Teneriffa steht derzeit im Zentrum der meteorologischen Aufmerksamkeit: Die Insel hat in den letzten Stunden die höchsten Niederschlagsmengen ganz Spaniens registriert. Zeitgleich hält das wechselhafte Wetter auf den Kanarischen Inseln an, was die Staatliche Wetteragentur (AEMET) veranlasst hat, bestehende Warnungen aufrechtzuerhalten und weitere Sicherheitsempfehlungen auszusprechen.
Anhaltend unbeständiges Wetter auf dem Archipel
Für Dienstag sagt AEMET weiterhin unstabiles Wetter mit dichter Bewölkung und örtlich kräftigem Regen voraus – insbesondere für den Norden Teneriffas. Im gesamten Archipel wird mit wechselnder Bewölkung gerechnet, die sich in den frühen Morgen- und späten Abendstunden vor allem im Norden verdichtet. Im Tagesverlauf nimmt die Bewölkung auch in den Süd- und Binnenlagen zu, wobei leichte, vereinzelt auftretende Schauer nicht ausgeschlossen werden.

Die Temperaturen bleiben insgesamt konstant. Für Teneriffa werden Höchstwerte von etwa 23 °C erwartet, während die Tiefsttemperaturen auf El Hierro bis auf 13 °C sinken könnten. In Las Palmas de Gran Canaria schwanken die Werte zwischen 18 °C und 22 °C, wobei ein leichter Rückgang der Tageshöchstwerte zu verzeichnen ist.
Der Wind weht überwiegend aus nördlicher Richtung, in leichter bis mäßiger Stärke, kann jedoch im Verlauf des Nachmittags stellenweise auffrischen.
Vorwarnung und Sicherheitsmaßnahmen auf Teneriffa
Aufgrund der aktuellen Wetterlage hat das Cabildo von Teneriffa für die Bevölkerung dringende Vorsichtsmaßnahmen veröffentlicht. Besonders betroffen sind die nördlichen Mittelgebirgsregionen (medianías), in denen eine Regen-Vorwarnung aktiv ist. AEMET hat in diesen Gebieten eine gelbe Wetterwarnung ausgerufen, da innerhalb von 12 Stunden Niederschlagsmengen von bis zu 60 Litern pro Quadratmeter möglich sind.
Die Niederschläge haben bereits am frühen Dienstagmorgen eingesetzt und sollen im Laufe des Tages, voraussichtlich bis zum frühen Nachmittag, allmählich nachlassen.
Das Cabildo ruft dazu auf, nicht unbedingt notwendige Fahrten zu vermeiden und besonders in gefährdeten Zonen wie Hanglagen oder Gebieten mit schlechter Drainage achtsam zu sein. Es bestehe die Gefahr von Wasseransammlungen, starkem Oberflächenabfluss und kleineren Erdrutschen, insbesondere auf Landstraßen und in ländlichen Regionen.
San Juan de la Rambla mit höchstem Niederschlag Spaniens

Laut den aktuellsten Messungen der AEMET wurde in San Juan de la Rambla, im Norden Teneriffas, bis 11:00 Uhr am Dienstag eine Niederschlagsmenge von 43,6 Litern pro Quadratmeter registriert – der höchste Wert landesweit. Damit übertrifft der Ort die Mengen anderer regenreicher Regionen wie Benasque (10,2 l/m²), Flughafen Huesca (9,0 l/m²) und Seira (7,8 l/m²) bei weitem.
Auch die meteorologische Station Izaña, im Hochland Teneriffas, verzeichnete mit 6,0 l/m² einen der zehn höchsten Regenwerte des Landes im gleichen Zeitraum.
Behörden rufen zur Vorsicht auf
Angesichts der anhaltenden atmosphärischen Instabilität hat die Regierung der Kanarischen Inseln eine regionale Vorwarnung aktiviert. Die Wetterentwicklung wird von AEMET weiterhin genau beobachtet.
Die Bevölkerung wird eindringlich gebeten, sich regelmäßig über offizielle Informationskanäle zu informieren und in überschwemmungs- oder rutschgefährdeten Bereichen besondere Vorsicht walten zu lassen, solange die Wetterwarnung aktiv ist.






