Obwohl sich der Himmel am Donnerstag, dem 5. März 2026, über weiten Teilen des Archipels vergleichsweise ruhig zeigt, bleiben die Auswirkungen des Sturms „Regina“ deutlich spürbar. Vor allem die See präsentiert sich weiterhin unruhig und gefährlich, sodass die Regierung der Kanarischen Inseln den Küstenalarm für das gesamte Archipel aufrechterhält.
Die staatliche Wetterbehörde Aemet hat derzeit keine aktiven Warnungen für starke Niederschläge oder extreme Windereignisse herausgegeben. Dennoch sorgen hohe Wellen und anhaltender Seegang entlang exponierter Küstenabschnitte für eine angespannte Lage.
Überwiegend bewölkt mit vereinzelten Schauern
Nach Angaben der Aemet wird das Wetter auf Lanzarote und Fuerteventura überwiegend von dichter Bewölkung geprägt sein. Leichte, vereinzelte Schauer sind möglich, bleiben jedoch voraussichtlich lokal und schwach ausgeprägt.
Auch im Norden der übrigen Inseln dominieren Wolkenfelder, begleitet von gelegentlichen Regenfällen. Diese werden im Allgemeinen als leicht eingestuft, können jedoch in der Nacht stellenweise mäßige Intensität erreichen.
In den südlichen Landesteilen zeigt sich das Wetter wechselhaft mit Auflockerungen und längeren trockenen Phasen. Die Wahrscheinlichkeit für Niederschläge bleibt dort gering.

Zusätzlich kann in der ersten Tageshälfte leichter Dunst in den östlichen Inseln auftreten. Eine erhebliche Einschränkung der Sichtverhältnisse wird jedoch nicht erwartet.
Temperaturen und Windentwicklung
Die Temperaturen verändern sich nur geringfügig. Die Höchstwerte bleiben weitgehend stabil, während die Tiefstwerte in einigen Binnenregionen leicht ansteigen können. In höheren Lagen Teneriffas ist weiterhin leichter Frost möglich.
Die prognostizierten Temperaturspannen in den Provinzhauptstädten lauten:
- Santa Cruz de Tenerife: 15 °C bis 21 °C
- Las Palmas de Gran Canaria: 16 °C bis 19 °C
Der Wind weht mäßig aus nördlicher bis nordöstlicher Richtung. In Bergregionen können am Nachmittag stärkere Böen auftreten.
Anhaltend raue See trotz fehlender Sturmwarnung
Trotz der vergleichsweise stabilen atmosphärischen Bedingungen bleibt die maritime Situation kritisch. Die Generaldirektion für Notfälle der Kanarischen Inseln hält im Rahmen des Notfallplans PEFMA den Küstenalarm weiterhin aufrecht.
Grund dafür sind kombinierte Wellen aus nördlicher und nordwestlicher Richtung mit Höhen von bis zu fünf bis sechs Metern. Besonders betroffen sind die Küsten von Lanzarote und Fuerteventura.

Nordwestwinde können zeitweise Stärke 7 (50 bis 61 km/h) erreichen und zu rauer bis sehr rauer See führen. Die stärksten Auswirkungen werden an Küstenabschnitten erwartet, die direkt dem Nord- und Westseegang ausgesetzt sind. Östlich orientierte Küstenbereiche dürften vergleichsweise weniger betroffen sein.
Die Wellenperioden liegen zwischen zehn und zwölf Sekunden. In Verbindung mit einem erhöhten Gezeitenkoeffizienten kann dies die Kraft der Wellen beim Auftreffen auf die Küste zusätzlich verstärken.
Behörden rufen zu besonderer Vorsicht auf
Angesichts der anhaltend gefährlichen Seebedingungen rufen die Behörden Einwohner und Besucher zu besonderer Vorsicht auf. Von Aufenthalten in unmittelbarer Nähe von Brandungszonen, Wellenbrechern, Steilküsten und exponierten Uferbereichen wird dringend abgeraten.
Im Notfall soll unverzüglich die Notrufnummer 112 gewählt werden.
Auch wenn sich die Wetterlage nach dem Durchzug von „Regina“ allmählich beruhigt, bleibt die See weiterhin unbeständig. Entlang der Küsten des Archipels ist daher weiterhin erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich.






