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Hitzewelle fordert Todesopfer: 51 Tote auf den Kanarischen Inseln, über 2.600 in ganz Spanien

In diesem Sommer sind auf den Kanarischen Inseln 51 Menschen und in ganz Spanien über 2.600 an den Folgen extremer Hitze gestorben.

Die anhaltenden Hitzewellen dieses Sommers haben bereits zahlreiche Todesopfer gefordert. Nach Schätzungen des spanischen Systems zur täglichen Überwachung der Sterblichkeit (MoMo) sind auf den Kanarischen Inseln bislang 51 Menschen den extremen Temperaturen zum Opfer gefallen, während landesweit über 2.600 Todesfälle registriert wurden.


Die Lage auf den Kanarischen Inseln

Die Inselgruppe bleibt stark betroffen:

  • Gesamtzahl seit Sommerbeginn: 51 Todesfälle.
  • Juli: 36 Tote.
  • August (bis Mitte des Monats): 15 Tote.

Diese Zahlen unterstreichen, warum die Regierung wiederholt Hitzewarnungen für die Region herausgegeben hat.

Situation in Spanien insgesamt

Hitzewelle fordert Todesopfer: 51 Tote auf den Kanarischen Inseln, über 2.600 in ganz Spanien

Im gesamten Land beziffert MoMo die Zahl der Todesopfer auf 2.635, ein Anstieg um 40 % im Vergleich zum Vorjahr (2024: 1.856 Todesfälle).

Besonders gravierend war die jüngste Hitzewelle vom 3. bis 18. August:

  • 1.149 Todesfälle allein in diesem Zeitraum.
  • 17. August: 125 Tote – der bislang tödlichste Tag des Sommers.
  • 16. August: 113 Tote.

Vergleich nach Monaten

  • August (bis Mitte des Monats): bereits mehr Tote als im gesamten Juli.
  • Juli: 1.060 Todesfälle (gegenüber 672 im Juli 2024).
  • Juni: 407 Todesfälle (im Juni 2024 waren es lediglich 32).
  • Zweite Maihälfte: 8 Todesfälle (2024: nur 2).

Wer sind die Opfer?

Hitzewelle fordert Todesopfer: 51 Tote auf den Kanarischen Inseln, über 2.600 in ganz Spanien

  • Alter:
    • 2.529 Menschen waren älter als 65.
    • 2.347 waren über 75.
    • 1.747 waren 85 Jahre oder älter.
  • Geschlecht:
    • 1.579 Frauen.
    • 1.056 Männer.

Die Berechnungen basieren nicht auf medizinischen Diagnosen, sondern auf statistischen Modellen, die Sterblichkeitsraten mit Temperaturdaten abgleichen und mit Vorjahrestrends vergleichen.

Hitzschlag als direkte Todesursache

Obwohl die meisten Opfer indirekt durch die Verschlimmerung bestehender Krankheiten sterben, forderte Hitzschlag in diesem Sommer bereits 23 direkte Todesopfer, darunter vier Arbeiter.

  • 2024: 17 Tote.
  • 2022: 20 Tote.
  • 2023 (bisher tödlichster Sommer): 24 Tote.

Mit noch rund sechs Wochen bis zum Ende des offiziellen Sommerüberwachungszeitraums (15. Mai – 30. September) könnte 2025 eines der tödlichsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen werden.


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