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Kanarische Inseln kehren zur gelben Warnstufe zurück – Küstenbedingungen verschlechtern sich erneut

Kräftige Nordostwinde und zunehmender Wellengang sorgen insbesondere an exponierten Küstenabschnitten für erhöhte Gefahren.

Zum Wochenbeginn müssen sich die Kanarischen Inseln erneut auf unruhige See und kräftige Passatwinde einstellen. Für Montag, den 9. März, hat die staatliche Wetterbehörde Aemet eine gelbe Warnung vor Küstenphänomenen für mehrere Inseln herausgegeben. Auslöser sind zunehmend starke Nordostwinde sowie eine deutliche Verschlechterung der Seebedingungen.


Die Warnlage ergänzt die bereits seit Freitag bestehende Vorwarnung der Generaldirektion für Notfälle der Kanarischen Regierung im Rahmen des Sonder-Notfallplans für widrige Wetterbedingungen (PEFMA). Die Behörden beobachten die Entwicklung aufmerksam, da sich die maritime Instabilität im Tagesverlauf weiter verstärken dürfte.

Gelbe Warnung wegen starker Winde und rauer See

Nach Angaben der Aemet sind Nordostwinde der Stärke 7 (50–61 km/h) zu erwarten, insbesondere in küstennahen Bereichen, die den Passatwinden direkt ausgesetzt sind. Betroffen sind vor allem südöstliche und nordwestliche Küstenabschnitte.

Zeitliche Staffelung der Warnung

Kanarische Inseln kehren zur gelben Warnstufe zurück – Küstenbedingungen verschlechtern sich erneut

Teneriffa und Gran Canaria

  • Aktivierung: Montag, 14:00 Uhr
  • Dauer: bis einschließlich Dienstag, 10. März
  • Besonders betroffen:
    • Teneriffa: Südostküste
    • Gran Canaria: Westküste

La Palma, La Gomera und El Hierro

  • Aktivierung: Montag, 20:00 Uhr
  • Dauer: bis Dienstagmorgen
  • Besonders betroffen:
    • La Palma: Nordwest- und Südostküste
    • El Hierro: nördliche Küstenbereiche
    • La Gomera: Westen und Norden

Auf offener See werden raue bis sehr raue Bedingungen erwartet. Die Norddünung soll zwischen einem und zwei Metern liegen, in exponierten Bereichen möglicherweise höher ausfallen.

Allgemeine Wetterlage am Montag

Neben der Küstenwarnung wird der Montag insgesamt von dichter Bewölkung geprägt sein. Besonders an den Nordhängen der Inseln ist mit vereinzelten leichten Niederschlägen zu rechnen.

Inselweise Prognose

Kanarische Inseln kehren zur gelben Warnstufe zurück – Küstenbedingungen verschlechtern sich erneut

Teneriffa
Im Norden und Westen überwiegt bewölkter Himmel, mit gelegentlichem leichtem Regen in mittleren Höhenlagen im Nordosten. Die Temperaturen bleiben weitgehend stabil, in den zentralen Bergregionen kann leichter Frost auftreten.

Gran Canaria
Anhaltende Bewölkung im Norden und Osten. In Nordwest- und Südostlagen sind starke Passatwinde mit teils sehr kräftigen Böen am Nachmittag möglich.

Lanzarote und Fuerteventura
Überwiegend bewölkt, mit möglichen leichten und vereinzelten Regenfällen in der Nacht. Die Höchstwerte bewegen sich um 19 Grad.

La Palma, La Gomera und El Hierro
Im Norden ist mit bedecktem Himmel und gelegentlichen Niederschlägen zu rechnen. In Valverde auf El Hierro könnten die Tiefsttemperaturen auf etwa 10 Grad sinken.

Behörden rufen zur Vorsicht auf

Kanarische Inseln kehren zur gelben Warnstufe zurück – Küstenbedingungen verschlechtern sich erneut

Angesichts der erwarteten Wind- und Wellenverhältnisse raten die Behörden zu erhöhter Vorsicht entlang exponierter Küstenabschnitte. Der Aufenthalt auf Wellenbrechern, Molen und an stark brandungsgefährdeten Küsten sollte während der Warnphase vermieden werden. Auch Freizeitkapitäne und Küstennutzer werden gebeten, die offiziellen Wetterberichte aufmerksam zu verfolgen und den Anweisungen der Rettungsdienste Folge zu leisten.

Obwohl es sich nicht um ein extremes Unwetter handelt, können die Bedingungen lokal gefährlich werden – insbesondere dort, wo die Passatwinde ungehindert auf die Küste treffen und der nördliche Wellengang direkt aufläuft.


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