Ein extremes Hitzewetter wird voraussichtlich bis mindestens Montag, den 11. August, Teile der Kanarischen Inseln betreffen. Die Generaldirektion für öffentliche Gesundheit des Kanarischen Gesundheitsdienstes (SCS) hat in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Wetterbehörde AEMET offizielle Gesundheitswarnungen herausgegeben. Anlass ist eine bevorstehende Hitzewelle, die in den kommenden Tagen insbesondere die Insel Gran Canaria treffen wird.
Zeitraum der Hitzewelle
Laut den aktuellen Prognosen beginnt das extreme Hitzeereignis am Mittwoch, dem 6. August, und wird mindestens bis Montag, den 11. August, andauern. Die Lage wird kontinuierlich bewertet.
Warnstufen und betroffene Regionen

Gran Canaria ist am stärksten betroffen. Je nach geografischem Bereich und Intensität der erwarteten Temperaturen gelten unterschiedliche Warnstufen:
- Rote Warnung (hohe Gesundheitsgefahr):
- Gebirgsregionen im Inselinneren, insbesondere die Gemeinden Tejeda und Vega de San Mateo.
- Orangefarbene Warnung (mittleres Risiko):
- Östliche, westliche und südliche Regionen, darunter Agüimes, Artenara, Ingenio, Mogán, San Bartolomé de Tirajana, La Aldea de San Nicolás, Santa Lucía de Tirajana, Telde und Valsequillo.
Besonders in Santa Lucía de Tirajana werden Höchsttemperaturen von bis zu 42 °C erwartet – Werte, die das Risiko für Hitzschlag und andere hitzebedingte Erkrankungen deutlich erhöhen, insbesondere bei gesundheitlich vorbelasteten oder älteren Menschen.
Risikogruppen – Wer ist besonders gefährdet?
Die Gesundheitsbehörden richten sich mit gezielten Empfehlungen an folgende besonders gefährdete Personengruppen:
- Säuglinge und Kleinkinder unter 4 Jahren
- Schwangere Frauen
- Menschen über 65 Jahre
- Personen mit chronischen Erkrankungen (Herz-, Atemwegs- oder Nierenleiden, Diabetes, Bluthochdruck)
- Menschen, die Medikamente wie Diuretika, Abführmittel, Neuroleptika, Anticholinergika oder Benzodiazepine einnehmen
- Menschen mit eingeschränkter kognitiver Leistungsfähigkeit oder ohne soziale Unterstützung
- Obdachlose
- Personen mit Alkohol- oder Drogenkonsum
- Im Freien arbeitende Personen, Sporttreibende sowie Touristen, die längere Zeit der Sonne ausgesetzt sind
Typische Symptome bei Hitzebelastung

Betroffene sollten auf folgende Warnzeichen achten:
- Frühe Anzeichen:
- Starker Durst
- Schwindel, Abgeschlagenheit, Übelkeit
- Muskelkrämpfe
- Fieber oder ungewöhnlich hohe Körpertemperatur
- Herzklopfen
- Ernsthafte Symptome:
- Ohnmacht oder Bewusstseinsstörungen
- Krampfanfälle
- Koma bei unbehandeltem Hitzschlag
Empfehlungen des Kanarischen Gesundheitsdienstes (SCS)
Um gesundheitlichen Komplikationen vorzubeugen, empfiehlt der SCS folgende Vorsichtsmaßnahmen:
- Hydration: Trinken Sie regelmäßig Wasser, auch ohne Durstgefühl. Meiden Sie alkoholische Getränke, zuckerhaltige Softdrinks, Energy-Drinks und koffeinhaltige Produkte.
- Leichte Ernährung: Bevorzugen Sie wasserreiche und leicht verdauliche Kost wie Obst, Gemüse und Salate. Vermeiden Sie fettige oder schwere Speisen.
- Schutz gefährdeter Personen: Achten Sie auf Kinder, ältere Menschen und chronisch Erkrankte.
- Vermeiden Sie Sonnenexposition zur Mittagszeit: Verschieben Sie körperliche Tätigkeiten im Freien auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden.
- Kühlen Sie Ihre Umgebung: Halten Sie Innenräume kühl, nutzen Sie Ventilatoren oder Klimaanlagen, und duschen Sie bei Bedarf mit kühlem Wasser.
- Reagieren Sie bei Symptomen rasch: Suchen Sie bei ersten Anzeichen ärztliche Hilfe. In Notfällen wählen Sie umgehend den Notruf 112.






