Der Sturm „Regina“ sorgt am Dienstag, dem 3. März, weiterhin für erhebliche Wetterturbulenzen auf den Kanarischen Inseln. Das Tiefdrucksystem bringt eine Kombination aus Niederschlägen, starkem bis stürmischem Wind, sinkenden Temperaturen und gefährlichen Seebedingungen mit sich. Die spanische Wetterbehörde AEMET warnt vor einer anhaltend instabilen Wetterlage, während die Regionalregierung den Küstenalarm für den gesamten Archipel aufrechterhält.
Schneefall oberhalb von 1.700 Metern
Wie prognostiziert, hat in den Hochlagen Teneriffas oberhalb von 1.700 bis 1.800 Metern Schneefall eingesetzt. Betroffen sind insbesondere die Regionen rund um den Teide und die höher gelegenen Straßenabschnitte im Nationalpark. In diesen Gebieten können winterliche Bedingungen zu erheblichen Einschränkungen führen.
Auch in den höheren Lagen von La Palma und Gran Canaria besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit für Schneefall. Gleichzeitig sinken die Temperaturen spürbar, vor allem in mittleren und hohen Lagen. Während die Tiefstwerte meist stabil bleiben oder leicht zurückgehen, wird bei den Höchsttemperaturen ein moderater Rückgang erwartet. In den Bergen Teneriffas sind leichte bis mäßige Fröste möglich, auf La Palma wird örtlich leichter Frost prognostiziert.
In den Provinzhauptstädten bewegen sich die Temperaturen zwischen 16 und 19 Grad in Las Palmas de Gran Canaria sowie zwischen 16 und 20 Grad in Santa Cruz de Tenerife.
Regen und örtliche Gewitter

Die Wetterlage ist von dichter Bewölkung geprägt, besonders im Norden der höher gelegenen Inseln. Dort werden leichte bis mäßige Niederschläge erwartet, die sich im Tagesverlauf ausweiten können. Vor allem auf den östlicheren Inseln sind wiederholte Schauer möglich, die lokal intensiver ausfallen und vereinzelt von Gewittern begleitet werden können.
Orkanartige Böen in exponierten Lagen
Ein zentrales Merkmal des Sturms sind die starken bis sehr starken Winde aus nördlicher Richtung. Besonders betroffen sind:
- Lanzarote und Fuerteventura
- Die Gipfelregionen von Teneriffa und La Palma
- Nordost- und Südwesthänge der bergigen Inseln
- Der äußerste Südwesten Teneriffas
In den Hochlagen von Teneriffa und La Palma können die Böen lokal Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erreichen. In exponierten Gebieten sind dadurch gefährliche Bedingungen zu erwarten, insbesondere auf Bergstraßen und offenen Höhenzügen.
Küstenalarm wegen hoher Wellen
Seit Montagabend gilt weiterhin ein Küstenalarm. Prognostiziert wird eine raue bis sehr raue See mit einer kombinierten Nord- bis Nordwest-Dünung von 5 bis 6 Metern. Auf Lanzarote und Fuerteventura können die Wellen lokal sogar 6 bis 7 Meter erreichen.
Nordostwinde der Stärke 7 mit Geschwindigkeiten zwischen 50 und 61 km/h verstärken die Wellenentwicklung zusätzlich. Die Wellenperioden liegen zwischen 10 und 12 Sekunden, was die Kraft der Brandung erhöht. Der hohe Gezeitenkoeffizient – 94 zu Wochenbeginn und 99 an den folgenden Tagen – verstärkt die Auswirkungen entlang der Küsten zusätzlich.

Besonders betroffen sind:
- Die Nord- und Westküsten der höher gelegenen Inseln
- Die Ostküsten von Lanzarote und Fuerteventura
- Südöstliche Küstenabschnitte der übrigen Inseln
Behörden rufen zur Vorsicht auf
Angesichts der Kombination aus Schneefall, starken Windböen, rauer See und sinkenden Temperaturen rufen die Behörden die Bevölkerung zur erhöhten Vorsicht auf. Aufenthalte in Küstennähe, auf Klippen oder in Hochgebirgsregionen sollten vermieden werden. Zudem wird empfohlen, lose Gegenstände im Freien zu sichern und aktuelle Wetterhinweise aufmerksam zu verfolgen.
Im Notfall ist die Notrufnummer 112 zu kontaktieren.
Nach aktuellen Prognosen wird Sturm „Regina“ die Wetterlage auf dem Archipel auch in den kommenden Tagen beeinflussen und die Inseln weiterhin unter meteorologischer Beobachtung halten.






