Laut dem auf dem VII. Jahreskongress von Asufin vorgestellten Bericht werden fast drei von zehn Immobilienkäufen auf den Kanarischen Inseln und den Balearen von ausländischen Käufern getätigt. In der Autonomen Gemeinschaft Valencia liegt dieser Anteil bei 28 %, in Murcia bei 22 %, während fünf Regionen unter 4 % bleiben – Extremadura bildet mit 1,58 % das Schlusslicht.
Investment als Hauptmotiv
In 65 % der Fälle ist Investition der Hauptgrund, aus dem Käufer eine Hypothek aufnehmen.
Notariatsdaten stützen diese Entwicklung: Auf den Kanarischen Inseln sind die Immobilienpreise um 22 % gestiegen, und nahezu die Hälfte der Mietobjekte wird inzwischen als Ferienunterkunft vermarktet.
Knappes Angebot an Neubauten

Asufin weist darauf hin, dass Neubauimmobilien lediglich 15 % des gesamten Marktes ausmachen. Von den knapp 48.000 Immobilientransaktionen, die das INE registrierte, entfallen nur etwas mehr als 7.500 auf erteilte Baugenehmigungen – ein deutliches Zeichen für das begrenzte Neubauangebot.
Entwicklung bei Hypotheken
Der durchschnittliche Zinssatz für aktuell vergebene Hypotheken liegt bei 3,12 %.
- Festzinsdarlehen sind mit 2,87 % weiterhin die günstigsten.
- Variabel verzinste Hypotheken sind mit durchschnittlich 3,38 % die teuersten.
- Gemischte Hypotheken, die als Reaktion auf die raschen Zinserhöhungen der letzten zwei Jahre an Bedeutung gewonnen haben, liegen bei 3,22 %.
Hypotheken belasten Einkommen stark

Durch die Kombination aus hohen Immobilienpreisen und gestiegenen Finanzierungskosten beanspruchen Hypothekenraten inzwischen rund 35 % des durchschnittlichen Haushaltseinkommens.
Für junge Käufer fällt die Belastung besonders hoch aus:
- Bis zu 24 Jahre: rund 58 % des Einkommens
- 25 bis 35 Jahre: etwa 40 %
Dieser finanzielle Druck hat sich seit 2021 deutlich verschärft, was sowohl auf die starke Wertsteigerung von Immobilien als auch auf strengere Kreditbedingungen zurückzuführen ist.






