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Regierung warnt vor Unwetter auf den Kanarischen Inseln: Regen, Überschwemmungen und stürmischer Wind erwartet

Schwere Regenfälle und Sturm Claudia könnten auf den Kanaren Überschwemmungen und gefährliche Küstenbedingungen verursachen.

Die Regierung der Kanarischen Inseln hat aufgrund der aktuellen Vorhersage der staatlichen Wetterbehörde AEMET offiziell den Alarmzustand wegen starker Regenfälle und möglicher Überschwemmungen ausgerufen. Die Entscheidung wurde von der Generaldirektion für Notfälle im Rahmen des Spezifischen Notfallplans für widrige Wetterbedingungen (PEFMA) getroffen, der im Dekret 18/2014 festgelegt ist.


Die Wetterwarnung tritt am Mittwoch, 12. November, um 15:00 Uhr in Kraft. Eine zusätzliche Warnung wegen starker Windböen beginnt bereits um 12:00 Uhr. Beide Warnungen betreffen alle Inseln des Archipels.

Sturm Claudia nähert sich – was erwartet wird

Regierung warnt vor Unwetter auf den Kanarischen Inseln: Regen, Überschwemmungen und stürmischer Wind erwartet

Laut AEMET zieht eine Kaltfront, die mit Sturm Claudia verbunden ist und sich derzeit südwestlich der Britischen Inseln befindet, auf die Kanaren zu. Beim Durchzug von West nach Ost wird das Wetter schnell umschlagen:

  • Mittwochmittag: Die Front erreicht La Palma.
  • Mittwochabend / Nacht: Stärkere Regenfälle auf Teneriffa, La Gomera und El Hierro.
  • Donnerstagnachmittag: Das System erreicht Fuerteventura und Lanzarote, wo ebenfalls kräftige Schauer auftreten können.

Die Meteorologen erwarten anhaltende Regenfälle, lokal begleitet von heftigen oder sehr heftigen Schauern. Auf den höheren Inseln – vor allem an West- und Südhängen – können Niederschläge von 20–30 Millimetern pro Stunde auftreten, über einen Zeitraum von zwölf Stunden sogar 80–100 Millimeter. Für Lanzarote und Fuerteventura sind kurze, intensive Regengüsse mit mehr als 15 Millimetern pro Stunde möglich.

Laut AEMET wird Sturm Claudia stationär nordwestlich der Iberischen Halbinsel verharren und mehrere aktive Fronten in Richtung Kanaren schicken. Neben Regen wird mit starken Südwestwinden und hohem Wellengang gerechnet.

Risiko für Überschwemmungen, Erdrutsche und Schäden durch Wind

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Die Behörden warnen:

  • An besonders exponierten Hanglagen besteht Gefahr plötzlicher Überschwemmungen, insbesondere in Schluchten und Abflussbereichen.
  • Sturmböen können Bäume, lose Dachabdeckungen oder Baustellenelemente zum Einsturz bringen.
  • An der Küste wird mit Sturmfluten und gefährlichem Wellengang gerechnet, was Promenaden und Hafenanlagen gefährden kann.

Die Bevölkerung wird aufgefordert, sich auf mögliche Einschränkungen vorzubereiten und Vorsicht walten zu lassen.

Offizielle Sicherheitsempfehlungen der Regierung

Die Generaldirektion für Notfälle ruft zu besonderer Vorsicht auf und empfiehlt:

  • Nicht in überflutete Bereiche, Schluchten oder Barrancos gehen oder fahren, auch nicht „nur kurz“. Wasser kann schneller steigen, als man es merkt.
  • Aufzüge während Starkregen vermeiden, da Wasser eindringen oder der Strom ausfallen kann.
  • 112 nur bei echten Notfällen anrufen. Für allgemeine Informationen 012 wählen.
  • Lose Gegenstände sichern: Pflanzenkübel, Stühle und leichte Möbel von Balkonen und Terrassen entfernen.
  • Gebäude und Straßenbereiche meiden, die instabil oder baufällig wirken.
  • Abstand halten von Gerüsten, Kränen, Werbetafeln sowie beleuchteten Schildern.
  • Bei Gewittern nicht in offenen Flächen rennen und sich nicht in die Nähe von Orten begeben, wo Blitze eingeschlagen haben.

Die Regierung betont, dass weitere Aktualisierungen folgen werden und empfiehlt, die offiziellen Mitteilungen von AEMET und den Notdiensten aufmerksam zu verfolgen.


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