Illegale Fahrdienste am Flughafen Teneriffa Süd geraten verstärkt ins Visier der Behörden: Wer ohne gültige Genehmigung Personen befördert, muss künftig mit Bußgeldern von über 4.000 Euro rechnen. Die Stadtverwaltung von Granadilla de Abona hat gezielte Kontrollen eingeleitet, um sogenannte „Piraten-Taxis“, missbräuchlich genutzte Mietwagen sowie unzulässig eingesetzte Wohnmobile und andere nicht lizenzierte Transportformen zu unterbinden.
In einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung kündigte die Stadt an, rund um den Flughafen verstärkte Überwachungs- und Verkehrskontrollen durchzuführen. Ziel sei es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und ein geordnetes Umfeld an einem der wichtigsten Einreiseorte der Kanarischen Inseln zu gewährleisten – sowohl für Touristen als auch für Einwohner.
Kooperation mit übergeordneten Behörden geplant

Die Stadt Granadilla de Abona bekräftigte in ihrer Erklärung ihr langfristiges Engagement für diese Maßnahmen und sicherte zu, innerhalb ihres Zuständigkeitsbereichs mit den zuständigen Institutionen auf Insel- und Regionalebene zusammenzuarbeiten. Ziel sei ein „sicheres, geordnetes und respektvolles Umfeld“ für alle rechtmässig agierenden Transportunternehmen.
Flughafen als neuralgischer Verkehrsknotenpunkt
Die Sicherheitsstadträtin Candelaria Rodríguez unterstrich die Bedeutung des Flughafens als logistischen Knotenpunkt. Täglich würden dort zwischen 30.000 und 40.000 Passagiere abgefertigt – in der Hochsaison sogar bis zu 60.000. „Teneriffa Süd ist ein zentraler Treffpunkt für den Personenverkehr der gesamten Insel“, so Rodríguez.
Sie wies zudem auf die negativen Folgen illegaler Transportangebote hin: „Solche Praktiken führen zu Verunsicherung bei den Besuchern, schaden dem Image unseres Reiseziels und bieten einen qualitativ schlechten Service – völlig unangebracht an einem internationalen Flughafen ersten Ranges.“
Stärkung des legalen Sektors und der fairen Konkurrenz

Der Mobilitätsstadtrat René Oval betonte, dass die Maßnahmen nicht nur der Ordnung und Sicherheit dienten, sondern auch dem Schutz legaler Anbieter: „Dieses Vorgehen ist entscheidend, um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten und die Existenzgrundlagen der legalen Taxifahrer zu schützen.“
„Die Stadtverwaltung nimmt ihre Verantwortung wahr, indem sie klare Regeln durchsetzt, das Besuchererlebnis verbessert und die Interessen der gesetzestreu arbeitenden Transportdienstleister verteidigt“, ergänzte Oval.
Empfindliche Strafen für Zuwiderhandlungen
Verkehrsdelikte, die im Rahmen dieser Kontrollen festgestellt werden, können mit Geldbußen von über 4.000 Euro geahndet werden. Alle registrierten Verstöße werden an das Transportressort des Cabildo de Tenerife (Inselrat) weitergeleitet, das für die übergeordnete Regulierung des Verkehrssektors zuständig ist.
Regelmäßige Verkehrskontrollen in der Flughafenregion
Zusätzlich zur Kontrolle illegaler Anbieter führt die Ortspolizei regelmäßige Geschwindigkeitsmessungen in der Flughafenregion durch, wo ein Tempolimit von 40 km/h gilt. Zudem wird überprüft, ob Fahrzeuge mit Fahrer (VTC) nur bei nachgewiesener Vorabreservierung das Flughafengelände ansteuern – wie es die geltende Rechtslage vorsieht.






