Die Inflation auf den Kanarischen Inseln hat im Juli weiter angezogen, angetrieben vor allem durch deutliche Preissteigerungen bei frischem Obst und Rindfleisch. Innerhalb eines Jahres sind die Verbraucherpreise um 2,2 % gestiegen – der zweite monatliche Anstieg in Folge. Wirtschaftsverbände warnen angesichts internationaler Handelsspannungen, insbesondere möglicher US-Strafzölle auf europäische Waren, vor zusätzlichen Risiken für die regionale Wirtschaft.
Beschleunigte Teuerung im Juli
Laut den gestern vom Nationalen Statistikinstitut (INE) veröffentlichten endgültigen Daten lag die jährliche Teuerungsrate im Juli bei 2,2 %. Im Juni hatte sie noch 1,7 % betragen. Spanienweit stieg die Inflation um 0,4 Prozentpunkte auf 2,7 %.
Im Vergleich zum Vormonat legten die Preise auf den Inseln um 0,1 % zu, während die kumulierte Inflation für die ersten sieben Monate des Jahres 1,5 % erreichte.
Deutliche Anstiege bei Lebensmitteln

- Frisches Obst: +13,4 %
- Rindfleisch: +12,7 %
- Eier, Kakao und Kaffee: jeweils +12,2 %
Weitere Preissteigerungen
Auch außerhalb des Lebensmittelbereichs wurden spürbare Zuwächse registriert:
- Wohnen, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe: +6 %
- Restaurants und Hotels: +4,4 %
- Sonstige Waren und Dienstleistungen: +3 %
Warnung der Wirtschaft

Die CEOE Tenerife betonte, dass die Inflation auf den Kanarischen Inseln zwar unter dem nationalen Durchschnitt liege, dies jedoch kein Anlass für Selbstzufriedenheit sei. Die mögliche Einführung von US-Zöllen von bis zu 30 % auf europäische Produkte könne erhebliche Folgen für die Wirtschaft des Archipels haben.
„Die Spannungen bei Energie-, Lebensmittel- und Wohnraumpreisen bleiben bestehen und beeinträchtigen sowohl die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen als auch die Kaufkraft der Haushalte“, erklärte die Organisation. „Zusätzliche US-Zölle würden einen weiteren Unsicherheitsfaktor darstellen.“






