Die Regierung der Kanarischen Inseln hat wegen einer für November ungewöhnlichen Hitzewelle eine Vorwarnung vor Waldbrandgefahr ausgesprochen. Die Maßnahme betrifft Gran Canaria sowie die westlichen Inseln Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro und gilt ab Montag, 3. November, um 12:00 Uhr.
Die Entscheidung erfolgt auf Grundlage der Informationen der spanischen Wetterbehörde Aemet und der technischen Einschätzungen weiterer Fachgremien, eingebettet in den regionalen Zivilschutzplan INFOCA, der das Vorgehen bei Waldbränden regelt.
Ungewöhnlich hohe Temperaturen für diese Jahreszeit
Aemet rechnet mit dem Eintreffen einer sehr warmen Luftmasse, die Temperaturen bis zu 34 °C bringen kann – ein Niveau, das eher an Hochsommer erinnert als an Anfang November. Besonders in mittleren und höheren Lagen könnten diese Werte erreicht oder sogar überschritten werden, wodurch Teile des Archipels zu den heißesten Regionen Spaniens werden.

Zusätzlich zur Hitze erwarten die Meteorologen:
- sehr niedrige relative Luftfeuchtigkeit in mittleren und hohen Luftschichten
- mögliche Calima, also das Heranführen von Saharastaub
- ausgetrocknete Böden aufgrund wochenlanger Niederschlagsarmut
Diese Kombination begünstigt das Entstehen und schnelle Ausbreiten von Waldbränden, vor allem in Gebieten mit dichter Vegetation, landwirtschaftlichen Flächen oder trockenem Buschwerk.
Empfehlungen für die Bevölkerung
Die Behörden fordern Einwohner und Besucher auf, besonders vorsichtig zu sein und riskante Aktivitäten zu vermeiden. Dazu gehören:

- kein Feuer im Freien entzünden, keine Grillfeuer oder landwirtschaftlichen Verbrennungen durchführen
- keine Werkzeuge oder Maschinen verwenden, die Funken erzeugen könnten
- keine Zigarettenkippen, Glasflaschen oder brennbaren Abfälle wegwerfen
- Zugangsbegrenzungen zu Waldwegen und -gebieten respektieren
- jede Rauchentwicklung oder offene Flamme sofort über 112 melden
Die Regionalregierung erinnert daran, dass Waldbrände nicht nur die Natur, sondern auch bewohnte Gebiete, Infrastruktur und Menschenleben gefährden.
Aktuelle Informationen und eventuelle Maßnahmen werden über die offiziellen Kommunikationskanäle der Regierung der Kanarischen Inseln sowie über den Notdienst 1-1-2 Canarias veröffentlicht.






