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Immobilienpreise auf den Kanarischen Inseln in den letzten zehn Jahren um fast 52 % gestiegen

Die Immobilienpreise auf den Kanarischen Inseln sind in den letzten zehn Jahren um fast 52 Prozent gestiegen und liegen nun bei rund 2.000 Euro pro Quadratmeter.

Die Immobilienpreise auf den Kanarischen Inseln sind in den vergangenen zehn Jahren um fast 52 Prozent gestiegen und liegen inzwischen bei rund 2.000 Euro pro Quadratmeter. Spanienweit beträgt der durchschnittliche Preisanstieg mehr als 40 Prozent, womit der Quadratmeterpreis inzwischen die Marke von 2.000 Euro überschritten hat.


Nach Angaben des Ministeriums für Wohnungswesen und Stadtentwicklung fiel der Preisanstieg auf den Balearen am deutlichsten aus – dort haben sich die Preise innerhalb eines Jahrzehnts nahezu verdoppelt.

Carla, eine junge Frau aus Teneriffa, beschreibt die schwierige Wohnungssituation vieler Menschen: „Selbst mit zwei Gehältern können wir uns das nicht leisten.“

Rekordwerte und kontinuierliches Wachstum

Im zweiten Quartal 2015 lag der durchschnittliche Immobilienpreis in Spanien bei 1.476 Euro pro Quadratmeter. Zehn Jahre später, im selben Zeitraum 2025, beträgt er 2.093 Euro – ein Anstieg von 616 Euro.

In den vergangenen zehn Jahren sind die Preise stetig gestiegen:

  • Zwischen 2016 und 2018 überstieg der Quadratmeterpreis erstmals 1.500 Euro.
  • Zwischen 2019 und 2021 blieb er über 1.600 Euro.
  • Seit 2022 liegt er bei über 1.700 Euro.
  • 2024 wurde im Durchschnitt 1.900 Euro erreicht, und 2025 hat der Preis zum ersten Mal seit der Immobilienblase 2008 die Marke von 2.000 Euro überschritten.
Immobilienpreise auf den Kanarischen Inseln in den letzten zehn Jahren um fast 52 % gestiegen

Mit 2.093 Euro pro Quadratmeter nähern sich die aktuellen Preise nun dem historischen Höchststand aus den Jahren 2008 und 1995, als zwischen Januar und März 2008 ein Rekordwert von 2.101 Euro pro Quadratmeter verzeichnet wurde.

Anhaltende Nachfrage trifft auf knappes Angebot

Der Mangel an verfügbarem Wohnraum bei gleichzeitig hoher Nachfrage treibt die Preise weiter in die Höhe und erschwert vor allem jungen Menschen den Zugang zu Wohneigentum. Sie gehören weiterhin zu denjenigen in Europa, die das Elternhaus am spätesten verlassen.

Zwischen April und Juni 2025 lagen die Immobilienpreise 10,4 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum und 41,7 Prozent höher als 2015. Auch wenn sich das Wachstum in diesem Jahr leicht abgeschwächt hat, beträgt der kumulative Anstieg immer noch 9,7 Prozent.

Balearen führen das Ranking an

Unter den autonomen Gemeinschaften Spaniens verzeichnen die Balearen den stärksten Anstieg: 82,4 Prozent in den letzten zehn Jahren. Der Durchschnittspreis stieg von 1.927 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2015 auf aktuell über 3.518 Euro, also um fast 1.600 Euro.

Zusammen mit Madrid sind die Balearen die einzigen Regionen, in denen der Durchschnittspreis über 3.000 Euro pro Quadratmeter liegt. In der Autonomen Gemeinschaft Madrid beträgt der aktuelle Durchschnittspreis 3.631 Euro, was einem Anstieg von 75 Prozent gegenüber 2.078 Euro im Jahr 2015 entspricht.

Immobilienpreise auf den Kanarischen Inseln in den letzten zehn Jahren um fast 52 % gestiegen

Auf den Kanarischen Inseln beträgt der Anstieg 52 Prozent, von 1.318 Euro auf nahezu 2.000 Euro pro Quadratmeter. Katalonien verzeichnet einen Anstieg von 49 Prozent (von 1.680 Euro auf 2.499 Euro), was einem Plus von 820 Euro pro Quadratmeter entspricht. In der Region Valencia stiegen die Preise um 46 Prozent (von 1.140 Euro auf 1.672 Euro), in Andalusien um 43,5 Prozent auf durchschnittlich 1.741 Euro pro Quadratmeter.

Extremadura bleibt am günstigsten

Die übrigen Regionen Spaniens verzeichneten moderatere Preissteigerungen, die im Allgemeinen unter dem Landesdurchschnitt lagen:

  • Navarra: +33 % → 1.784 €/m²
  • Ceuta und Melilla: +31,4 % → 2.027 €/m²
  • Aragonien: +26,8 % → 1.537 €/m²
  • Galicien: +26,3 % → 1.490 €/m²
  • Asturien: +24 % → 1.578 €/m²
  • Kantabrien: +22,4 % → 1.851 €/m²
  • Murcia: +20 % → 1.185 €/m²
  • Kastilien-La Mancha: +19,6 % → 1.060 €/m²
  • La Rioja: +19 % → 1.317 €/m²
  • Baskenland: +14 % → 2.792 €/m²
  • Kastilien und León: +11,6 % → 1.172 €/m²

Den niedrigsten Preisanstieg verzeichnet Extremadura, mit nur 6,8 Prozent. Gleichzeitig bleibt sie die einzige Region Spaniens, in der der durchschnittliche Quadratmeterpreis noch unter 1.000 Euro liegt – konkret bei 920 Euro.


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