Die staatliche Wetterbehörde Aemet hat für diesen Montag eine gelbe Warnstufe für Küstenphänomene auf mehreren Inseln des Archipels ausgerufen. Grund sind eine Kombination aus zunehmenden nordöstlichen Passatwinden und starkem Wellengang, die insbesondere an exponierten Küstenabschnitten zu gefährlichen Bedingungen führen können.
Die Warnung steht im Zusammenhang mit einer instabilen Luftmasse über dem Archipel, welche die maritime Dynamik verstärkt und für unruhige See sorgt.
Betroffene Inseln
Nach Angaben der Aemet gilt die Warnung für:
- Teneriffa
- Gran Canaria
- La Palma
- La Gomera
- El Hierro
Besonders betroffen sind Küstenbereiche, die direkt den Passatwinden ausgesetzt sind. Dort kann die Kombination aus starkem Wind und auflaufender Dünung zu rauer bis sehr rauer See führen.
Erhöhtes Risiko entlang exponierter Küsten

Die kritischsten Bedingungen werden an den Hängen und Küstenabschnitten erwartet, die nach Nordosten, Nordwesten oder Südosten ausgerichtet sind. Hier verstärken starke Böen die Turbulenzen auf dem Meer zusätzlich.
Während sich auf dem spanischen Festland die Aufmerksamkeit auf eine mögliche Entwicklung einer Atlantik-Tiefdruckrinne richtet, liegt das Hauptproblem auf den Kanarischen Inseln klar im Küstenbereich. Wind und Seegang stellen die dominierenden Wetterfaktoren dar.
Die Behörden empfehlen:
- Badeverbote und rote Flaggen strikt zu beachten
- Nicht bei instabilen Bedingungen ins Meer zu gehen
- Abstand von Wellenbrechern, Molen und stark brandungsgefährdeten Bereichen zu halten
Bewölkung, vereinzelter Regen und starke Böen

Abseits der Küstenwarnung beginnt der Montag mit überwiegend bewölktem Himmel im Norden der höher gelegenen Inseln. Dort sind in den Morgenstunden leichte Niederschläge möglich. In anderen Regionen wechseln sich Wolkenfelder und sonnige Abschnitte ab.
Die Passatwinde werden im Tagesverlauf weiter auffrischen. Besonders in Bergregionen sowie an Nordwest- und Südosthängen sind kräftige bis sehr starke Böen möglich. Diese Windintensivierung ist maßgeblich für die Verschlechterung der Seebedingungen verantwortlich.
Temperaturen bleiben vergleichsweise mild

Trotz der maritimen Unruhe bleiben die Temperaturen auf den Inseln weitgehend stabil. Sowohl Höchst- als auch Tiefstwerte verändern sich nur geringfügig. Damit bleibt das Klima deutlich milder als auf dem spanischen Festland, wo ein markanter Temperatursturz mit teils winterlichen Bedingungen erwartet wird.
An den Küsten bleibt es angenehm temperiert, allerdings kann der Wind in höheren Lagen einen spürbaren Windchill-Effekt verursachen.
Die gelbe Warnung bleibt so lange bestehen, wie die atlantischen Drucksysteme die starken Nord- und Nordostwinde über dem Archipel aufrechterhalten. Die Behörden rufen dazu auf, offizielle Mitteilungen aufmerksam zu verfolgen und insbesondere an exponierten Küstenbereichen erhöhte Vorsicht walten zu lassen.






