kanarische inseln

Teneriffa erhöht Alarmstufe auf 2 und fordert Einsatz der Militärischen Notfalleinheit (UME) wegen Sturm Therese an

Die Kombination aus extremen Regenmengen, überlasteter Infrastruktur und instabilen Böden zwingt die Behörden zu umfassenden Schutzmaßnahmen.

Teneriffa befindet sich in einem Zustand höchster Alarmbereitschaft, nachdem sich die Auswirkungen des Sturms Therese deutlich verschärft haben. Die Inselbehörden haben die Notfallstufe auf Level 2 angehoben und offiziell die Unterstützung der spanischen Militärischen Notfalleinheit (UME) angefordert. Hintergrund sind massive Niederschläge, die in mehreren Regionen bereits zu Überschwemmungen, Hangrutschungen und erheblichen Beeinträchtigungen der Infrastruktur geführt haben.


Anhebung der Notfallstufe nach roter Wetterwarnung

Am Dienstag um 20:39 Uhr erklärte die Leitung des Insel-Notfallplans (PEIN) den Notstand für das gesamte Inselgebiet. Ausschlaggebend war die von der staatlichen Wetterbehörde AEMET ausgegebene rote Warnstufe – die höchste Gefahrenkategorie – mit Prognosen von bis zu 60 Millimetern Niederschlag innerhalb einer Stunde, örtlich möglicherweise sogar darüber hinaus.

Angesichts dieser außergewöhnlichen Gefahrenlage aktivierte der Inselrat die maximalen Zivilschutzprotokolle im Rahmen des Sonder-Notfallplans für widrige Wetterbedingungen (PEFMA) sowie des regionalen Zivilschutzsystems (PEINCA). Damit wurde von einer Phase der Beobachtung und Vorsorge offiziell in ein umfassendes Krisenmanagement übergegangen.

Regionale Koordination und militärische Unterstützung

Teneriffa erhöht Alarmstufe auf 2 und fordert Einsatz der Militärischen Notfalleinheit (UME) wegen Sturm Therese an

Da die Lage die operativen Möglichkeiten auf Inselebene zu übersteigen droht, ersuchte die Notfallleitung Teneriffas die Generaldirektion für Notfälle der Kanarischen Regierung, die Koordination auf regionaler Ebene zu übernehmen. Ziel ist es, zusätzliche Ressourcen aus dem gesamten Archipel effizient zu bündeln und logistisch zu verteilen.

Zentraler Bestandteil der Maßnahmen ist der formelle Antrag auf Entsendung der UME, die auf die Bewältigung großflächiger Katastrophenszenarien spezialisiert ist. Ihre Aufgaben sollen insbesondere die Verstärkung von Rettungs- und Evakuierungsmaßnahmen sowie die Unterstützung bei der Stabilisierung besonders betroffener Gebiete umfassen.

Besonders kritisch ist die Situation:

  • im Ballungsraum, wo die Entwässerungssysteme an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen,
  • im Norden der Insel, wo gesättigte Böden und starker Oberflächenabfluss das Risiko von Erdrutschen und Sturzfluten erheblich erhöhen.

Die Behörden betonen, dass die Kombination aus Starkregen, Bodeninstabilität und überlasteter Infrastruktur eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung darstellt und daher den Einsatz nationaler Notfallkräfte rechtfertigt.

Sofortige Rechtswirkung und umfassende Mobilisierung

Teneriffa erhöht Alarmstufe auf 2 und fordert Einsatz der Militärischen Notfalleinheit (UME) wegen Sturm Therese an

Die vom Direktor des PEIN unterzeichnete Resolution trat mit sofortiger Wirkung in Kraft. Sie erlaubt die Mobilisierung sämtlicher verfügbarer personeller und materieller Mittel auf Insel-, Regional- und Staatsebene.

Vertreter der Behörden bezeichnen Sturm Therese als eines der intensivsten Wetterereignisse der vergangenen zehn Jahre, sowohl aufgrund der Niederschlagsmengen als auch wegen der raschen Verschärfung der Lage.

Appell an die Bevölkerung

Die Bevölkerung wird weiterhin dringend aufgefordert, ihre Wohnungen nicht zu verlassen und unnötige Fahrten zu vermeiden, insbesondere in gefährdeten Gebieten. Über das ES-Alert-System wurden bereits Warnmeldungen direkt an Mobiltelefone versandt, um die Anweisungen zum Schutz der Bevölkerung zu verstärken und Echtzeitinformationen bereitzustellen.

Während die Niederschläge anhalten, bleiben die Rettungsdienste in höchster Einsatzbereitschaft. Parallel laufen koordinierte Maßnahmen, um gefährdete Bereiche zu sichern, weitere Schäden zu verhindern und die Sicherheit der Einwohner zu gewährleisten.


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