Die Kanarischen Inseln stehen vor einer extremen Hitzewelle – die erste des diesjährigen Sommers. Die staatliche Wetterbehörde AEMET hat eine aktualisierte Warnung herausgegeben und kündigt einen markanten Temperaturanstieg an, der auf ein Zusammenwirken mehrerer meteorologischer Faktoren zurückzuführen ist.
Heiße Luft aus dem Süden trifft auf Hochdruckgebiet
Laut Rubén del Campo, Sprecher der AEMET, ist die bevorstehende Hitze auf zwei Ursachen zurückzuführen: Einerseits zieht ein starkes Hochdruckgebiet über die Region, das für eine allgemeine Stabilisierung des Wetters sorgt, andererseits gelangt eine heiße Luftmasse aus südlichen Breiten über Nordafrika zu den Inseln. Dieses Zusammenspiel wird voraussichtlich eine „außergewöhnlich starke Erwärmung“ auslösen, die bereits am Samstag in die erste offizielle Hitzewelle des Sommers münden könnte.
Temperaturen steigen bereits ab Freitag spürbar

Die Auswirkungen der Wetterlage werden bereits ab Freitag deutlich spürbar sein. Vor allem im Süden der gebirgigeren Inseln – wie Teneriffa und Gran Canaria – sowie auf Fuerteventura werden die Temperaturen auf 34 bis 36 °C steigen. Zu Beginn der kommenden Woche könnten die Werte in besonders exponierten Lagen sogar die 40-Grad-Marke überschreiten.
AEMET warnt: Besondere Vorsicht geboten
Die AEMET hat im Vorfeld bereits eine spezielle Warnung für den Archipel herausgegeben. Diese hebt hervor, dass die Bevölkerung – insbesondere ältere Menschen, Kinder, chronisch Kranke und Menschen, die im Freien arbeiten – entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen sollte. Empfohlen werden unter anderem:
- ausreichend Flüssigkeit zu trinken,
- körperliche Anstrengung in den heißen Mittagsstunden zu vermeiden,
- schattige oder klimatisierte Orte aufzusuchen und
- regelmäßig die Warnhinweise der offiziellen Stellen zu verfolgen.
Auch Festland betroffen: Spanisches Wetterportal warnt vor extremen Temperaturen

Die spanische Wetterplattform eltiempo.es bestätigt die Prognosen und betont, dass es sich um eine landesweit bedeutsame Wetterlage handelt. Im Süden, Westen und im Landesinneren Spaniens – besonders im Ebro-Becken – könnten die Temperaturen parallel zu denen auf den Kanaren ebenfalls über 40 °C klettern. Selbst wenn diese Periode nicht formell als Hitzewelle eingestuft werden sollte, so sei sie nach Einschätzung von Meteorologen „in jedem Fall außergewöhnlich“ – sowohl in Bezug auf Intensität als auch auf geografische Ausbreitung.
Die Kanarischen Inseln bereiten sich auf eine der ersten großen Herausforderungen des Sommers vor. Mit Temperaturen, die weit über dem Durchschnitt liegen, ist besondere Achtsamkeit gefragt – nicht nur im Alltag, sondern auch in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit. Bewohner und Urlauber sind gut beraten, wachsam zu bleiben und sich aktiv vor den Auswirkungen extremer Hitze zu schützen.






