Die Regierung der Kanarischen Inseln hat über die Generaldirektion für Notfälle am Mittwoch, den 20. August, um 12:00 Uhr die Frühwarnungen wegen Hitze und Wind aufgehoben, die zuvor für den gesamten Archipel gegolten hatten. Grundlage für diese Entscheidung war die Auswertung aktueller Daten der staatlichen Wetterbehörde AEMET sowie weiterer offizieller Quellen im Rahmen des Sonder-Notfallplans für widrige Wetterbedingungen (PEFMA).
Auch die Vorwarnung wegen Calima, die für alle Inseln gegolten hatte, wurde aufgehoben, nachdem sich die atmosphärischen Bedingungen, die zu ihrer Aktivierung geführt hatten, wieder normalisiert hatten. Gleiches gilt für die Vorwarnung vor Wind, die einzelne Gebiete von El Hierro, La Palma, La Gomera, Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote betroffen hatte. Da die gefährlichen Böen deutlich nachgelassen haben, sahen die Behörden keinen Grund mehr, die Maßnahmen aufrechtzuerhalten.

Die Regierung betonte, dass die Warnungen ausschließlich deshalb aufgehoben wurden, weil die meteorologischen Voraussetzungen für ihre Ausrufung nicht mehr bestehen.
Drei Warnungen weiterhin gültig
Trotz der Entwarnungen bleiben drei wichtige Gefahrenlagen bestehen:
1. Küstenphänomene
Die Vorwarnung für Küstenphänomene gilt weiterhin auf den westlichen Inseln sowie auf Gran Canaria, insbesondere an der West-, Nordwest- und Südostküste sowie auf den Seegebieten zwischen den Inseln.
- Erwartet werden Nordostböen bis 61 km/h,
- starker bis sehr starker Seegang,
- sowie kombinierte Wellenhöhen von bis zu 3 Metern.
2. Hohe Temperaturen
Die Hitzewarnung bleibt für den gesamten Archipel in Kraft.
- Die Hitzewelle betrifft vor allem das Landesinnere, die mittleren Höhenlagen und das Hochland.
- Besonders betroffen sind die westlichen und südlichen Hänge der höheren Inseln.
- In einzelnen Gebieten können die Temperaturen über 34 ºC steigen.
3. Waldbrandgefahr

Die Generaldirektion für Notfälle hat zudem die Lage in El Hierro, La Gomera, Teneriffa, Gran Canaria und La Palma auf Waldbrandgefahr hochgestuft.
- Die Warnung gilt für Höhenlagen zwischen 400 und 600 Metern, abhängig von der Hangausrichtung.
- Die Kombination aus trockener Luft, Calima und hohen Temperaturen erhöht das Risiko deutlich, sodass die höchste Stufe der Prävention in Waldgebieten aktiviert wurde.
Aufruf zur Vorsicht
Die Regierung der Kanarischen Inseln ruft die Bevölkerung sowie Besucher erneut dazu auf:
- äußerste Vorsicht walten zu lassen,
- riskantes Verhalten in ländlichen und küstennahen Zonen zu vermeiden,
- und die Anweisungen der Behörden strikt zu befolgen.
Nur durch Wachsamkeit und diszipliniertes Handeln lassen sich die Risiken in dieser angespannten Wetterlage wirksam begrenzen.






