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Airbnb entfernt 10.000 irreguläre Kurzzeitvermietungen auf den Kanarischen Inseln

Airbnb und die Kanaren-Regierung setzen auf mehr Transparenz: 10.000 illegale Vermietungen wurden entfernt, registrierte Unterkünfte nehmen stark zu.

Seit dem 9. April hat Airbnb rund 10.000 Kurzzeitvermietungen auf den Kanarischen Inseln von seiner Plattform entfernt. Betroffen waren Unterkünfte, die als unregelmäßig eingestuft wurden oder den gesetzlich vorgeschriebenen Registrierungsprozess nicht abgeschlossen hatten.


Parallel dazu ist die Zahl der ordnungsgemäß registrierten Angebote deutlich angestiegen: Zwischen dem 1. Januar und dem 31. August verzeichnete die Plattform ein Wachstum von mehr als 45 %. Damit zeigen sich die spürbaren Effekte der verschärften Regeln und ihrer konsequenten Durchsetzung.

Kooperation für mehr Rechtssicherheit

Die Entwicklung ist das Ergebnis einer im April 2025 geschlossenen Kooperationsvereinbarung zwischen Airbnb und der Regierung der Kanarischen Inseln. Ziel ist es, die Aktivitäten der Plattform stärker an die regionalen Vorschriften anzupassen.

Airbnb entfernt 10.000 irreguläre Kurzzeitvermietungen auf den Kanarischen Inseln

Dazu hat Airbnb:

  • alle Gastgeber in der Region kontaktiert und sie an ihre Registrierungspflicht erinnert,
  • Anleitungen, Benachrichtigungen und Erinnerungen verschickt,
  • zusätzliche Hilfsmaterialien bereitgestellt, um Gastgeber beim Registrierungsprozess zu unterstützen.

Stellungnahme von Airbnb

Sara Rodríguez, Direktorin für öffentliche Politik für Spanien und Portugal bei Airbnb Marketing Services, erklärte:

„Dies ist ein neues Kapitel für Airbnb auf den Kanarischen Inseln – geprägt von proaktiver Zusammenarbeit, Qualität und einer langfristigen Vision für nachhaltiges Wachstum.“

Sie betonte zudem:

  • dass registrierte Unterkünfte ohnehin zu den bei Reisenden beliebtesten Angeboten gehören,
  • dass die neuen Vorschriften keine wesentlichen kommerziellen Nachteile für Airbnb mit sich bringen,
  • und dass die Plattform durch die Maßnahmen ihre langfristige Präsenz und Compliance in der Region festige.

Reaktion der Regionalregierung

Airbnb entfernt 10.000 irreguläre Kurzzeitvermietungen auf den Kanarischen Inseln

Auch die Regionalministerin für Tourismus und Beschäftigung, Jéssica de León, lobte die erzielten Ergebnisse. Sie erinnerte daran, dass vor einem Jahr noch Bilder von Zelten auf Dächern, Mini-Campingplätzen in Geschäftsräumen und Wohnmobilen für Schlagzeilen gesorgt hatten.

„Dank der im April letzten Jahres geschlossenen Vereinbarung sind solche irregulären Angebote nun nicht mehr auf Airbnb zu finden“, erklärte de León.

Nach ihrer Einschätzung sei die Entfernung dieser Angebote ein entscheidender Schritt zur Regulierung des Sektors und zur Entlastung der lokalen Gemeinden, die seit Jahren über Missstände geklagt hatten.

Blick in die Zukunft

Airbnb kündigte an, den eingeschlagenen Kurs fortzusetzen. Geplant sind:

  • eine weitere Erhöhung des Anteils registrierter Unterkünfte,
  • die kontinuierliche Aufklärung von Gastgebern über die geltenden Vorschriften,
  • sowie die Veröffentlichung regelmäßiger Fortschrittsberichte an Behörden und Öffentlichkeit.

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