Das Großprojekt El Mojón in der Gemeinde Arona rückt nach jahrzehntelanger Planung in greifbare Nähe. Mit Investitionen in Höhe von rund 2 Milliarden Euro, der Schaffung von 9.000 Betten sowie 4.000 Arbeitsplätzen wird das Projekt als einer der bedeutendsten städtebaulichen Meilensteine Teneriffas beschrieben.
Dimensionen und Eckdaten des Projekts
Der 1996 von der COTMAC (Kommission für Raumordnung und Umwelt der Kanarischen Inseln) genehmigte Teilplan umfasst eine Fläche von 972.000 Quadratmetern zwischen Los Cristianos, Chayofa und dem Hospital del Sur.
- Nutzung: 60 % Wohnraum, 40 % touristische Infrastruktur mit insgesamt 9.000 Betten.
- Öffentliche Flächen: 390.000 m², darunter zwei Parks (je 26.000 m²), 11.000 m² für Bildungseinrichtungen, 15.000 m² für Sport und 17.000 m² für Kultur.
- Verkehrsinfrastruktur: 245.000 m² sind für Straßen und Anbindungen vorgesehen, um die Mobilität und Hafenverbindungen zu verbessern.
- Wirtschaftliche Bedeutung: Neben den 2 Milliarden Euro Direktinvestitionen werden bis zu 8 Milliarden Euro indirekte Investitionen erwartet.
Stimmen aus der Politik
Bei der feierlichen Unterzeichnung im Rathaus von Arona sprach Bürgermeisterin Fátima Lemes von einem „historischen Moment“. Das Projekt sei „nicht mehr nur Vision, sondern Realität, die das Gesicht der Gemeinde dauerhaft verändern wird“. Zugleich betonte sie die Notwendigkeit, Wachstum mit Mobilitätslösungen, besserer Fußgängerfreundlichkeit und gestärkten öffentlichen Diensten zu verbinden.
Stadtrat Javier Baute würdigte den verstorbenen Manolo Barrios als „Vater des Teilplans“ und hob die enorme Komplexität der „Makroakten“ hervor. Er machte deutlich, dass neben Großinvestoren auch kleine und mittlere Unternehmen profitieren werden. Probleme, insbesondere im Bereich Verkehr, seien zu erwarten, doch es werde bereits an technischen Lösungen gearbeitet.
Zusammenarbeit und nächste Schritte
Miguel Villarroya, Präsident des Entschädigungsausschusses von El Mojón, betonte die Bedeutung der öffentlich-privaten Zusammenarbeit und erinnerte daran, dass das Projekt „das Ergebnis jahrzehntelanger Arbeit“ sei.
Nach der teilweisen Genehmigung der Urbanisierungsarbeiten können die ersten Baugenehmigungen noch 2025 erteilt werden. Den Weg dafür ebnete eine Vereinbarung vom 19. Februar 2024 zwischen dem Stadtrat und der Kommission, die die Abnahme der Urbanisierungsarbeiten und die Schaffung sicherer Verkehrsverbindungen garantierte.
Ausblick
Mit dem baldigen Beginn des Wohnungsbaus steht El Mojón vor der Umsetzung eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Teneriffas seit Jahrzehnten. Es wird Arona nicht nur wirtschaftlich stärken, sondern auch als zentrale Referenz auf den Kanarischen Inseln etablieren.
Bürgermeisterin Lemes fasste die Bedeutung so zusammen:
„In einigen Jahren werden wir auf diesen Moment zurückblicken und ihn als Beginn einer neuen Etappe für unsere Gemeinde erkennen.“






