Eine Frau, die nach dem Unglück im Süden Teneriffas mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden war, ist ihren Verletzungen erlegen. Damit erhöht sich die Zahl der Todesopfer des Vorfalls vom Sonntag auf vier, wie Quellen der kanarischen Regierung gegenüber der Nachrichtenagentur EFE bestätigten. Die Rettungsteams suchen weiterhin fieberhaft nach einer vermissten Person.
Wie sich die Tragödie ereignete
Der Vorfall ereignete sich kurz nach 16 Uhr am Sonntag, als eine massive Welle das Naturbecken der Isla Cangrejo an der Küste von Los Gigantes (Gemeinde Santiago del Teide) traf. Die Wucht der Wasserwand riss mehrere Menschen, die sich dort aufhielten, ins offene Meer.

Rettungskräfte konnten zunächst drei Tote am Unglücksort bergen. Ein weiteres Opfer – die Frau, die später im Krankenhaus verstarb – war in kritischem Zustand ausgeflogen worden.
Großangelegte Rettungsaktion wegen gefährlicher Seebedingungen
Aufgrund der Dimension und Gefährlichkeit des Ereignisses wurde ein umfangreicher Notfalleinsatz aktiviert, an dem folgende Einheiten beteiligt waren:
- Helimer-Hubschrauber der Seenotrettung
- GES-Hubschrauber (Grupo de Emergencias y Salvamento)
- SUC-Hubschrauber des Kanarischen Rettungsdienstes
- Mehrere Ambulanzen des SUC
- Zivilgarde
- Lokale Polizei
- Regionales Gesundheitspersonal

Die Einsatzteams bestätigten den Tod von drei Personen noch vor Ort. Eine weitere Person wurde reanimationspflichtig aus dem Wasser geborgen und befindet sich weiterhin in intensiver Wiederbehandlung. Die Suche nach der vermissten Person wird fortgesetzt.
Unglück geschah trotz bestehender Warnungen
Der tragische Vorfall ereignete sich zu einem Zeitpunkt, als für die Kanarischen Inseln eine Vorwarnung vor gefährlichen Küstenphänomenen galt. Die Regionalregierung hatte noch in den Tagen zuvor eindringlich davor gewarnt, sich exponierten Küstenabschnitten zu nähern, da die starken Wellen und der intensive Wellengang eine erhebliche Gefahr darstellten.






