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Eine polare Luftmasse aus Kanada nähert sich Spanien: Welche Folgen hat das für die Kanarischen Inseln?

Während sich das spanische Festland auf einen deutlichen Temperaturrückgang vorbereitet, sind auf den Kanarischen Inseln vor allem Wind, Kalima und vereinzelte leichte Schauer zu erwarten.

In den kommenden Tagen wird eine aus Kanada stammende polare Luftmasse Kurs auf Spanien nehmen und insbesondere auf dem Festland für einen spürbaren Temperaturrückgang sorgen. Nach Angaben des Meteorologen José Antonio Maldonado von Meteored erfolgt der Wetterumschwung im Anschluss an ein Frontensystem, das den Weg für deutlich kältere Luft aus höheren Breitengraden freimacht.


Während auf der Iberischen Halbinsel mit einer markanten Abkühlung zu rechnen ist, stellt sich die Lage auf den Kanarischen Inseln differenzierter dar. Dort wird kein ausgeprägter Kälteeinbruch erwartet. Stattdessen deuten die Prognosen auf eine Kombination aus auffrischenden Passatwinden, Dunst (Kalima) und vereinzelten leichten Niederschlägen in nördlichen Regionen hin.

Ein vergleichsweise ruhiger Donnerstag

Nach mehreren Tagen mit instabilen Wetterverhältnissen – sowohl auf dem Festland als auch auf den Inseln – wird der Donnerstag voraussichtlich der stabilste Tag der Woche sein. Zuvor waren in Teilen des Mittelmeerraums erhebliche Niederschlagsmengen registriert worden: Auf Mallorca fielen am Montag über 45 Liter pro Quadratmeter, in den Maigmó-Bergen (Alicante) am Dienstag sogar mehr als 100 Liter pro Quadratmeter.

Eine polare Luftmasse aus Kanada nähert sich Spanien: Welche Folgen hat das für die Kanarischen Inseln?

Mit dem Abzug dieser Wetterlage richtet sich der Blick der Meteorologen nun auf die herannahende Kaltluft aus dem Atlantik. Auf dem spanischen Festland wird ihr Eintreffen gegen Wochenende eine deutliche Abkühlung einleiten.

Erwartete Wetterentwicklung auf den Kanaren

Auf den Kanarischen Inseln werden die Auswirkungen weniger drastisch ausfallen. Statt eines starken Temperaturrückgangs stehen andere Wetterfaktoren im Vordergrund:

  • Leichte Regenfälle im Norden, insbesondere auf Gran Canaria, Teneriffa und La Palma.
  • Mäßige bis starke Passatwinde, mit kräftigen Böen in exponierten Gebieten.
  • Kalima, vor allem auf den östlichen Inseln.

Lanzarote und Fuerteventura dürften besonders von Dunst betroffen sein, insbesondere in höheren Lagen. Auch die Gipfelregionen sowie die südlich exponierten Hänge der gebirgigen Inseln könnten zeitweise unter eingeschränkter Sicht leiden.

AEMET-Prognose: Wind, Kalima und Küstenphänomene

Eine polare Luftmasse aus Kanada nähert sich Spanien: Welche Folgen hat das für die Kanarischen Inseln?

Die staatliche Wetterbehörde AEMET erwartet für Freitag, den 13. März, vor allem eine Zunahme der Windintensität. Gelegentlich sehr starke Böen können an Süd- und Westhängen sowie in exponierten Küstenabschnitten auftreten. Dadurch sind lokale Küstenphänomene möglich, weshalb die Situation aufmerksam beobachtet wird.

Im Norden und Nordosten der höher gelegenen Inseln bleibt der Himmel überwiegend bewölkt, mit größeren Auflockerungen zur Mittagszeit. In den übrigen Regionen überwiegen hingegen heitere oder leicht bewölkte Abschnitte.

Unterschiedliche Dynamik zwischen Festland und Archipel

Zusammenfassend wird die polare Luftmasse auf dem spanischen Festland eine deutlich kühlere Witterung bringen. Auf den Kanarischen Inseln hingegen sind die Effekte indirekter Natur: verstärkte Windaktivität, zeitweise leichter Regen im Norden sowie Kalima in den östlichen Gebieten.

Trotz der veränderten atmosphärischen Zirkulation bleiben die Temperaturen auf den Inseln insgesamt vergleichsweise mild – deutlich moderater als die erwartete Abkühlung auf der Iberischen Halbinsel.


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