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Verzögerungen bei der Passkontrolle in Teneriffa Süd als „Einzelfälle“ bezeichnet – Personal um 40 % aufgestockt

Spanische Behörden werten die langen Schlangen an der Passkontrolle in Teneriffa Süd als Einzelfälle und verweisen auf eine 40-prozentige Personalaufstockung.

Die langen Warteschlangen an der Passkontrolle des Flughafens Teneriffa Süd sorgen weiter für Diskussionen. Während zahlreiche Reisende und Abgeordnete auf wiederkehrende Probleme hinweisen, stuft die spanische Regierung die Zwischenfälle als „isolierte Vorfälle“ ein. Nach Angaben des Innenministeriums wurde die Zahl der Mitarbeiter für die Dokumentenkontrolle zuletzt um 40 % erhöht, außerdem seien neue technische Systeme eingeführt worden.


Kritik aus dem Parlament

Die Debatte erreichte den Kongress, als Cristina Valido (Coalición Canaria) die Regierung aufforderte, Maßnahmen zu ergreifen, um ähnliche Szenen vor der britischen Urlaubssaison im Oktober zu vermeiden. Sie erinnerte daran, dass es nicht nur auf Teneriffa Süd, sondern auch auf Fuerteventura regelmäßig zu Überlastungen komme – und dies nicht nur während der Hochsaison.

„Ich habe bereits im Dezember nachgefragt, und damals hieß es, man erhöhe die Mitarbeiterzahl und habe mit Aena abgestimmt, um Flugspitzen zu entzerren. Wenn das tatsächlich umgesetzt wurde, zeigt es offenbar keine Wirkung,“ kritisierte Valido.

Verzögerungen bei der Passkontrolle in Teneriffa Süd als „Einzelfälle“ bezeichnet – Personal um 40 % aufgestockt

Besonders besorgniserregend sei, dass britische Medien das Thema aufgegriffen und von „Airport Chaos“ berichtet hätten, was das Image der Kanaren im wichtigsten Herkunftsmarkt gefährden könne.

Forderungen nach mehr regionalem Einfluss

Valido stellte das Thema auch in einen größeren politischen Kontext: Während Katalonien und das Baskenland mit Madrid über eine Mitverwaltung ihrer Flughäfen verhandeln, sehe auch das Autonomiestatut der Kanarischen Inseln eine solche Möglichkeit vor. Es sei enttäuschend, so Valido, dass diese Probleme unter einer Regierung auftreten, in der der Innenminister selbst von den Kanaren stamme.

Regierung spielt Probleme herunter

Innenminister Fernando Grande-Marlaska räumte ein, dass strengere Kontrollen für Reisende aus Drittländern gelegentlich zu Verzögerungen führten. Er betonte jedoch, dass die Personalausstattung deutlich gestärkt worden sei und es sich lediglich um „kleine Verzögerungen“ handele, die mit Ankunfts- und Abflugplänen der Airlines zusammenhingen.

„Das ist keine Selbstgefälligkeit,“ erklärte Marlaska. „Wir arbeiten eng mit Aena und den Fluggesellschaften zusammen, um Engpässe zu vermeiden. Der Tourismus ist für unsere Wirtschaft entscheidend, und wir setzen alles daran, einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.“

Verzögerungen bei der Passkontrolle in Teneriffa Süd als „Einzelfälle“ bezeichnet – Personal um 40 % aufgestockt

Zudem verwies er auf den Einsatz zusätzlicher technischer Ressourcen, darunter automatisierte Passkontrollkabinen, die bereits installiert seien. Weitere Verbesserungen seien geplant.

Anhaltende Sorgen

Während die Regierung die Probleme herunterspielt, sehen Kritiker darin wiederkehrende und strukturelle Schwachstellen, die das internationale Ansehen der Kanarischen Inseln gefährden. Angesichts der bevorstehenden Wintersaison und verstärkter Medienaufmerksamkeit bleibt die Frage offen, ob die Maßnahmen tatsächlich ausreichen, um den erwarteten Touristenandrang ohne Störungen zu bewältigen.


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