Noch nie zuvor haben so viele Ausländer auf den Kanarischen Inseln Immobilien erworben wie heute. Der Archipel verzeichnet derzeit 7,6 % aller Hypotheken, die von ausländischen Käufern in Spanien aufgenommen werden – der vierthöchste Wert im Land, übertroffen nur von der Autonomen Gemeinschaft Valencia (27,5 %), Andalusien (20,5 %) und Katalonien (14,6 %).
Dies geht aus dem aktuellen Bericht von idealista hervor, der die Inseln als eines der beliebtesten Ziele für internationale Immobilienkäufer in Spanien bezeichnet.
Deutsche führen den Markt an
Im dritten Quartal 2025 entfielen 17,1 % aller Hypothekenanträge aus dem Ausland auf deutsche Staatsbürger, womit sie ihre Spitzenposition auf dem spanischen Immobilienmarkt weiter ausbauten.
Es folgen die Briten (13,7 %), Franzosen und Schweizer (jeweils 8,7 %) sowie die Niederländer (8,3 %). Zu den Top Ten zählen außerdem Käufer aus den USA (5,1 %), Belgien (4,2 %), Irland (4,1 %), Schweden (2,6 %) und Italien (1,9 %).
Insgesamt entfallen damit fast drei Viertel der gesamten ausländischen Hypothekenanträge auf diese zehn Nationalitäten. Der Rest (25,6 %) verteilt sich auf andere Länder mit geringerer Beteiligung. Im Gesamtmarkt machen ausländische Käufer 3,9 % aller Hypothekenanträge in Spanien aus.
Rekordwerte für Deutschland

Laut dem Bericht erreicht der Anteil deutscher Käufer den höchsten Stand seit Beginn der Erhebung. Bereits 2024 hatten die Deutschen die Briten als führende Nationalität überholt – damals lag der Vorsprung jedoch nur bei 0,6 Prozentpunkten (15,3 % gegenüber 14,7 %). Ein Jahr später beträgt die Differenz 3,4 Prozentpunkte, was die wachsende Dominanz Deutschlands deutlich unterstreicht.
Auch Frankreich verzeichnete im Sommer einen deutlichen Zuwachs von zwei Prozentpunkten und liegt nun mit der Schweiz gleichauf auf dem dritten Platz (je 8,7 %). Dennoch bleibt die französische Nachfrage unter dem Spitzenwert von 2023, als sie über 10 % der ausländischen Hypotheken ausmachte.
Großbritannien und die USA verlieren an Dynamik
Die britische Nachfrage bleibt auf hohem Niveau, zeigt jedoch eine Abkühlung: Mit einem Anteil von 13,7 % erreicht sie den drittniedrigsten Wert der letzten elf Quartale und durchbricht den bisherigen Aufwärtstrend.
Auch die US-amerikanische Nachfrage schwächt sich ab. Mit rund 5 % erreicht sie den niedrigsten Wert der gesamten Zeitreihe, nachdem sie seit 2023 zwischen 7,5 % und 10 % schwankte. Damit fallen die USA erstmals aus den Top 5 und belegen aktuell den sechsten Platz. Im Gegensatz dazu gewinnen die Niederlande weiter an Bedeutung und halten stabil einen Anteil von über 8 %, womit sie die USA überholt haben.
Schweden im Aufwind, Italien im Rückzug

Schwedische Käufer steigen in der Rangliste weiter auf und haben Italien überholt. Sie beantragen nicht nur die höchsten durchschnittlichen Hypothekenbeträge (fast 210.000 €), sondern investieren auch in die teuersten Immobilien – mit einem Durchschnittspreis von 301.000 €, deutlich über dem Durchschnitt aller ausländischen Käufer (243.000 €).
Durchschnittliche ausländische Hypothek: 176.140 €
Die meisten Hypothekenanträge aus dem Ausland betreffen Küstenregionen, darunter insbesondere die Kanarischen Inseln. Der durchschnittliche beantragte Hypothekenbetrag liegt bei 176.140 €, und in rund 70,8 % der Fälle benötigen die Antragsteller weniger als 200.000 € für den Immobilienkauf. Der durchschnittliche Immobilienpreis liegt bei 244.000 €, rund 2 % höher als im Vorjahr.
Ausländische Käufer verfügen über ein durchschnittliches monatliches Haushaltseinkommen von 6.422 €, wobei deutliche Unterschiede zwischen den Nationalitäten bestehen:
- Schweizer und US-Amerikaner liegen mit durchschnittlich über 9.000 € pro Monat an der Spitze.
- Schweden folgen mit 7.350 €.
- Italiener bilden mit unter 5.000 € pro Haushalt das Schlusslicht.
Im Durchschnitt sind ausländische Kreditnehmer 43 Jahre alt, beantragen 75 % Fremdfinanzierung und weisen eine niedrige Verschuldungsquote von rund 25 % auf – ein Zeichen für eine insgesamt solide Finanzlage.
Ein boomender Markt – angetrieben von Stabilität und Klima

Der anhaltende Anstieg ausländischer Immobilienkäufe auf den Kanarischen Inseln spiegelt die Attraktivität der Region als sicheres Investitionsziel wider. Gründe dafür sind das ganzjährig milde Klima, hohe Lebensqualität und stabile Nachfrage im Tourismussektor.
Laut idealista markiert das derzeitige Niveau der ausländischen Marktaktivität einen historischen Höchststand – und bestätigt: Noch nie zuvor haben so viele Ausländer so viele Immobilien auf den Kanarischen Inseln gekauft.






