Nach einem vergleichsweise ruhigen Wochenende müssen sich die Kanarischen Inseln zu Beginn der kommenden Woche auf eine spürbare Verschlechterung der Wetterlage einstellen. Besonders betroffen sein werden laut Prognosen die westlichen Inseln sowie höher gelegene Regionen.
Die spanische staatliche Wetterbehörde AEMET hat bestätigt, dass sich die Wetterbedingungen zwischen Sonntag, dem 1. Februar, und Montag, dem 2. Februar, deutlich verändern werden. Erwartet werden Regenfälle, sinkende Temperaturen sowie sehr starke Winde, die vor allem in Hochlagen problematisch werden könnten.
Sonntag: erste Anzeichen von Instabilität, aber keine Unwetterlage
Für den Sonntag rechnet AEMET noch nicht mit signifikanten oder gefährlichen Wetterereignissen. Dennoch zeigen sich bereits auf mehreren Inseln erste Anzeichen zunehmender Instabilität.
In den frühen Morgenstunden wird es auf Lanzarote, Fuerteventura sowie in den nördlichen Gebieten der gebirgigen Inseln zeitweise bewölkt sein. Vereinzelte und lokal begrenzte Schauer sind nicht ausgeschlossen. Im Verlauf des Vormittags soll sich das Wetter jedoch zunehmend auflockern, sodass in weiten Teilen des Archipels freundlichere Bedingungen erwartet werden.

Die Temperaturen bleiben am Sonntag weitgehend unverändert und bewegen sich auf einem ähnlichen Niveau wie an den Vortagen. Der Wind weht mäßig aus nördlichen bis nordöstlichen Richtungen, kann jedoch in exponierten Lagen und höheren Regionen zeitweise stärkere Böen entwickeln.
Montag: deutlich verschärfte Wetterbedingungen
Die markanteste Wetteränderung wird laut AEMET am Montag, dem 2. Februar, eintreten. Dann wird die Wetterlage komplexer und deutlich unbeständiger.
Auf den hohen Gipfeln von Teneriffa und La Palma werden sehr starke Nordwestwinde erwartet. Auch in anderen exponierten Gebieten des Archipels sind kräftige bis stürmische Böen möglich. Insgesamt soll der Wind mäßig aus Nordwesten wehen, in höheren Lagen jedoch deutlich an Stärke zunehmen, insbesondere in den westlichen Hochlandregionen.
Im Tagesverlauf nimmt zudem die Bewölkung zu. Während der Mittagsstunden werden vor allem auf Lanzarote, Fuerteventura sowie an den Nordhängen der gebirgigen Inseln überwiegend bedeckte Himmel prognostiziert. In diesen Gebieten besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für leichten bis lokal mäßigen Regen. In den übrigen Teilen des Archipels sind Niederschläge weniger wahrscheinlich und treten eher vereinzelt auf.
Temperaturen: Abkühlung vor allem im Inselinneren und in Hochlagen

Während an den Küsten nur geringe Temperaturveränderungen erwartet werden, ist im Landesinneren sowie in mittleren Höhenlagen mit einem spürbaren Temperaturrückgang zu rechnen. In höheren Lagen kann dieser Rückgang mäßig bis deutlich ausfallen, was zusammen mit dem starken Wind zu einem verstärkten Kälteempfinden führen dürfte.
Erwartete Höchst- und Tiefstwerte in den Inselhauptstädten
- Las Palmas de Gran Canaria: etwa 16 bis 21 °C
- Santa Cruz de Tenerife: etwa 16 bis 23 °C
Abseits der Küsten, insbesondere im Inselinneren und in höheren Lagen, werden entsprechend niedrigere Temperaturen erwartet.
Keine aktiven Warnstufen, dennoch erhöhte Vorsicht empfohlen
Obwohl derzeit keine offiziellen Wetterwarnungen ausgegeben wurden, weist AEMET darauf hin, dass die Kombination aus starkem Wind, sinkenden Temperaturen und Niederschlägen insbesondere in hoch gelegenen und exponierten Gebieten zu erschwerten Bedingungen führen kann.
Die Behörde empfiehlt daher besondere Vorsicht bei Reisen, Wanderungen und anderen Outdoor-Aktivitäten, vor allem in bergigen Regionen. Insgesamt starten die Kanarischen Inseln damit in eine Woche mit deutlich winterlicherem Charakter, nachdem zuletzt mehrere Tage von relativ stabiler Wetterlage geprägt waren.






