Der staatliche Wetterdienst AEMET hat seine Prognose für Freitag überarbeitet. Die Warnungen vor extremer Hitze und Kalima bleiben bestehen – mit den Kanarischen Inseln als besonders betroffener Region.
Extreme Temperaturen und Warnstufen
Für Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura gilt eine orangefarbene Warnung (erhebliches Risiko), da dort Höchstwerte von 37 bis 38 °C erwartet werden. Auch die übrigen Inseln – Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro – stehen unter Hitzewarnung, wenn auch auf niedrigerem Niveau.
Auf dem spanischen Festland gelten ebenfalls Hitzewarnungen, u. a. in den Provinzen Guipúzcoa, Vizcaya, Orense, Badajoz, Cáceres, Cuenca, Córdoba, Jaén, Sevilla sowie in Liébana (Kantabrien). In den Senken und Tälern Andalusiens und der Extremadura können die Temperaturen ebenfalls 38 °C erreichen.
Kalima: Staub in der Luft

Zusätzlich wurde für das gesamte Archipel eine Staubwarnung ausgegeben. Der aus der Sahara stammende Staub reduziert die Sichtweite auf rund 3.000 Meter, besonders in den Mittellagen und an den Südhängen der Inseln. Auch auf dem südlichen und westlichen Festland Spaniens kann Kalima in abgeschwächter Form auftreten.
Auswirkungen im Alltag: Unterrichtsausfall und Unwetter am Teide
Die extremen Bedingungen wirken sich bereits spürbar aus: Auf Teneriffa haben sieben Schulen wegen der hohen Temperaturen den Präsenzunterricht eingestellt. Gleichzeitig kam es am Teide trotz Hitzewarnung zu einem heftigen Gewitter mit Hagel und Starkregen.
Wetterlage: Einfluss subtropischer Luftmasse
Die Wetterentwicklung wird durch eine subtropische Luftmasse bestimmt, die mittelhohe und hohe Wolken mit sich bringt. Auf dem Festland zieht die Wolkendecke von Süden nach Norden, während die Ostküste voraussichtlich weitgehend klar bleibt.
Am Nachmittag ist mit konvektiver Aktivität über der zentralen Hochebene, den umliegenden Gebirgen, dem oberen Ebro sowie in westlichen Landesteilen zu rechnen. Dort sind kräftige Gewitter mit intensiven Schauern und stürmischen Böen wahrscheinlich. Auch auf den Kanarischen Inseln sind vereinzelte Schauer und Gewitter nicht auszuschließen.

Am Morgen wird zudem in mehreren Regionen mit Tief- und Hochnebel gerechnet – darunter im östlichen Festland, im unteren Ebro-Tal, auf den Balearen, in der Straße von Gibraltar, in Melilla und in Galicien.
Temperaturentwicklung
- Höchstwerte: Auf dem Festland ist ein allgemeiner Temperaturrückgang zu erwarten, ausgenommen Galicien und die Kanarischen Inseln, wo sich kaum Änderungen abzeichnen. Dennoch werden vielerorts über 35 °C erreicht, in Teilen des Archipels und an der südlichen Atlantikküste sogar 38 °C. Selbst im nördlichen Hochland, im südlichen Galicien, an der östlichen Kantabrischen Küste und im Ebro-Becken sind Werte bis 35 °C möglich.
- Tiefstwerte: Steigen im Westen und im nördlichen Zentrum des Festlands, sonst bleibt es weitgehend unverändert. In vielen Mittelmeerregionen, im Ebro-Tal und im südwestlichen Festland fallen die Werte nachts nicht unter 20 °C. Auf den Kanarischen Inseln können die Nächte sogar bis 25 °C warm bleiben.
Windprognose
Die Ostwinde dominieren am Freitag an der Südküste des Festlands, den südlichen Balearen und in Cádiz, mit starken Böen und teils sehr stürmischen Abschnitten in der Straße von Gibraltar. Im Übrigen bleibt der Wind meist schwach, jedoch regional unterschiedlich:
- Ost- bis Nordostwind auf den Kanaren.
- Nord- bis Westwind an der kantabrischen Küste.
- Süd- bis Westwind über der nördlichen Hochebene und in Galicien.
- Ost- bis Südwind im restlichen Spanien.






