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Die Regierung der Kanarischen Inseln aktualisiert die Frühwarnung und benennt die am stärksten von Unwettern betroffenen Küstenabschnitte

Lang anhaltende Atlantikdünung und böige Winde erhöhen derzeit das Risiko gefährlicher Situationen entlang vieler Küstenabschnitte des Archipels.

Die Regierung der Kanarischen Inseln hat über die Generaldirektion für Notfälle die aktuelle Wetterlage auf dem Archipel neu bewertet und bestätigt, dass die Vorwarnung für Küstenphänomene seit Donnerstag, 15. Januar, 15:00 Uhr weiterhin für alle Inseln gilt. Die Behörden rufen zu besonderer Vorsicht entlang exponierter Küsten auf, da anhaltender Seegang und kräftige Winde die Gefahr deutlich erhöhen.


Grundlage der Entscheidung

Die Aktualisierung stützt sich auf Prognosen und Beobachtungen der AEMET sowie auf weitere verfügbare Überwachungsdaten. Die Maßnahmen erfolgen im Rahmen des Spezifischen Notfallplans der Kanarischen Inseln für Risiken durch widrige Wetterphänomene (PEFMA).

Nach Einschätzung der Einsatzkräfte birgt insbesondere die Kombination aus starkem Wind und hoher Dünung ein erhöhtes Risiko für Küstenbereiche, die dem Atlantik ausgesetzt sind.

Besonders betroffene Gebiete

Von der erneuerten Vorwarnung sind vor allem folgende Küstenabschnitte betroffen:

  • die Nord- und Westküsten von La Palma, La Gomera und El Hierro,
  • die Nordküsten von Teneriffa und Gran Canaria,
  • sowie exponierte Küstenbereiche von Fuerteventura und Lanzarote.

Diese Zonen gelten aufgrund ihrer Ausrichtung nach Westen, Norden und Nordwesten als besonders anfällig für starke Atlantikdünung.

Erwartete See- und Windbedingungen

Die Regierung der Kanarischen Inseln aktualisiert die Frühwarnung und benennt die am stärksten von Unwettern betroffenen Küstenabschnitte

Nach Angaben der Generaldirektion für Notfälle wird raue See mit nordwestlicher Dünung erwartet, deren Wellen 2 bis 3 Meter erreichen oder überschreiten können. Die Wellenperiode von über 12 Sekunden verstärkt die Wucht der Brecher an offenen Küsten.

Zudem werden Nord- bis Nordostwinde der Stärke 4 bis 5 (rund 20 bis 38 km/h) prognostiziert, mit der Möglichkeit von Böen bis Stärke 6 (bis zu 49 km/h) in besonders exponierten Lagen. Diese Faktoren können die Seebedingungen weiter verschärfen und die Sicherheit an der Küste beeinträchtigen.

Mögliche Auswirkungen entlang der Küste

Die größten Auswirkungen werden an nach Westen, Norden und Nordwesten ausgerichteten Küsten erwartet. Dort kann es zu Überflutungen, plötzlichen hohen Wellen und gefährlichen Unterströmungen kommen. Die Behörden warnen zudem vor trügerischen Ruhephasen zwischen den Wellen, in denen sich die Lage scheinbar verbessert, bevor erneut starke Brecher einsetzen.

Sicherheitsempfehlungen für die Bevölkerung

Die Regierung der Kanarischen Inseln aktualisiert die Frühwarnung und benennt die am stärksten von Unwettern betroffenen Küstenabschnitte

Angesichts der anhaltenden Vorwarnung erinnert die Generaldirektion für Notfälle an folgende Selbstschutzmaßnahmen:

  • Häuser und Grundstücke gegen mögliches Eindringen von Meerwasser sichern.
  • Nicht auf Molen, Wellenbrechern oder Pfeilern stehen bleiben und diese nicht betreten, auch nicht für Fotos oder Videos.
  • Angeln, Spazierengehen oder andere Aktivitäten in gefährdeten Küstenbereichen vermeiden.
  • Küstennahe Straßen bei starkem Seegang möglichst nicht befahren.

Vom Schwimmen an abgelegenen oder wenig bekannten Stränden – insbesondere ohne Rettungsdienst – wird dringend abgeraten. Strände mit roter Flagge, starkem Wellengang, Unterströmungen oder sichtbaren Strudeln sollten gemieden werden. Auch Wasser- und Sportaktivitäten in den betroffenen Zonen sind auszusetzen; Camping an Stränden bei stürmischem Wetter wird nicht empfohlen.

Verhalten im Notfall

Bei ungewöhnlich hohen oder plötzlich auftretenden Wellen sollten sich Personen umgehend vom Meer entfernen, selbst wenn sich die Bedingungen kurzfristig zu beruhigen scheinen. Bootsbesitzer werden aufgefordert, ihre Boote in geschützten Bereichen zu sichern und andere vor möglichen Gefahren zu warnen.

Die Regierung der Kanarischen Inseln aktualisiert die Frühwarnung und benennt die am stärksten von Unwettern betroffenen Küstenabschnitte

Fällt jemand ins Wasser, gilt:

  • Abstand von der Brandungszone halten,
  • um Hilfe rufen und auf Rettung warten,
  • ruhig bleiben, nicht gegen die Strömung anschwimmen, sondern sich treiben lassen, bis ein weniger gefährlicher Bereich erreicht ist.

Beobachtet man von Land aus eine Person in Not, sollte man einen schwimmfähigen Gegenstand zuwerfen und sofort die Notrufnummer 1-1-2 wählen.

Informationskanäle

Für aktuelle Hinweise und weitere Informationen steht weiterhin die Informationshotline 012 der Kanarischen Inseln zur Verfügung. Die Behörden beobachten die Lage fortlaufend und appellieren an Einwohner und Besucher, die offiziellen Empfehlungen zu befolgen, da sich die Wetterbedingungen in den kommenden Stunden weiter verändern können.


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