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Wetterdienst gibt Warnungen für drei Kanarische Inseln aus – Teneriffa ebenfalls betroffen

Wegen gefährlicher Seebedingungen mit hoher Dünung und extremen Gezeiten rufen die Behörden in weiten Teilen des Archipels zur erhöhten Vorsicht an den Küsten auf.

Der Staatliche Wetterbehörde AEMET hat ihre Wettervorhersage für Dienstag, den 3. Februar 2026, aktualisiert und für mehrere Kanarische Inseln Warnungen der Stufe Gelb ausgesprochen. Grund dafür sind gefährliche Seebedingungen sowie unbeständige Wetterverhältnisse. In Reaktion darauf hält die Regierung der Kanarischen Inseln weiterhin eine Vorwarnung für den gesamten Archipel aufrecht.


Der Dienstag wird voraussichtlich von rauem Seegang, kräftiger Dünung und wechselnder Bewölkung geprägt sein, wobei die Auswirkungen je nach Inselgruppe unterschiedlich ausfallen.

Gelbe Warnung wegen gefährlicher Küstenbedingungen

Die größte Sorge der Rettungs- und Einsatzdienste gilt dem Zustand des Meeres. AEMET hat eine gelbe Warnung für Küstenphänomene herausgegeben, ausgelöst durch eine kombinierte nordwestliche Dünung, die zu hohen und potenziell gefährlichen Wellen führen kann.

Von der gelben Warnung betroffen sind:

  • Teneriffa: insbesondere die Nordküste sowie der Großraum Santa Cruz–La Laguna
  • La Palma: sowohl die Ost- als auch die Westküste
  • Lanzarote: die gesamte Insel

Die Wellenhöhen werden auf 3 bis 4 Meter geschätzt, mit kurzzeitigen Spitzen von bis zu 5 Metern, vor allem an den nach Norden ausgerichteten Küsten in den frühen Morgenstunden. Winde der Stärke 4 bis 6 werden den Seegang zusätzlich verstärken und zu unvorhersehbarem Wellenverhalten führen.

Regierung hält Vorwarnung für weite Teile des Archipels aufrecht

Wetterdienst gibt Warnungen für drei Kanarische Inseln aus – Teneriffa ebenfalls betroffen

Parallel zu den AEMET-Warnungen hat die Generaldirektion für Notfälle bestätigt, dass für den Großteil der Kanarischen Inseln weiterhin eine Vorwarnung für Küstenphänomene gilt. Diese Maßnahme erfolgt gemäß dem Spezifischen Notfallplan für widrige Wetterbedingungen (PEFMA), der die kombinierten Risiken durch Seegang, Gezeiten und Wind bewertet.

Von der Vorwarnung erfasste Gebiete:

  • Westliche und zentrale Inseln: La Palma, El Hierro, La Gomera, Teneriffa und Gran Canaria
  • Östliche Inseln: Nord- und Westküsten von Lanzarote und Fuerteventura

Warum die Lage besonders gefährlich ist

Die Behörden weisen darauf hin, dass mehrere Faktoren die Gefahr entlang der Küsten deutlich erhöhen:

  • Extrem hoher Gezeitenkoeffizient: über 90, was außergewöhnlich hohe Wasserstände zur Folge hat und Küstenbereiche überfluten kann, die normalerweise trocken bleiben
  • Lange Wellenperioden: über 12 Sekunden, ein Zeichen für sehr energiereiche Dünung mit hoher Durchschlagskraft
  • Hohe Wellen: kombinierter Seegang von 3–4 Metern, an exponierten Stellen auch darüber

Unter diesen Bedingungen können Wellen ohne Vorwarnung Promenaden, Wellenbrecher und andere Küsteninfrastrukturen erreichen.

Offizielle Sicherheitshinweise an die Bevölkerung

Die Regierung der Kanarischen Inseln ruft Einwohnerinnen, Einwohner und Besucher eindringlich dazu auf, Vorsicht walten zu lassen und folgende Empfehlungen zu befolgen:

  • Küstenpromenaden, Molen, Wellenbrecher und Klippen meiden
  • Nicht an Stränden mit roter Flagge oder in unbeaufsichtigten Bereichen baden
  • Abstand zur Küste halten und keine Fotos in gefährlichen Bereichen machen
  • Boote in Häfen und Yachthäfen ausreichend sichern

Die Behörden betonen, dass das Meer unter diesen Umständen selbst in scheinbar ruhigen Momenten äußerst unberechenbar sein kann.

Wetterprognose nach Inseln

Wetterdienst gibt Warnungen für drei Kanarische Inseln aus – Teneriffa ebenfalls betroffen

Teneriffa

  • Bewölkung: Im Norden überwiegend bewölkt, mit leichtem und zeitweiligem Regen, vor allem in mittleren Höhenlagen; im Tagesverlauf Ausbreitung der Wolken Richtung Süden
  • Temperaturen: Höchstwerte um 22 °C
  • Wind: Kräftiger Nordwestwind mit sehr starken Böen in den zentralen Bergregionen am Vormittag

Gran Canaria

  • Bewölkung: Morgens im Norden bewölkt mit geringer Nieselregen-Wahrscheinlichkeit in mittleren Lagen; am Nachmittag Verlagerung der Wolken in den Süden
  • Temperaturen: Zwischen 18 °C und 21 °C in Las Palmas de Gran Canaria

Lanzarote und Fuerteventura

  • Bewölkung: Wechselnd bewölkt mit vereinzelten leichten Schauern am Morgen; später überwiegend hohe Wolken
  • Temperaturen: Bis zu 22 °C in Puerto del Rosario und 21 °C in Arrecife

La Palma, La Gomera und El Hierro

  • Insgesamt weitgehend stabile Wetterlage, zum Tagesende vermehrt hohe Wolken
  • El Hierro: Niedrigste Mindesttemperaturen im Archipel, etwa 12 °C in höheren Lagen
  • La Palma: Wind dreht im Tagesverlauf auf West und lässt allmählich nach

Wann ist mit einer Entspannung zu rechnen?

Die Seebedingungen sollen sich im Laufe des späten Dienstags langsam verbessern. Der starke Seegang wird dann voraussichtlich in mäßige Dünung übergehen. Dennoch raten die Behörden dringend dazu, die aktuellen Meldungen der AEMET weiter zu verfolgen, bis die Warnungen offiziell aufgehoben werden.


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