Mit dem erneuten Schneefall am kommenden Wochenende und dem erwarteten Ansturm Tausender Besucher hat das Cabildo von Teneriffa ein Sonderprotokoll aktiviert, um den Zugang zum Teide-Nationalpark zu regulieren, die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten und das empfindliche Ökosystem zu schützen. Die Maßnahme gilt am Samstag und Sonntag, dem 20. und 21. Dezember 2025, und fällt mit der neuen Schneevorhersage im Zusammenhang mit Sturm Emilia zusammen.
Warum besondere Maßnahmen notwendig sind
Der vorhergesagte Schneefall dürfte besonders viele Besucher anlocken. Ein unkontrollierter Zustrom würde jedoch erhebliche Risiken mit sich bringen, darunter:
- Staus und vollständige Verkehrsblockaden
- Verzögerte Rettungseinsätze
- Verkehrsunfälle auf vereisten Straßen
- Schädliche Auswirkungen auf die Natur des Nationalparks
Um dies zu verhindern, tritt von Freitag, 19. Dezember, 18:00 Uhr, bis Montag, 22. Dezember, 10:00 Uhr, ein dynamisches Zugangskontrollsystem in Kraft. Ziel ist nicht eine vollständige Sperrung der Straßen, sondern die Regulierung des Verkehrsflusses und die Vermeidung von Überlastungen.
Ein komplexer Einsatz mit großem Koordinationsaufwand

Die Inselpräsidentin Rosa Dávila betonte, dass dieser Einsatz eine enge Zusammenarbeit zwischen mehreren Schlüsselabteilungen erforderte – darunter Umwelt, Sicherheit und Notfälle, Mobilität und Straßenbau.
„Schnee auf dem Teide zieht innerhalb weniger Stunden Tausende Menschen an. Wir sprechen von einem extrem sensiblen Gebiet, das besonderen Schutz benötigt. Unser Ziel ist es, einen sicheren, geordneten und verantwortungsvollen Zugang zu ermöglichen“, erklärte Dávila.
Auch die Umweltdezernentin Blanca Pérez lobte die intensiven Vorbereitungsarbeiten der Teams vor Ort, die seit Tagen Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit aller Besucher zu gewährleisten.
So funktioniert das System: Shuttlebusse, Sperrungen und Fahrpläne
Um Verkehrschaos zu vermeiden, wird der private Autoverkehr eingeschränkt. Stattdessen setzt das Cabildo kostenlose TITSA-Shuttlebusse von drei zentralen Punkten aus ein:
- Vilaflor → Seilbahnstation
- La Esperanza (C/ La Sardinera) → Izaña-Kreuzung
- Aguamansa (La Caldera) → Portillo Alto
Fahrzeiten
- Auffahrten zum Teide: 10:00–14:00 Uhr
- Letzte Abfahrten vom Teide: 17:00 Uhr
- Zwischen 14:00 und 17:00 Uhr: Busse dienen ausschließlich der Rückfahrt
Der Service ist kostenlos, und der Cabildo empfiehlt dringend, ihn zu nutzen.
Weitere Verkehrsmaßnahmen
Ausnahmsweise wird am Wochenende gewerblicher Personentransport (z. B. private Busunternehmen) zugelassen – jedoch nur zwischen Vilaflor und der Seilbahn (TF-21) und ausschließlich zwischen 10:00 und 18:00 Uhr.
Straßensperrungen und Zugangskontrollpunkte
Während der Sondermaßnahme werden folgende Abschnitte gesperrt:
- TF-21 (La Orotava): PK 16+500 – Bereich Aguamansa
- TF-21 (Süd): PK 53 – Boca Tauce
- TF-24 (La Esperanza): Abzweigung TF-523 bei Los Loros (PK 23+800)
Verkehrsdezernent Dámaso Arteaga appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, die Anweisungen der Sicherheitskräfte strikt zu befolgen und unnötige Risiken zu vermeiden.
Regeln innerhalb des Nationalparks

Zur Sicherstellung eines sicheren und geordneten Besuchs gelten im Teide-Nationalpark folgende Maßnahmen:
- Geschwindigkeitsbegrenzung 50 km/h
- Sperrung des Abschnitts Portillo Alto (PK 34+000) – Seilbahn (PK 43+000)
- Einhaltung aller bereits bestehenden Beschränkungen für Wanderwege, Erholungsgebiete, Waldwege und Schutzgebiete
Koordination und Einsatzkräfte
An dem groß angelegten Einsatz beteiligen sich:
- Mitarbeitende des Cabildos
- Straßenbaubehörde
- Teams des Teide-Nationalparks
- Feuerwehr, Zivilschutz und Sicherheitsdienste
- Rotes Kreuz, im Rahmen des Zivilschutzabkommens
Ausnahmen von den Beschränkungen
Zugang wird weiterhin gewährt für:
- Mitarbeitende des Cabildo und des Nationalparks
- Sicherheits- und Rettungsdienste
- Beschäftigte und Bewohner innerhalb des Parks
- Personen mit Sondergenehmigungen außerhalb der Kontrollzeiten
Empfehlungen für Besucher
Das Cabildo bittet alle Besucher:
- Ihre Fahrten im Voraus zu planen
- Vorrangig öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen
- Den Anweisungen des Personals jederzeit zu folgen
- Rücksicht auf Natur und Sicherheit zu nehmen
Die Behörden betonen, dass diese Maßnahmen notwendig sind, damit alle den Schnee genießen können – ohne Risiken einzugehen oder das empfindliche Ökosystem zu gefährden.






