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Regierung der Kanarischen Inseln gibt Vorwarnung wegen angekündigtem Starkregen und möglicher Stürme heraus

Ab Dienstag wird mit intensiven Regenfällen gerechnet, weshalb die Behörden zu erhöhter Vorsicht und vorbeugenden Maßnahmen aufrufen.

Die Regierung der Kanarischen Inseln hat eine Vorwarnung vor starkem Regen ausgesprochen, da sich eine Atlantikfront dem Archipel nähert und ab Dienstag, dem 13. Januar, Teile der Inselgruppe betreffen wird. Die Maßnahme tritt um 10:00 Uhr in Kraft und gilt insbesondere für Lanzarote und Fuerteventura, wo nach aktuellen Prognosen mit den stärksten Auswirkungen gerechnet wird.


Die Entscheidung wurde von der Canary Islands Directorate-General for Emergencies bekannt gegeben und basiert auf aktualisierten Wetterdaten der AEMET sowie weiteren meteorologischen Überwachungsquellen. Sie erfolgt im Rahmen des Spezifischen Notfallplans der Kanarischen Inseln für widrige Wetterbedingungen (PEFMA), der bei Wetterlagen aktiviert wird, die ein potenzielles Risiko für die öffentliche Sicherheit darstellen.

Starkregen und Gewitter nicht ausgeschlossen

Nach Angaben der AEMET wird am Dienstag eine kalte Atlantikfront den Archipel überqueren und verbreitete Niederschläge mit sich bringen. Die intensivsten Regenfälle werden dabei auf Lanzarote und Fuerteventura erwartet. In vielen Gebieten ist mit leichtem bis mäßigem Regen zu rechnen, der lokal jedoch zeitweise stark ausfallen kann.

Meteorologen warnen, dass einzelne Schauer innerhalb einer Stunde fünf Millimeter erreichen oder überschreiten könnten, insbesondere an Nordhängen und exponierten Lagen. Darüber hinaus können Gewitter in der Umgebung beider Inseln nicht ausgeschlossen werden, was das Risiko plötzlicher und intensiver Niederschläge über kurze Zeiträume zusätzlich erhöht.

Regierung der Kanarischen Inseln gibt Vorwarnung wegen angekündigtem Starkregen und möglicher Stürme heraus

Der Meteorologe Samuel Biener weist darauf hin, dass diese Wetterlage nach einer vergleichsweise ruhigen Phase die Rückkehr stärkerer Regenfälle auf die Kanarischen Inseln markiert.

Regen bis zur Wochenmitte, danach allmähliche Beruhigung

Auch für Mittwoch wird weiterer Regen erwartet, wobei vor allem die nördlichen Teile der Inseln betroffen sein dürften. Schauer können jedoch auch in anderen Regionen auftreten. Im weiteren Verlauf der Woche soll die Regenwahrscheinlichkeit schrittweise abnehmen und sich überwiegend auf die Nordhänge der höher gelegenen Inseln beschränken. Für die südlichen Gebiete werden wechselnd bewölkte Himmel und insgesamt stabilere Wetterbedingungen prognostiziert.

Trotz der wechselhaften Lage bleiben die Temperaturen mild für die Jahreszeit. Die Tiefstwerte liegen voraussichtlich zwischen 15 und 17 Grad Celsius, während die Tageshöchstwerte in Küstennähe 20 bis 22 Grad erreichen können.

Behörden rufen zu Vorsichtsmaßnahmen auf

Angesichts der angekündigten Wetterlage hat die Generaldirektion für Notfälle die Bevölkerung sowie Besucher der Inseln aufgerufen, präventive Selbstschutzmaßnahmen zu beachten, um Risiken durch Starkregen und mögliche Überschwemmungen zu minimieren.

Empfohlen wird unter anderem, den Zustand von Dächern, Abflüssen und Rohrleitungen zu überprüfen. Personen, die in der Nähe von Schluchten oder hochwassergefährdeten Gebieten leben, sollten ihre Gemeindeverwaltung informieren, falls sich dort Geröll oder andere Ablagerungen angesammelt haben.

Regierung der Kanarischen Inseln gibt Vorwarnung wegen angekündigtem Starkregen und möglicher Stürme heraus

Die Behörden raten dazu, offizielle Hinweise über die Medien aufmerksam zu verfolgen und das Campen in überflutungsgefährdeten Bereichen, etwa in Schluchtbetten, zu vermeiden. Wenn möglich, sollten sich die Menschen in ihren Wohnungen aufhalten, sofern diese nicht in ausgewiesenen Risikozonen liegen.

Autofahrern wird dringend empfohlen, Fahrten bei starkem Regen zu vermeiden. Ist das Fahren unvermeidbar, sollten Geschwindigkeit reduziert, der Sicherheitsabstand vergrößert und die Bremsen regelmäßig überprüft werden. Beginnt ein Fahrzeug, sich mit Wasser zu füllen, ist es sofort zu verlassen. Hauptverkehrsstraßen und Autobahnen sollten bevorzugt genutzt, Nebenstraßen und Waldwege hingegen gemieden werden.

Überflutete Bereiche sollten niemals durchquert werden, insbesondere bei vorhandener Strömung. Brücken dürfen nicht benutzt werden, wenn Wasser über sie hinwegfließt. In Wohnhäusern ist darauf zu achten, dass giftige oder brennbare Stoffe nicht mit Wasser in Kontakt kommen, und Garagen oder Kellerräume sollten während der Überschwemmung nicht betreten werden.

Bei schweren Überflutungen sollen Aufzüge nicht benutzt, die Stromversorgung unterbrochen und höher gelegene Bereiche oder von den Behörden ausgewiesene Sammelstellen aufgesucht werden. Ist der Zugang zu oberen Stockwerken abgeschnitten, wird empfohlen, nicht ins Freie zu schwimmen, sondern auf Hilfe zu warten.

Nach dem Ende der Wetterlage sollten betroffene Gebiete erst nach offizieller Freigabe wieder betreten werden. Beim Wiederbetreten von Gebäuden dürfen keine Streichhölzer oder funkenbildenden Geräte verwendet werden, und es sollte ausschließlich abgefülltes Trinkwasser konsumiert werden.

Die Rettungsdienste erinnern daran, die Notrufnummer 1-1-2 ausschließlich in echten Notfällen zu nutzen. Für allgemeine Informationen steht die Nummer 012 zur Verfügung.


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