Die Präsidentin des Inselrats von Teneriffa, Rosa Dávila, hat am Mittwoch bestätigt, dass der Zugang zum Gipfel des Teide künftig kostenpflichtig wird. Grundlage ist der Masterplan für die Nutzung und Verwaltung des Teide-Nationalparks (PRUG).
- Kostenlos: Einwohner Teneriffas sowie alle Kinder unter 14 Jahren.
- Ermäßigt: Einwohner der Kanarischen Inseln, zwischen 3 € und 6 €.
- Regulär: Besucher von außerhalb, zwischen 10 € und 25 €.
Der endgültige Preis richtet sich nach Tageszeit, gewählter Route und der Frage, ob man mit einem autorisierten Bergführer unterwegs ist. Für die Führer selbst wird keine Gebühr fällig.
Starttermin und Buchungssystem
- Die Regelung tritt am 1. Januar 2026 in Kraft.
- Bereits im November 2025 soll eine Online-Plattform freigeschaltet werden, über die Reservierungen im Voraus möglich sind.
- Für Zeiten mit besonders hohem Besucherandrang gilt: Der Zugang erfolgt ausschließlich mit Shuttle-Bussen.
Besucherlimits und Quoten
Zur Vermeidung von Überfüllung wird eine Besucherobergrenze eingeführt:
- Maximal 100 Personen pro Zeitfenster, verteilt auf drei Slots pro Tag.
- Ein fester Anteil der Plätze bleibt Anwohnern und registrierten Bergsteigern vorbehalten.
Die Gebührenpflicht betrifft insbesondere zwei zentrale Routen:
- Montaña Blanca – La Rambleta
- Telesforo Bravo
Ziele: Schutz und Sicherheit

Dávila betonte die Notwendigkeit, den Teide-Nationalpark zu schützen, die Sicherheit zu erhöhen und gleichzeitig das Besuchererlebnis aufzuwerten:
„Es war eines der Ziele dieser Regierung, die Besuche im Teide-Nationalpark zu regulieren. Dies ist ein unumkehrbarer Schritt, um den Schutz zu gewährleisten, die Sicherheit zu verbessern und die Erfahrung der Besucher zu bereichern. Eine Maßnahme, die es in anderen Naturräumen der Kanaren bisher nicht gibt.“
Der Schritt ist eine direkte Reaktion auf den starken Anstieg der Besucherzahlen seit der Pandemie: von 3,5 Millionen pro Jahr auf zuletzt mehr als 5 Millionen im Jahr 2024. Davon waren 88 % Touristen und nur 11 % Einheimische.
Mehr Personal und Kontrolle
Zur Umsetzung der neuen Regeln wird das Personal im Nationalpark aufgestockt:
- 8 Umweltagenten, die mit Sanktionsbefugnissen ausgestattet sind und Verstöße an die Umweltstaatsanwaltschaft melden können.
- 8 spezialisierte Techniker, darunter Forst- und Agraringenieure, die sich um nachhaltige Pflege und Schutz kümmern.
Verkehr und Zugang

Eine generelle Eintrittsgebühr für den gesamten Nationalpark ist nicht vorgesehen. Stattdessen will der Inselrat den Zugang stärker über Shuttlebus-Systeme regulieren.
Ein vollständiges Verbot privater Fahrzeuge – mit Ausnahme für Anwohner – wurde zunächst ausgeschlossen.
Weitere Einschränkungen
Die aktualisierte PRUG sieht zusätzliche Regeln vor, etwa für:
- Sportveranstaltungen
- Film- und Medienproduktionen
Diese Aktivitäten müssen künftig strengere Auflagen erfüllen, die vor allem auf die Reduzierung ökologischer Belastungen und die langfristige Bewahrung des Naturraums abzielen.






