Der neunzehnte benannte Sturm der Saison steht kurz vor seiner Ankunft und dürfte auf den Kanarischen Inseln mehrere Tage lang für unbeständiges Wetter sorgen – mit kräftigen Regenschauern, teils stürmischen Böen, rauer See und einem spürbaren Temperaturrückgang.
Nach Angaben der staatlichen Wetterbehörde Aemet wird der Archipel ab Mittwoch zunehmend unter den Einfluss von Sturm „Therese“ geraten. Die Meteorologen erwarten, dass die Kanarischen Inseln in den kommenden Tagen die am stärksten betroffene Region Spaniens sein werden. Prognostiziert werden lokal intensive Niederschläge, Gewitter, starke Winde sowie deutlich verschlechterte Seebedingungen.
Mehrtägige Phase unbeständigen Wetters
Aemet zufolge wird das Sturmsystem eine anhaltende instabile Wetterlage bis zum Wochenende auslösen. Bereits ab Mitte der Woche ist in vielen Teilen des Archipels mit Regen zu rechnen. Während sich die Lage am Freitag vorübergehend etwas abschwächen könnte, bleiben Schauer und kräftige Winde bis mindestens Sonntag bestehen.
Rekordreiche Sturmsaison

Mit „Therese“ erreicht eine außergewöhnlich aktive Sturmsaison ihren Höhepunkt. Insgesamt wurden in diesem Herbst-Winter-Zeitraum 19 benannte Stürme registriert – ein neuer Höchstwert seit Einführung des aktuellen Benennungssystems in der Saison 2017–2018. Der bisherige Rekord lag bei 17 Stürmen im Vorjahr.
Meteorologische Quellen weisen darauf hin, dass im Falle einer vollständigen Ausschöpfung der Namensliste eine zusätzliche Liste genutzt werden könnte, auf die sich die beteiligten südwesteuropäischen Länder, darunter Spanien, verständigt haben.
Kräftige Niederschläge und Gewitter
Ab Mittwoch wird auf den Inseln mit verbreiteten Niederschlägen gerechnet, die lokal intensiv und anhaltend ausfallen können – insbesondere an den Süd- und Westhängen.
Im Verlauf des Donnerstags könnten sich die Regenfälle weiter verstärken und in schauerartige, teils gewittrige Niederschläge übergehen, die stellenweise sehr ergiebig ausfallen können. In begünstigten Lagen sind entsprechend hohe Niederschlagsmengen möglich.
Auch wenn für Freitag eine gewisse Abschwächung erwartet wird, dürfte der Regen weiterhin in Intervallen auftreten, sodass die insgesamt unbeständige Wetterlage bestehen bleibt.
Sinkende Schneefallgrenze

Ein markantes Merkmal dieses Wetterumschwungs ist die deutlich sinkende Schneefallgrenze. Nach aktuellen Modellen könnte es ab Donnerstagabend zu Schneefällen kommen, wobei die Schneefallgrenze auf etwa 1.600 bis 1.800 Meter absinken dürfte und teilweise sogar unter 2.000 Meter bleiben kann.
Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit für Neuschnee in höheren Lagen, insbesondere rund um den Teide sowie in anderen Hochlagen der Inseln.
Starker Wind und gefährliche Seebedingungen
Begleitet wird der Sturm von West- bis Südwestwinden, die von mäßig bis stark ausfallen und in exponierten Bereichen heftige Böen erreichen können. Diese Winde sollen ab Mittwoch deutlich zunehmen und über mehrere Tage hinweg anhalten.
Auch auf See ist mit einer deutlichen Verschlechterung der Bedingungen zu rechnen. Das nördlich des Archipels positionierte Sturmsystem wird raue See und hohen Wellengang verursachen, wodurch die Lage für die Schifffahrt zunehmend schwierig wird.
Erste Wetterwarnungen aktiv

Die Aemet hat bereits gelbe Warnstufen für Wind und Küstenphänomene ausgerufen, die ab Mittwochmorgen für Teneriffa, La Palma, El Hierro und Gran Canaria gelten. Die Entwicklung der Lage wird weiterhin genau beobachtet, und je nach Intensität des Sturms sind zusätzliche Warnungen nicht ausgeschlossen.
Deutlicher Wetterumschwung
Die bevorstehende Verschlechterung stellt einen deutlichen Kontrast zu den stabilen Bedingungen zu Wochenbeginn dar. Zuletzt wurden auf den Inseln Temperaturen von bis zu 24 °C in Vallehermoso (La Gomera) gemessen, begleitet von überwiegend ruhigem Wetter und nur mäßigem Wind. Mit dem Eintreffen von „Therese“ wird diese stabile Phase jedoch von kühleren, windigeren und deutlich unbeständigeren Verhältnissen abgelöst.
Unruhiger Abschluss der Wintersaison
Insgesamt deutet alles darauf hin, dass der Sturm das Wettergeschehen auf den Kanarischen Inseln bis zum Wochenende dominieren wird. Die Kombination aus Regen, Wind, rauer See und Schneefall in höheren Lagen sorgt für einen turbulenten Ausklang der Wintersaison.
Auch wenn die Intensität im Verlauf schwanken kann, rechnen Meteorologen mit einer anhaltenden Phase wechselhafter Bedingungen, die den Alltag auf den Inseln in den kommenden Tagen deutlich beeinflussen dürfte.






