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Schlechte Nachrichten für den Geldbeutel: In diesen Branchen steigen die Preise auf den Kanarischen Inseln am stärksten

Aktuelle Zahlen verdeutlichen, wo die Lebenshaltungskosten auf den Inseln am deutlichsten steigen.

Die Haushalte auf den Kanarischen Inseln haben im Kampf gegen die steigenden Lebenshaltungskosten zwar eine kleine Atempause erhalten, doch der Druck auf die Familienbudgets bleibt in mehreren wichtigen Bereichen deutlich spürbar. Nach den neuesten Daten des Nationalen Statistikinstituts (INE) stieg der Verbraucherpreisindex (VPI) im Februar auf den Inseln im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent.


Diese Entwicklung bedeutet eine leichte Abschwächung der Inflation im Vergleich zum Januar, als die jährliche Teuerungsrate noch um zwei Zehntelprozentpunkte höher lag. Tatsächlich markieren die Februarzahlen die niedrigste Inflationsrate auf den Kanarischen Inseln seit Juni des vergangenen Jahres, was darauf hindeutet, dass sich das Tempo der Preissteigerungen insgesamt etwas verlangsamt.

Die Entlastung bleibt jedoch begrenzt. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Lebenshaltungskosten weiterhin leicht an: Die Preise erhöhten sich im Februar um 0,3 Prozent gegenüber Januar. Das bedeutet, dass sich die Inflation im Jahresvergleich zwar abschwächt, die täglichen Ausgaben vieler Inselbewohner jedoch weiterhin langsam steigen.

Gastronomie bleibt der stärkste Preistreiber

Ein genauerer Blick auf die einzelnen Ausgabenkategorien zeigt, dass sich die Preisentwicklung auf den Inseln sehr unterschiedlich gestaltet. Während einige Bereiche relativ stabil bleiben, steigen die Kosten in anderen Sektoren deutlich schneller.

Besonders stark betroffen ist weiterhin das Gastgewerbe, zu dem Restaurants, Cafés und Beherbergungsbetriebe gehören. In diesem Bereich lagen die Preise 6,1 Prozent höher als im Februar des vergangenen Jahres. Damit bleibt die Gastronomie der wichtigste Treiber der Inflation auf den Kanarischen Inseln.

Schlechte Nachrichten für den Geldbeutel: In diesen Branchen steigen die Preise auf den Kanarischen Inseln am stärksten

Im Vergleich zum Vormonat hat sich der Preisanstieg sogar noch leicht verstärkt und liegt um drei Zehntelprozentpunkte über dem vorherigen Wert. Für Bewohner und Besucher des Archipels bedeutet dies, dass Restaurantbesuche oder Übernachtungen innerhalb eines Jahres spürbar teurer geworden sind.

Weitere Bereiche treiben die Kosten nach oben

Neben der Gastronomie verzeichnen auch mehrere andere Sektoren deutliche Preissteigerungen. Besonders auffällig ist der Bereich alkoholische Getränke und Tabak, in dem die Preise im Jahresvergleich um 3,4 Prozent gestiegen sind.

Auch Versicherungen und Finanzdienstleistungen haben sich merklich verteuert. Hier registrierte das Statistikamt einen Anstieg von 3,2 Prozent, was viele Haushalte zusätzlich belastet, da es sich dabei um grundlegende Dienstleistungen handelt.

Ebenfalls spürbar gestiegen sind die Kosten im Gesundheitswesen, die im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3 Prozent zugenommen haben.

Kleine Entlastung bei Kleidung und Technik

Während zahlreiche Bereiche teurer werden, gibt es auch einige wenige Kategorien, in denen Verbraucher etwas aufatmen können.

So verzeichneten sowohl der Bereich Information und Kommunikation als auch Bekleidung und Schuhe leichte Preisrückgänge von jeweils 0,2 Prozent. Diese beiden Kategorien sind derzeit die einzigen, in denen die Preise im betrachteten Zeitraum gesunken sind und damit eine kleine Entlastung für die Haushalte darstellen.

Kanarische Inseln mit vergleichsweise moderater Inflation

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Trotz der Preissteigerungen in mehreren Bereichen gehören die Kanarischen Inseln weiterhin zu den Regionen mit der niedrigsten Inflationsrate in Spanien. Der landesweite Durchschnitt lag im Februar bei 2,3 Prozent, während im Archipel lediglich 2,1 Prozent registriert wurden.

Damit befinden sich die Kanarischen Inseln gemeinsam mit Regionen wie La Rioja und Katalonien am unteren Ende der Inflationsstatistik.

In anderen Teilen Spaniens fiel der Preisanstieg deutlich stärker aus. Madrid verzeichnete mit 2,9 Prozent die höchste Inflationsrate, gefolgt von der Autonomen Gemeinschaft Valencia mit 2,6 Prozent und Extremadura mit 2,5 Prozent. Diese Unterschiede verdeutlichen, dass sich die Lebenshaltungskosten in den verschiedenen Regionen des Landes unterschiedlich entwickeln.

Gemischtes Bild zu Beginn des Jahres

Insgesamt zeigt sich für die Kanarischen Inseln ein gemischtes Bild. Zwar hat sich das jährliche Preiswachstum etwas abgeschwächt, doch bleibt die Entwicklung der Lebenshaltungskosten weiterhin uneinheitlich. Seit Jahresbeginn weist der Verbraucherpreisindex sogar einen leichten Rückgang von 0,3 Prozent auf. Das deutet darauf hin, dass einige Waren und Dienstleistungen inzwischen günstiger geworden sind.

Gleichzeitig zeigen die Daten jedoch auch, dass wichtige Ausgabenbereiche – insbesondere Gastronomie, Gesundheitswesen und Finanzdienstleistungen – weiterhin zu den größten Belastungsfaktoren für die Haushalte im Archipel zählen.


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