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Von Kalima bis Atlantikregen: Eine Woche mit wechselhaftem Wetter auf den Kanarischen Inseln

Zur Wochenmitte sorgt eine Atlantikfront für kühleres, wechselhafteres Wetter auf den Inseln.

Nach einem ruhigen, leicht dunstigen Start in die Woche steht den Kanarischen Inseln in den kommenden Tagen ein allmählicher, aber spürbarer Wetterumschwung bevor. In der Woche vom 12. bis 18. Januar 2026 deuten die Prognosen zunächst auf stabile Verhältnisse hin, ehe eine kalte Atlantikfront Regen, stärkere Winde und sinkende Temperaturen mit sich bringt.


Nach Angaben der staatlichen Wetterbehörde AEMET sowie der Fachmeteorologen von Meteored wird die Woche von zwei klar unterscheidbaren Phasen geprägt sein: einem trockenen und ruhigen Auftakt mit leichtem Dunst und einer zunehmend unbeständigen zweiten Wochenhälfte, in der atlantische Frontensysteme den Archipel beeinflussen.

Ruhiger Wochenbeginn mit leichter Kalima

Zu Wochenbeginn, insbesondere am Montag, dem 12. Januar, bleiben die Wetterbedingungen auf den meisten Inseln weitgehend stabil. Erwartet werden überwiegend klare bis leicht bewölkte Himmel, begleitet von zeitweisen Durchzügen hoher Wolken im Tagesverlauf.

Das auffälligste Merkmal dieser ersten Phase ist eine leichte Kalima, vor allem über den östlichen Inseln Lanzarote und Fuerteventura. Der aus der Sahara stammende Staubschleier wird vorwiegend in höheren Luftschichten prognostiziert. Meteorologen schließen jedoch nicht aus, dass sich die Kalima im Laufe des Nachmittags auch in tieferen Lagen bemerkbar macht, was zeitweise zu eingeschränkter Sicht führen könnte.

Von Kalima bis Atlantikregen: Eine Woche mit wechselhaftem Wetter auf den Kanarischen Inseln

Die Temperaturen bleiben insgesamt weitgehend konstant. Während die Tageshöchstwerte kaum Veränderungen zeigen, ist im Inselinneren der östlichen Provinz ein leichter Temperaturanstieg möglich. Die nächtlichen Tiefstwerte hingegen könnten geringfügig sinken. Der Wind weht überwiegend schwach aus östlichen Richtungen und wird im Tagesverlauf variabler, wobei sich lokal Meeresbrisen ausbilden.

Inselbezogene Prognose für Montag

  • Lanzarote und Fuerteventura: Überwiegend sonnig, stabile Wetterlage und leichte Kalima, insbesondere in höheren Atmosphärenschichten.
  • Gran Canaria und Teneriffa: Meist klarer Himmel, milde Temperaturen und kaum wetterbedingte Veränderungen im Tagesverlauf.
  • La Gomera, La Palma und El Hierro: Zumeist freundlich, mit möglichen niedrigen Wolken in nördlichen Regionen am frühen Morgen sowie einzelnen hohen Wolken in den Morgenstunden.

Auf See zeigen sich die Bedingungen zunächst rau, beruhigen sich jedoch im Laufe des Tages zu mäßigem Seegang. Erwartet wird ein nördlicher Wellengang von etwa ein bis zwei Metern.

Atlantikfront leitet ab Dienstag den Wetterwechsel ein

Ab Dienstag, dem 13. Januar, zeichnet sich eine zunehmende Wetterverschlechterung ab. Eine kalte Atlantikfront, Teil einer umfangreicheren Frontenserie, nähert sich den Inseln von Westen her.

Nach aktuellen Modellrechnungen wird die Front den Archipel nach ihrem Durchzug über die Iberische Halbinsel erreichen. Sie dürfte dichtere Bewölkung, zeitweise Niederschläge sowie auffrischende Winde mit sich bringen. Besonders betroffen sind dabei die höher gelegenen Inseln sowie Regionen, die dem Atlantikwind direkt ausgesetzt sind. Die Niederschläge werden voraussichtlich ungleich verteilt, mit den westlichen und nördlichen Hängen als Schwerpunkten.

Von Kalima bis Atlantikregen: Eine Woche mit wechselhaftem Wetter auf den Kanarischen Inseln

Meteorologen weisen darauf hin, dass diese erste Front den Beginn einer instabileren Wetterphase markieren könnte. In der zweiten Wochenhälfte sind weitere atlantische Systeme möglich, sodass sich wechselnde Abschnitte mit Regen und ruhigeren Phasen abzeichnen, statt eines durchgehend nassen Wetters.

Unterdurchschnittliche Temperaturen verstärken das Wintergefühl

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Woche ist die Temperaturentwicklung. Während auf dem spanischen Festland und den Balearen überdurchschnittlich milde Werte erwartet werden, könnten die Temperaturen auf den Kanarischen Inseln unter dem jahreszeitlichen Mittel liegen.

Diese Abkühlung, kombiniert mit zunehmender Bewölkung und möglichen Regenfällen, dürfte das winterliche Empfinden auf dem Archipel deutlich verstärken und einen klaren Kontrast zu den trockenen und stabilen Bedingungen der vergangenen Tage bilden.

Insgesamt deutet die kommende Woche auf eine typische Übergangsphase hin: von ruhigen, leicht dunstigen Bedingungen mit Kalima hin zu einem unbeständigeren, vom Atlantik geprägten Wettergeschehen, wie es für den Winter auf den Kanarischen Inseln charakteristisch ist.


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