Steigende Temperaturen, raue See und extreme Waldbrandgefahr haben die Regierung der Kanarischen Inseln veranlasst, eine weitere Vorwarnung auszugeben. Sie ergänzt die bereits bestehende höchste Alarmstufe für Waldbrände sowie die Hitzewarnung für die höher gelegenen Inseln des Archipels.
Rauhe See verschärft die Wetterlage
Die Generaldirektion für Notfälle warnt vor Wellenhöhen von bis zu zwei Metern an den Südwest-, Süd- und Südostküsten von El Hierro, La Gomera, Teneriffa und Gran Canaria. Diese gefährlichen Küstenbedingungen treten zeitgleich mit einer Phase anhaltender Hitze und leichter Calima (Dunst) auf. Die Vorwarnung wurde im Rahmen des Plans für widrige Wetterrisiken (PEFMA) aktiviert.
Fortdauernde Hitzewelle und Dunst

Die höchste Waldbrandwarnstufe gilt weiterhin für Gran Canaria, Teneriffa, La Gomera, El Hierro und La Palma. Grundlage dafür ist der Sonderplan für Zivilschutz und Notfallmaßnahmen bei Waldbränden (INFOCA).
Laut staatlicher Wetteragentur AEMET und der Risikoanalyseeinheit von CECOES 112 wird die Hitzewelle mindestens bis Freitag andauern. Erwartet werden relative Luftfeuchtigkeit unter 30 % sowie ein leichter Dunstschleier, der die Luftqualität beeinträchtigen kann.
Empfehlungen für die Bevölkerung
An der Küste:
- Nicht an abgelegenen oder unbewachten Stränden schwimmen.
- Warnflaggen und Anweisungen der Rettungsschwimmer strikt beachten.
- Nautische und sportliche Aktivitäten in betroffenen Gebieten verschieben.
Bei Hitze und Dunst:
- Keine körperliche Anstrengung während der heißesten Tagesstunden.
- Aufenthalt in kühlen, schattigen Räumen bevorzugen.
- Viel Wasser trinken, Alkohol meiden.
- Leichte, regelmäßige Mahlzeiten einnehmen.
- Im Freien Sonnenschutz tragen.
- Besondere Vorsicht bei älteren Menschen, Kindern und gesundheitlich vorbelasteten Personen.

Für Menschen, die Medikamente einnehmen:
- Ärztlich klären lassen, ob die Behandlung die Temperaturregulierung beeinflusst und ob Anpassungen nötig sind.
Bei zunehmendem Dunst:
- Türen und Fenster geschlossen halten.
- Bei Atemwegs- oder chronischen Erkrankungen Aufenthalte im Freien vermeiden.
Vorbeugung von Waldbränden
Die Behörden appellieren, in dieser Hochrisikoperiode jegliche Brandgefahr zu vermeiden:
- Keine brennenden Zigaretten, Streichhölzer oder Müll in der Natur entsorgen.
- Kein Abbrennen von Feuerwerkskörpern oder pyrotechnischen Artikeln – auch nicht auf offenen Feldern, Ackerflächen oder in waldnahen Wohngebieten.
- Um Wohngebäude herum Sicherheitsstreifen ohne trockene Vegetation oder Abfälle anlegen.
- Kein Camping außerhalb ausgewiesener Plätze, besonders nicht in schwer zugänglichen Gebieten.
- Vorschriften der lokalen Behörden zu Zugangsbeschränkungen und Arbeitsverboten in Waldgebieten beachten.
Im Notfall
Bei jedem Anzeichen von Rauch oder Feuer ist sofort die 112 zu wählen.






