Die Kanarischen Inseln erleben heute den intensivsten Tag einer außergewöhnlich langen und heftigen Hitzewelle. Vier Inseln – Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote – stehen zwischen 11:00 und 19:00 Uhr unter Alarmstufe Rot der staatlichen Wetterbehörde AEMET. Diese Stufe signalisiert „extremes Risiko“ aufgrund der erwarteten Rekordtemperaturen.
Höchste gemessene Werte bislang
Bereits gestern wurden auf dem Archipel außergewöhnliche Temperaturen verzeichnet:
- 43,5 °C in Tasarte (Gran Canaria)
- 41,8 °C in Antigua (Fuerteventura)
- 39,7 °C an der AEMET-Station in Llano de los Loros (La Laguna, Teneriffa)
Erwartete Wetterbedingungen

- In weiten Teilen des Landesinneren werden heute Werte um 39 °C erwartet.
- In den südlichen und zentralen Regionen der rot markierten Inseln können die Temperaturen auf über 40 °C steigen.
- Für das Landesinnere von Lanzarote und Fuerteventura sind Spitzenwerte von bis zu 44 °C möglich.
- Die Nächte bringen kaum Abkühlung: Tiefstwerte liegen vielerorts bei 26 °C oder mehr, in mittleren Höhenlagen im Süden und Westen sogar um 30 °C.
Hinzu kommt eine dichte Calima (Staub aus Nordafrika), die die Luftqualität verschlechtert, die Sichtweite reduziert und die Hitze noch belastender wirken lässt.
Ausblick
- Sonntag: Leichter Rückgang der Temperaturen (1–2 °C), doch Gran Canaria bleibt auf Alarmstufe Rot. Höchstwerte dort um 40 °C, auf den anderen Inseln um 37 °C bei Alarmstufe Orange.
- Dienstag: Weitere Abkühlung auf maximal 34 °C in einigen Regionen, jedoch hält die Calima an. Starke Böen sind an den Nordwesthängen möglich.
Gesundheits- und Sicherheitshinweise
Behörden raten dringend:
- Keine körperlichen Anstrengungen in den Mittagsstunden.
- Aufenthalt in kühlen und schattigen Bereichen.
- Ausreichend Wasser trinken, Alkohol vermeiden, leichte Mahlzeiten bevorzugen.
- Sonnenschutz im Freien und besondere Vorsicht bei älteren Menschen, Kindern sowie Personen mit Atemwegs- oder chronischen Erkrankungen.
- Fenster und Türen geschlossen halten, gegebenenfalls Maske gegen Staubpartikel tragen.
Waldbrandgefahr

Alle Inselräte und Gemeinden haben Notfallpläne aktiviert. Auf Teneriffa werden zusätzliche Zugangsbeschränkungen zu Bergregionen verhängt:
- TF-24 (La Esperanza)
- TF-21 (La Orotava)
- TF-38 (Chío)
Diese Sperrungen gelten ab Montag, 18:00 Uhr, da der Höhepunkt der Hitzewelle mit dem Perseiden-Meteorschauer zusammenfällt. Große Menschenmengen und Verkehr in Waldgebieten würden im Brandfall Evakuierungen erschweren.
Die Behörden sprechen von einer der intensivsten Hitzewellen der letzten Jahre und rufen dazu auf, wachsam zu bleiben, offizielle Informationen zu verfolgen und alle Schutzmaßnahmen strikt einzuhalten.






