass die Kalima ihrem Ende entgegengeht.
Warum sich die Luft klärt
Der entscheidende Faktor für das Abklingen der Kalima ist die Drehung der Winde. Während in den frühen Morgenstunden noch östliche Strömungen vorherrschen und den Staub insbesondere an den Nordhängen der Inseln festhalten, setzt im weiteren Verlauf eine zunehmende atmosphärische Instabilität ein.
Infolgedessen dreht der Wind, sodass kühlere und sauberere Atlantikluft sowohl von Norden als auch von Süden in den Archipel einströmen kann. Diese frische Luft verdrängt nach und nach die staubbeladene Luft und sorgt für klarere Sichtverhältnisse sowie eine deutliche Verbesserung der Luftqualität.
Unterschiede zwischen den Inseln

Auf den östlichen Inseln wie Fuerteventura und Lanzarote, die näher am afrikanischen Kontinent liegen, wird sich dieser Prozess etwas verzögern. Dort kann sich der Dunst in höheren Luftschichten noch bis in den Mittwochnachmittag hinein halten, bevor sich der Himmel wieder vollständig aufklart.
Was folgt nach der Kalima
Mit dem Rückzug des Saharastaubs kehrt jedoch kein kühles Wetter zurück. Die Temperaturen bleiben weiterhin mild und angenehm, auch wenn die außergewöhnlich hohen Werte zu Beginn der Woche nicht mehr erreicht werden.
Der Wind, der zuvor in exponierten Regionen – insbesondere im Südosten und Nordwesten – sehr starke Böen verursacht hat, wird im Zuge der Stabilisierung deutlich nachlassen.
Für die Bevölkerung bedeutet dies eine spürbare Entlastung im Alltag: Aktivitäten im Freien können wieder uneingeschränkt aufgenommen werden, und das Lüften von Wohnungen ist wieder möglich, ohne dass sich feiner Staub in den Innenräumen absetzt.






