Die Kanarischen Inseln stehen unter dem Einfluss einer außergewöhnlich dynamischen Wetterlage. Ein DANA – ein isoliertes Höhentief – zieht derzeit über den Archipel und sorgt seit Donnerstag, dem 26. Februar 2026, für eine Kombination aus starkem Wind, teils kräftigen Niederschlägen, Schneefall in Hochlagen, aufgewühlter See und Saharastaub in der Luft. Auch für Freitag, den 27. Februar, bleiben zahlreiche Warnungen und Vorwarnungen bestehen.
Nach aktuellen Mitteilungen der Regionalregierung gelten weiterhin Warnstufen für Regen, Gewitter, Schnee und Calima. Zusätzlich bleiben Küsten- und Windwarnungen auf mehreren Inseln aktiv.
Regen- und Gewittervorwarnungen
Seit Donnerstag um 11:00 Uhr besteht eine Vorwarnung vor Regen im Norden von Teneriffa und Gran Canaria sowie auf Fuerteventura und Lanzarote. Dort sind örtlich anhaltende Niederschläge möglich.
Ab Mittag wurde für Lanzarote und Fuerteventura zudem eine Gewittervorwarnung aktiviert. Neben Blitz und Donner können punktuell auch kleine Hagelkörner auftreten.
Schneefall oberhalb von 1.800 Metern und Gefahr von Schlammschauern

In den Hochlagen Teneriffas oberhalb von 1.800 Metern wird seit 03:00 Uhr am Donnerstag mit Schneefall gerechnet. Besonders betroffen sind die Gipfelregionen rund um den Teide sowie höher gelegene Straßenverbindungen, wo es bei intensiverem Schneefall zu Einschränkungen oder Sperrungen kommen kann.
Parallel dazu bleibt eine Calima-Vorwarnung für das gesamte Archipel bestehen. Der in der Luft schwebende Saharastaub ist vor allem in mittleren und höheren Lagen spürbar. In Kombination mit leichtem Regen kann es zu sogenannten „Schlammschauern“ kommen, bei denen sich feine Staubpartikel als schlammige Ablagerungen auf Fahrzeugen, Straßen und Gebäuden absetzen.
Verschärfte Windlage ab Freitag
Ab Mitternacht zum Freitag tritt eine offizielle Windwarnung für die westlichen Inseln sowie Gran Canaria in Kraft. Besonders exponierte Lagen müssen mit sehr starken nordöstlichen Böen rechnen.
Betroffen sind vor allem Gipfelregionen und Südosthänge Teneriffas sowie Nordwest- und Südosthänge der übrigen bergigen Inseln. Die Windgeschwindigkeiten können 90 km/h überschreiten und in exponierten Bereichen lokal sogar 100 km/h oder mehr erreichen.
Gefährliche Bedingungen auf See

Zusätzlich gilt ab Donnerstag 17:00 Uhr eine Küstenwarnung. An den Nordküsten werden kombinierte Seegangsbedingungen mit Wellenhöhen von über vier Metern erwartet. Dies führt zu potenziell gefährlichen Situationen für die Schifffahrt, Freizeitaktivitäten am Meer sowie für exponierte Küstenabschnitte.
Wetterausblick für Freitag
Für Freitag prognostiziert die staatliche Wetterbehörde AEMET im Norden der bergigen Inseln weiterhin bewölkte Abschnitte mit wahrscheinlich leichtem Regen in der ersten Tageshälfte.
In den übrigen Gebieten überwiegen freundlichere Abschnitte, wenngleich vereinzelte Schauer am frühen Morgen auf den östlichen Inseln nicht ausgeschlossen sind. Der Wind bleibt mäßig bis stark aus Nordost, mit erneut sehr kräftigen Böen in Höhenlagen und exponierten Zonen.
Zusätzlich kann hochreichender Dunst die Sicht zeitweise einschränken und in Verbindung mit Niederschlägen zu weiteren schlammigen Ablagerungen führen.
Insgesamt steht der Archipel vor einer ausgesprochen unbeständigen Wetterphase, die winterliche Bedingungen in den Höhenlagen mit Sturm, rauer See und eingeschränkter Sicht vereint. Behörden empfehlen, aktuelle Warnmeldungen aufmerksam zu verfolgen und Vorsichtsmaßnahmen zu beachten.






